Veröffentlicht von den Radical Life Studios / MTB Report

Ein Sturz auf einem Flowtrail in Siegen, 5.000 Euro Schmerzensgeld und 50 Prozent Mithaftung fĂŒr den ehrenamtlichen Verein. Das OLG Hamm hat im Februar ein Urteil gefĂ€llt, das die deutsche Trail-Szene erschĂŒttert. Schaut man nach Wien, Mailand oder Oregon, wird klar: Den gleichen Fall hĂ€tten KlĂ€gerinnen fast ĂŒberall sonst verloren. Stellt sich die Frage — ist Deutschland zu streng, oder der Rest der Welt zu locker?

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28 Comments

  1. Alles nur weil MTB ein Mainstream Lifestyle geworden ist … Instagram usw … Vor Corona hĂ€tte niemand, die erst mit Corona damit angefangen haben, diesen Sport ausgeĂŒbt… jetzt habe wir den Salat đŸ„—

  2. ño weil die Leute zu blöd sind und andere dafur haftbar machen können ein wichtiger Punkt warum wir soviel Verordnungen und Burokratie haben

  3. Die Menschen hier im Land sind einfach so unfĂ€hig und unselbststĂ€ndig geworden… bald gibt es nur noch illegale trails… bin mal gespannt was winterberg und co jetzt machen. Wenn da die idioten erstmal im trailpark anfangen zu klagen weil sie keine enduro rennstrecke fahren können…

  4. Tja das is deutschland…
    Wer sich fĂŒr sterbende trailparks interessiert darf gerne mal nach kassel schauen.
    Und wen verklage ich eigentlich wenn mir auf einem öffentlichen pumptrack wieder mal viel zu junge scooterkids vors bike schlittern wÀrend mami und papi weit entfernt vorm smartphone hocken?
    Das wĂ€re ein themađŸ€‘đŸ˜ŹđŸ€š

  5. "Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um" sagt der Volksmund. Solche UnfĂ€lle lassen sich zu 100% vermeiden, wenn man solche Trails nicht fĂ€hrt. Wer es doch macht, muss eben das Risiko gegen sein Können gut abschĂ€tzen. Das ist alles nichts neues und vom Alpinismus her schon seit knapp 200 Jahren bekannt. Es stehen auch regelmĂ€ĂŸig umfangreiche Artikel zum Thema Risiko in den Bergen und Umgang damit in der Alpenvereinszeitschrift "DAV Panorama". Die Thematik den Juristen zu ĂŒberlassen halte ich fĂŒr falsch. Das Ganze wird dazu fĂŒhren, dass niemand mehr offizielle legale Trails baut oder weiter pflegt und stattdessen die Anzahl der illegalen Trails wĂ€chst. Damit ist niemandem geholfen. Und klagen kann man da auch gegen Niemanden, wenn man da stĂŒrzt.

  6. Vielleicht soll man den Mountainbikehersteller auch noch mit dem Boot holen der hat schließlich das Fahrrad geliefert, dass den Unfall ĂŒberhaupt möglich machteđŸ„Ž

  7. Oh, das hatten wir schon einmal. Die einst extrem starke deutsche Motocross Szene wurde genau auf diesem Weg ausgelöscht. SchadensansprĂŒche welche die Landbesitzer teils einfache Bauern nicht schultern konnten und nicht mehr wollten. Vereine denen es nicht anders ging und/oder die keine Austragungsorte mehr bekamen.

  8. Sowas lĂ€cherliches, wer seine UnfĂ€higkeit auf dem Bike, Vereinen die ihre Freizeit fĂŒr Fremde opfern in die Schuhe schiebt sollte sich ein anderes Hobby suchen.

  9. Mir geht das alles so gegen den Strich, wo ist denn das Problem den Trail einfach mal vorher abzulaufen, also am Rand das ganze sichten oder einfach die Augen und das Hirn benutzten und langsam machen. StĂŒrze, BrĂŒche, Kaputtes Material sollte beim Sport auszuĂŒbenden liegen, es sei denn mitten auf der Strecke ist z.B. eine sagen wir mal Stange die eigentlich die Route mankieren sollte.
    Wenn ich quer durch den Wald einen RĂŒckweg durchfahre und dann kommt ein große HĂŒrde die ich nicht sofort gesehen habe kann ich ja auch niemanden anklagen, ich fahre gerne ĂŒber sehr umwegiges GelĂ€nde nur mit angepasster Vorsicht, damit ich möglichst nicht StĂŒrze!

  10. OLG hamm eingetragen im upik Firmenregister keine staatliche Institution aber es wird noch ewig dauern bis alle wach sind da die ein reines Firmen Verzeichnis ist und da noch viel mehr zu finden ist

  11. Ist ja lĂ€cherlich wenn die alte zu dumm zum fahren ist kann der Verein nix dafĂŒr. Jeder kauft sich ein Bike und denkt er kann fahren. Es sollte wie beim Rennen eine Lizenz geben um so strecken fahren zu dĂŒrfen. Jeder Hans wurscht soll auf dem Forstweg rollen.

  12. Somit werden wohl noch mehr MTB-Strecken, und auch MX-Strecken und andere Dinge geschlossen werden, so neben der Diskussion um Naturschutz usw.

  13. Ich bin Downhill Fahrer!
    Und ich betreibe den Sport auf eigene Gefahr und Verantwortung! Das das ein Verein oder GrundstĂŒck Besitzer mit haftet ist fĂŒr mich Irre! Die trail Bauer geben die Möglichkeit diesen Sport kanalisiert zu betreiben, ohne das die illegal trais ausufern! Dieses Urteil ist Irre! Ich fahre auf trails also bin ich Selbstverantwortlich fĂŒr meine Gesundheit sonst keiner!

  14. Ein klarer Fall wo PolitikerInnen sich wieder wegducken und mit Argumenten wie Technologieoffenheit und „die Gerichte werdens schon richten“ die Arbeit, die sie machen mĂŒssten (!!!), auf andere verlagern. Gerichte, die schon genug zu tun haben. Und ehrlich, imo, wenn im Vollbesitz meiner geistigen KrĂ€fte, einen Trail odereine Skipiste fahre(n) muss, dem ich technisch nicht gewachsen bin, dann fahre ich woanders! Sorry!!!

  15. Habe den Prozess verfolgt und beide Urteile komplett gelesen. FĂŒrchterlich, typisch Deutschland, beknackt, egoistisch! Diese verrĂŒckte Klagerepublik, ich kann gar nicht so viel Essen wie ich Kotzen will!

  16. Was fĂŒr‘n Scheiss! Hier brauchts definitiv eine Einspruch gegen das Urteil. Zudem fĂ€nde ich es gut, wenn mal,jemand juristisch prĂŒfen könnte, ob man die Vereine nicht aus der Pflicht nehmen kann indem man die Nutzung öffentlich zugĂ€nglicher Strecken von dem jeweiligen Verein offiziell untersagt, wenn man nicht dem Verein angehörig ist.

  17. Also ich muss sagen, diese Gesetze sind so dumm und nervig.

    Ich hatte bei mir im Wald nen Trail, der auch abgerissen werden musste, weil irgend ein dummes Kind da gestĂŒrzt ist und sich verletzt hat.

    War es die Schuld des Trails? Nein!

    Es war einfach die Dummheit und UnfÀhigkeit des Kindes.

    Wer guckt sich denn nicht vorher den Trail an und die Hindernisse?!?

    Wenn ich nen neuen Trail fahre oder ne neue Strecke im Bikepark fahre ich die 1. Abfahrt langsam und nehme die sichere line, sodass ich ein GefĂŒhl bekomme.
    Wenn ich mir nen obstacle nicht zu traue fahre ich es nicht. Punkt!

    Und selbst wenn ich stĂŒrze ist es nie die Schuld des Betreibers. Wie dumm wĂ€re das bitte?!? Meine eigene UnfĂ€higkeit oder ÜberschĂ€tztung als Schuld des Erbauers zu nennen?

    Alles was ich mache ist meine Verantwortung. Da sollte niemand anders fĂŒr haftbar gemacht werden.

    Ich finde auch in der EU und Deutschland extrem, wird nicht an die Selbstverantwortung appelliert, sondern versucht alle zu schĂŒtzen und in Watte zu packen durch dumme Gesetze.

  18. als das wort "mountainbikerIN" viel dachte ich mir nur …OJE…..sie hat sich schnlichtweg selsbt ĂŒebrschĂ€tzt und zudem nur unzureichend Bodyarmor getragen…wie die meisten amateure…

  19. Irre, eigene Verantwortung ade. Das ist aber eine rechtlich-politisch-gesellschaftliche Tendenz hierzulande.Man erwartet eine Vollkasko-Versicherung in allen Lebenslagen. Wer einen Risikosport betreibt, macht dies um der allseits sicheren Alltagswelt zu entfliehen.

  20. Die Wahrheit ist eben, dass Radfahrer im Wald ein massives Problem fĂŒr die Natur darstellen. Gerade in Europa, wo nur noch wenige FlĂ€chen fĂŒr Wildtiere vorhanden sind, geben die Radfahrer den letzten RĂŒckzugsmöglichkeiten fĂŒr Tiere vollends den Rest.
    Der gemeine Enduro, XC oder klassisch MTB Fahrer mit seinem Edel-Rad, trotz geheuchelter Naturverbundenheit oft auch keine RĂŒcksicht mehr auf Naturschutzgebiete und seltene Flora nimmt.

    Ich bin leidenschaftlicher Radfahrer, aber das durch den Wald schreddern ist eine dĂŒmmliche Unart und gehört zurecht stark reklementiert.

  21. Das ist ein Problem unserer Zeit. Dummheit wird nÀmlich neuerdings belohnt.
    Wenn ich zu schnell unterwegs bin und verunfalle, war es ganz einfach mein Fehler. Aber das zÀhlt leider nicht mehr. Die Schuld wird jetzt immer bei anderen gesucht.
    FrĂŒher hieß das „natĂŒrliche Auslese“ und man erhielt den Darwin Award. Heute bekommt man 5.000€ und ist das Opfer.
    LĂ€cherlich.

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