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3 Comments

  1. Ich finde es persönlich absolut abstrus, dass man für so etwas überhaupt ein Bußgeld zahlen muss. Vor einigen Monaten gab es bereits [einen Beitrag zu einem ähnlichen Fall](https://www.reddit.com/r/Fahrrad/comments/1pp9c1q/schweiz_sturz_bussgeld_wg_unverhältnismässiger/). Damals ging es um eine Schweizerin, die bei Glatteis gestürzt war.

    Wenn man bedenkt, dass knapp ein Drittel aller Fahrradunfälle Alleinunfälle sind, halte ich diese Praxis für fragwürdig. Natürlich gibt es Fälle, in denen eigenes Fehlverhalten eine Rolle spielt. Gleichzeitig passieren viele Stürze aber auch aufgrund von mangelhafter, schlecht gewarteter oder schlicht gefährlicher Infrastruktur.

    Meiner Ansicht nach sollte der Spieß umgedreht und der jeweils zuständige Baulastträger in die Verantwortung genommen werden. Wer Infrastruktur bereitstellt, sollte auch dafür sorgen, dass sie sich in einem verkehrssicheren Zustand befindet. Gerade bei bekannten Gefahrenstellen, mangelhafter Winterwartung oder offensichtlichen Schäden erscheint es mir wenig nachvollziehbar, stattdessen die Verunglückten zusätzlich mit einem Bußgeld zu belasten und diese doppelt zu bestrafen. Vielleicht werden diese Gefahrenstellen dann auch schneller entschärft.

  2. Gibt es in Deutschland unabhängig vom Fahrzeug doch auch, da wurde dann ja auch entsprechend die Geschwindigkeit nicht angepasst. 

  3. WebWithoutWalls on

    Ich mach mich damit jetzt vielleicht unbeliebt aber: Wenn die Geschwindigkeit nicht angepasst war, dann finde ich ein Bußgeld für “nicht angepasste Geschwindigkeit” durchaus richtig, auch wenn es keine anderen Beteiligten gibt.

    Das sehe ich durchaus wie Autoblitzer. Da kriegst du fürs zu schnell fahren ja auch eine Strafe, egal ob jemand anderes beteiligt war oder nicht.

    Wenn du wegen unangepasster geschwindigkeit mit dem Auto in einen Graben fährst, kann es halt auch eine Strafe geben.

    Ich verstehe die erste Reaktion durchaus (Und hatte sie auch selber!) “Warum soll man denn Strafe zahlen wenn niemanden beteilgt war?)

    ABER: Strafen sind ja nicht nur “Schmerzensgeld” und ähnliches für andere Beteiligten. Wenn du mit deinem Verhalten eine potentielle Gefahr für die Öffentlichkeit darstellst, dann kann es Strafen geben. Egal ob du nun tatsächlich wen anderes Beteiligst oder nicht.

    Ist der Fahrer also deutlich zu schnell gefahren für die Umgebung, ist das vollkommen richtig so. Auch wenn es sich erst ein mal komisch anhört.

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