In Japan ist das Fahrrad das Werkzeug der breiten Masse. Ich denke wir würden in Deutschland auch umdenken, wenn ein Fahrrad nur mehr soviel kostet wie ein Tank Diesel und man nicht bei jeden Radladenbesuch ein superkompliziertes Sportrad aufgeschwatzt bekommt.

Das ist mE einfach eine echte Marktlücke.

by imnotokayandthatso-k

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20 Comments

  1. Acceptable_Shallot44 on

    In Deutschland läuft alles etwas anders aber wenig Gutes auf die Menschen orientiert

  2. 120€ das sind ja schonmal über 20€ MWST.

    Und dann will der Händler was dran verdiene (naja mindestens nen 20er sollte drin sein), dann braucht der Hersteller eine Marge…. wie soll das gehen? dann darf die Hardware ja nur unter 50€ kosten

  3. Das Fahrrad ist in Japan aber auch nicht das Fortbewegungsmittel der breiten Masse. Der Anteil liegt dort bei ungefähr 14% der Wege. Das ist etwas mehr als bei uns (ca. 11%), aber immer noch weit hinter Auto (45%) und ÖPNV (19%).

    Aus den 120€ in Japan werden hier halt auch nicht einfach 120€. Da kommen Transport nach Europa, Zoll, Mehrwertsteuer, Lager-, Vertriebskosten und die Margen von Importeur und Händler drauf. Außerdem muss man noch Gewährleistung, Produktsicherheit und eventuell notwendige Anpassungen für den deutschen Markt berücksichtigen. Dann bist du wahrscheinlich bei 350 bis 400€ für solch ein einfaches Mamachari.

  4. penny_the_black on

    Weil da absoluter crap drin steckt? Du kannst sowas nicht mit ernstzunehmenden Komponenten fertigen, allerhöchstens, weil die Lieferketten so kurz sind, aber selbst dann eigentlich nicht. Das markenschaltwerk ist da drin, weil’s das erste ist, auf das Leute achten, ob dann überall Würfellager verbaut sind, da schaut keiner drauf

  5. CouldNotAffordOne on

    Warum muss ich da direkt an Baumarkräder von früher denken? Die konnte man nach einem Jahr direkt wegschmeißen, weil nichts daran haltbar oder Standard war.

    Für den Preis bekommt man eben nur Schrott. Da lohnt eher ein Gebrauchtkauf.

  6. Bei Decathlon findest du ein City Bike ab 299€ oder so.

    Aber es ist schon alles deutlich teurer geworden in den letzten Jahren. Vor 5 Jahren habe ich da noch ein Riverside für 150€ und ein Triban für 260€ gekauft.

  7. Deutschland hat aber auch 40 Millionen Einwohner weniger die das BIP generieren. Zusätzlich ist der Yen super schwach und das generelle Preisniveau niedriger.

    Das heißt so einfach wie ¥23000=120€ ist es nicht.

  8. Worldbicyclerelief

    Gibt Fahrräder für Menschen in Afrika aber auch woanders auf der Welt für 150 Dollar ab.

    Das ist dann aber kein Schrott hoffe ich.

    Vielleicht kommen die ja noch nach Deutschland um uns mit günstigen Rädern zu versorgen. /s

    Sonst könnt ihr gerne spenden.

    https://worldbicyclerelief.org/de/

  9. Das deutsche median Gehalt ist fast doppelt so hoch wie in Japan. Dadurch müssen Produkte auch entsprechend günstiger sein, können es aber auch sein weil die Arbeitskräfte günstiger sind.
    Das entspricht also eher einem 250€ Fahrrad in Deutschland und davon gibt es ja einige

  10. Ok-Living2887 on

    Ich hätte ehrlich gesagt kein Vertrauen in solche Billigräder. Die einzigen Räder mit denen ich *wirklich* zufrieden war und tausende Kilometer gefahren bin haben immer so ca. 800-1000€ gekostet. Wenn das zu viel ist, was voll verständlich ist, würd ich lieber gebraucht kaufen als billig und neu.

  11. Oder man kauft sich einfach ein Gebrauchtrad, anstatt irgendwelchen billigen Schrott :>

  12. Inevitable-Damage335 on

    Das Markenschaltwerk nutzt einem halt nur relativ wenig wenn der Rest fabrikneuer Schrott ist, darunter fällt leider auch das abgebildete.

    Auch in Japan kostet Qualität Geld.

  13. Stiller_Winter on

    Für 80€ kriegst du ein gebrauchtes Hollandrad, steht in jedem Dorf zum Verkauf.

  14. ReflectiveHymn on

    Ich glaube bei dem Preissegment sollte man sich im Gebrauchtmarkt umschauen, da findet man glaube ich solide Optionen.

    Was Japan angeht: Warst du mal dort? Die Preise dort sind eine andere Dimension als bei uns. Da kriegst du für 4€ ein solides Mittagessen.

  15. NoCryptographer1849 on

    Sowas gibt es doch – in Baumärkten und Supermärkten gabs doch immer wieder Räder für 99€ – gibt’s das nicht mehr?

    Fahren will mit den Dingern aber keiner, weshalb sie meist im Keller vergammeln.

    Sind die in Japan besser? Ich habe dort kaum Räder auf der Straße gesehen. Hat wohl Gründe.

  16. Wie sieht der Gebrauchtradmarkt in Japan aus?

    Wenn man nur 150€ für ein Alltagsrad zur Verfügung hat, ist man in DE mit einem gebrauchten Rad wahrscheinlich am besten beraten.

  17. Organic_Captain3002 on

    Japan ist ein schlechter Vergleich, weil der Yen extrem schwach ist im Vergleich zum Euro. Deshalb ist Urlaub da auch gerade so günstig und beliebt.

  18. Trollimperator on

    Bekommt man die nicht überall hinterher geworfen? Also Freunde/Bekannte/Versteigerungen der Stadt?

  19. In Japan gibt es einen sehr ausgedehnten Gebrauchtmarkt für Räder, da sie größtenteils ja nur für die Kurzstrecken zum nächsten Bahnhof und wieder zurück genutzt werden. Wege zur Schule und zum Einkaufen sind weitere häufige Strecken. Die Räder müssen nichts Besonderes können.

    Es geht tatsächlich aber so weit, dass Fahrraddiebstahl eines der meistverzeichneten kriminellen Delikte in Japan ist – die Räder werden sich aber üblicherweise nicht dauerhaft angeeignet, sondern nach der Nutzung für eine Strecke durch den Dieb “entsorgt”. Fahrräder in Japan müssen beim Kauf beim Händler oder anschließend bei der Polizei registriert werden. Da die Polizei aktiv Radfahrer anhält, um die Registrierung zu prüfen, wäre es stark risikobehaftet mit einem gestohlenen Rad erwischt zu werden.
    Die Besitzer gehen dort aber natürlich nicht das Risiko ein, ein sehr teures Rad für einen täglichen Arbeits- oder Schulweg zu nutzen, weil das Risiko eines permanenten Verlusts durch einen Gelegenheitsdiebstahl relativ hoch ist. Weniger teure Räder sind ein weniger schmerzhafter Verlust.

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