
Moin zusammen, hoffe ich bin hier richtig.
Vorab: Ich habe null Ahnung von Fahrrädern, deshalb wäre eine Antwort für Doofe sehr nett 😀
Ich hab mir vor bestimmt 6-7 Jahren obige Möhre für knapp über 100€ neu bei Real gekauft. Warum? Sah schick aus, ich hatte kein Fahrrad und keine Ahnung. Bin ab und zu mit Frau und Kindern kleine Runden gefahren, ging.
Jetzt hab ich mich die Woche zum ersten mal getraut, damit zur Arbeit zu gurken. Knapp 11km, gute Straßen, furchtbare Straßen und Schotterweg durch den Wald, alles dabei, relativ ebenerdig.
Einige Dinge stören mich und ich würde gerne von euch wissen, ob es sich lohnt, etwas Geld in das Rad zu stecken, oder ob ich lieber ein neues kaufen soll:
Handposition wird schnell anstrengend, und der Nacken zieht auch nach einer Weile. Ich würde gerne einen Rennlenker (Dropbar?) ausprobieren. Hab nur leider keine Ahnung, wie einfach der Tausch incl. Bremsen ist.
Zweiter wichtiger Punkt: auf den holprigen Abschnitten schüttelt es mich richtig durch, ich muss vor jedem abgesenkten Bordstein richtig runterbremsen, um mich nicht bewusstlos zu rumpeln. Ist ein Radwechsel sinnvoll? Woher weiß ich, was in dem Rahmen passt? Macht das finanziell überhaupt Sinn?
Danke schon mal im Vorraus, würd mich über antworten freuen.
by Taako_Well
12 Comments
Nein, lohnt nicht mal ansatzweise. Kauf was gescheites.
Wenn ich das richtig seh, hat das Moped nicht mal ne Schaltung.
Würde es für 50-100€ bei Kleinanzeigen reinsetzen und dann ein anständiges holen.
Bekommst schon gute Räder ab 600-800€ je nachdem was du brauchst.
Also das Ding hat leider eher Materialwert, große investitionen die über Instandhaltung hinaus gehen würde ich da nicht tätigen. Reifenwechsel kann den Komfort erhöhen, beim Blick auf die Bremsen befürchte ich aber, dass sich da nicht viel tun wird. Das spiel kannst du grob testen indem du mit verschiedenen Inbusschlüsseln zwischen den engstellen durch gehst und guckst wie viel millimeter passen (Schlüsselgröße = Millimeter). Das addierst du dann auf die aktuelle Reifenbreite, im Anschluss aber wieder ca. 5mm Toleranz abziehen. (Kannst auch einfach Messen aber finde den Trick mit dem Inbus einfacher).
Für den Komfort spielt aber nicht nur die Breite sondern auch die Qualität eine gewisse Rolle, 60-70EUR für einen Satz wirst du da bestimmt los.
Einen Dropbar würde ich da nicht ausprobieren. Lenker und neue Bremsgriffe würden den Wert des Rads überschreiten und die Rahmengeometrie ist nicht dafür ausgelegt, dass deine Hände beim neuen Lenker weiter vorn sind. (Da du fragst: Der Tausch an sich ist extrem einfach und auch für Laien easy machbar)
Also wenn du planst regelmäßig die 11km zu pendeln ist die Anschaffung eines soliden, gebrauchten Trekkingrads mehr als gerechtfertigt. Ohne Rucksack auf dem Rücken und mit Schutzblechen + Licht fährt es sich auch gleich viel angenehmer.
Bezüglich Hand-/Nackenproblemen erstmal die Sattelposition kontrollieren und ggf. korrekt einstellen (Höhe und längs). Auf den Händen sollte kaum Gewicht liegen.
Einfacher als die Umrüstung auf Dropbar wäre ein Lenker mit deutlichem Backsweep (also Anwinklung zu Dir) und ergonomischere Griffe.
Begrenzend für die Reifenbreite werden die Bremsen sein. Generell sind gute, geschmeidige Reifen das effektivste Upgrade für ein Rad (evtl. nach passendem Sattel …); nicht nur sind sie komfortabler, sie rollen auch besser.
Das wäre die ideale Gelegenheit das Schrauben am Rad zu üben.
Wenn es finanziell geht.
Am Ende hast du ein Unikat.
Oder du kaufst für 1-5000€ ein gescheites und lässt alles in der werksatt machen, wegen Garantie.
Ordentliche Griffe mit Ablage für die Handballen gibts ab 20€. Leider kann man nicht sagen was für Reifen bei dir passen würden, aber 35-40er Reifen mit etwas weniger Luftdruck und es lässt sich viel komfortabler fahren. Vielleicht einfach mal bei Kleinanzeigen für kleines Geld nach 35/40-622 Reifen schauen und gucken ob sie draufpassen.
Welche Reifengröße ist denn jetzt drauf?
Was mich als daily um zur Arbeit zu fahren eher nerven würde wären: Keine Schutzbleche(Kann man nachträglich anbringen), kein Kettenschutz(kann schwierig werden), kein Fahrradständer. So kommst su schon bei feuchten Boden doch schon versaut an.
Spontan: dicke Mäntel damit du nicht so durchgeschüttelt wirst.
Dropbar ist das falsche für dich. Da geht noch mehr Belastung auf die Handgelenke und Nacken, ich würde eher einen Tracking Lenker mit bisschen flare und rise. Der Umbau kostet dich dann auch nicht so viel.
40 € die Mäntel und 100€ der Umbau des Lenkers.
Wenn das Fahrrad wirklich nur 100€ gekostet hat lohnt sich das allerdings nicht. 🙁
Evtl. kannst du auch einfach den Lenker etwas höher machen, dann entlastest du die Handgelenke
Da das Rad kaum gebraucht ist würde ich es verkaufen und ein gebrauchtes Trekking Rad einer namhaften Marke kaufen.
Das ist ein billiges Singlespeed für die Stadt, nichts zum Pendeln über Feldwege. Bevor du da jetzt anfängst den Lenker zu tauschen, dickere Reifen drauf zu packen und da nochmal 100 Euro versenkst um am Ende ein ‘Frankenrad’ ohne Schaltung und Federung zu haben, weg damit. Einziger pluspunkt könnte sein das du es noch verhältnismäßig gut los wirst (Singlespeed sind oder waren sehr begehrt), zumindest in einer Studi Stadt.
Maximal am Vorbau was drehen, neuer Griff lohnt sich nicht
Danke erstmal für die ganzen Antworten.
Ich mag das Single-Speed fahren tatsächlich echt gerne, finde auch dass die Übersetzung für meine Strecke gut passt. Das wäre also kein Gegenargument. Außerdem gefällt mir die sportliche Sitzposition gut. Hab mich ein bisschen eingelesen, und Gravelbikes klingen sehr verführerisch, aber das Geld hab ich absolut nicht. Danach bin ich auf endurance Bikes gekommen, daher auch die Idee für einen Droplenker.
Stelle es bei Kleinanzeigen rein und kaufe Dir etwas vernünftiges im Ausverkauf oder eine gute Marke gebraucht.
Ein Rennradlenker ist kompletter Blödsinn bei deinen Beschwerden, die werden dadurch nur noch verstärkt. Du brauchst ganz im Gegenteil einen High-Rise-Vorbau in Kombination mit einem Rise-Lenker mit um die 25° Backsweep