Ich nehme öfter mein Fahrrad in S-Bahnen in Frankfurt/Offenbach mit und erlebe dort immer wieder, dass Leute sich im Abteil mit ihrem Fahrrad(/Scooter) so hinsetzen bzw. dranstellen, dass es nicht möglich ist, das eigene dranzustellen. Gleichzeitig machen jene Leute auch keine anstalten einen dranzulassen, machen Platz o. Ä., um das eigene Fahrrad möglichst gut abstellen zu können. Dadurch passiert es dann, dass alle anderen ihre Räder wiederum im Gang, an der Tür, an der Tür zur ersten Klasse etc. halten müssen, weil der eigentliche Abstellplatz für die Räder dann schon durch diese eine Person besetzt ist. Kennt ihr sowas?

Eine Vermutung die ich dazu habe ist, dass diesen Leuten ihr Fahrrad (oder Scooter) so hoch und heilig ist, dass sie ja nicht wollen, dass man ein Rad ranstellt. Ich für meinen Teil finde das absurd: Es ist doch ein Fortbewegungsmittel und da muss man doch einpreisen, dass da mal Kratzer rankommen oder so. Passiert halt. Wie seht ihr das?

Eine andere Vermutung, die ich mir noch dachte: Dass Leute sich schwer tun zu kommunizieren, dass und wann sie aussteigen müssen und um dieser Situation aus dem Weg zu gehen, vermeiden sie so im Vorhinein das aneinanderreihen der Räder. Wisst ihr was ich meine?

Und weiß jemand, ob es dazu Regelungen gibt?

Edit: Ich schätze es bräuchte auch einfach bessere Abteile, die nicht solche Probleme erst erzeugen. Es scheint ja auch andere Modelle zu geben (z.B. hier sind ein paar dargestellt: https://www.cyclingthread.com/top-11-bicycle-friendly-trains-best-practices-in-cycling-tourism-2025) Ich hab halt ein altes Rennrad, dass keinen Ständer hat und auch schon einige Tage auf dem Buckel hat – das ist dann meine eigene Situation und ich verstehe dann aber auch wieder, wenn wie hier auch kommentiert wurde, Leute mit Ständer und mit neuem Bike in einer anderen Lage sind… Ich für meinen Teil versuche schon keine Schrammen zu erzeugen, aber dadurch dass ich anlehnen muss, passiert es evtl. manchmal.

by TemporaryPublic6771

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5 Comments

  1. Bei mir trifft deine erste Vermutung zu – zumindest zum Teil. Mein Fahrrad ist mir wichtig und ich will einfach nicht das irgend ein Horst sein 20kg E-Fully oder sein altes Schrottrad in mein Rennrad schmeißt. Leider musste ich sehr oft die Erfahrung machen, das die Leute die zusteigen der Zustand meines Rads völlig egal ist. Ich habe nichts dagegen wenn unsere Fahrräder sicher nebeneinander stehen.
    No Front – aber deine Aussage mit “ein paar Kratzer machen doch nichts” klingt als wärst du eine dieser Menschen denen es völlig egal ist was mit dem Rad ist in welches du deines lehnst. Ich habe viel Geld für mein Rad ausgegeben und es der Zustand des Rads ist mir wichtig, also nimm Rücksicht dann kommen wir bestens miteinander klar.

  2. Regelungen gibt es garantiert, Durchsetzung ist die andere Seite.

    Man geht davon aus, dass sich die Leute in der Bahn nicht wie Arschlöcher benehmen…leider ist diese Herangehensweise nicht mehr zeitgemäß.

  3. Es ist immer nur die im Abteil angegebenen Anzahl an Fahrrädern erlaubt und die ist oft sehr niedrig.

    Radfahrer stehen auch weit hinten an in den Mehrzweckabteilen, bei hoher Auslastung ist die Fahrradmitnahme zumindest bei der DB nicht gestattet.

    Wenn jedoch leute im Mehrzweckabteil auf den Klappsitzen Sitzen darf und muss man diese auffordern platz zu machen für Fahrräder.
    E Scooter die zusammengeklappt sind sind Gepäck und gehören nicht in das Abteil.

    Einfach höflich fragen wann wer aussteigen muss dann kommt man auch klar. Und zum Anlegen, es ist gedacht, dass nur ein Fahrrad abgestellt wird und nicht mehrere Nebeneinander.

    Und bevor sich Leute bei der Bahn beschweren. Wenn das beauftragende Land nur 3 Stellplätze bestellt hat für Kinderwagen, Rollstuhl oder Fahrrad kann das Eisenbahnunternehmen da auch nichts dran ändern.

  4. Kommt drauf an. Neben mein Fahrrad stellen, klar mach gerne. An mein Fahrrad anlehnen, weil man sich den Fahrradständer gespart hat? Ne lass mal.

    Wenn man ruppig/unachtsam ist, hinterlässt das ebenfalls einen schlechten Eindruck (erstmal gegen Kettenblatt, Kassette oder Bremsscheibe mit einem Teil des eigenen Fahrrads knallen bspw).

    Generell würde ich aber sagen, dass Kommunikation viel helfen kann.

  5. Ich fühle mich mehreren Lagern zugehörig: wenn ich mein Alltags-Pendelrad dabei habe, preise ich ein gewisses Maß an Blessuren ein und beachte das auch bei der Auswahl des Rads (Alu statt Stahl, Pulverbeschichtung statt Chromovelato, usw.). Meine Freude hält sich trotzdem in Grenzen, wenn die Leute unnötig unvorsichtig ihre Räder gegen das meine ballern (mit den Bärentatzen-Pedalen in meine Speichen, oder so).
    Nehme ich eins der Räder mit in den Zug deren Unversehrtheit mir wichtig ist, überlasse ich gerne den anderen die Anlehnplätze im Abteil und halte mein Rad stehend fest oder transportiere es teilzerlegt als Gepäckstück.
    Ich freue mich über jede und jeden die/der rücksichtsvoll ist und darauf achtet, ihr/sein Fahrrad so gegen meins zu lehnen, dass es keine vermeidbaren Schäden gibt.Auch übet die mit den 25Kg-E-bike-Kolossen, die fragen ob ich mein Rad nicht lieber gegen ihres lehnen möge, da es ihnen so zierlich erscheint.
    Wirklich leid tun mir die Würste, die sich mit ihrem Rad auf die Klappsessel setzen, alle weiteren Plätze blockieren und jeden böse anstarren und dann anranzen, die oder der vllt das Rad oder den Kinderwagen abstellen wollen, weil sie es nicht über viele Kilometer halten wollen oder können..l

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