Fahrrad-Parkhäuser werden ja immer häufiger als Lösung genannt: mehr Schutz vor Diebstahl, wettergeschützte Stellplätze und weniger Platzverbrauch mitten in der Stadt oder an Bahnhöfen. Gleichzeitig kosten solche Anlagen oft ziemlich viel Geld und brauchen Wartung, Technik und teils Apps oder bestimmte Zugangssysteme. Was haltet ihr davon?

by -SWR-

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21 Comments

  1. Ich fände es geil, wenn es landesweit **ein** Zugangssystem gäbe. & Die ersten 24h gratis.

  2. Hightidemtg on

    So wie in Bonn halt komplett nutzlos. Da passen gängige Ebikes nicht rein. Mein Bahnhofsrad parkt eh kostenlos und Diebstahl wäre für mich da nicht so ein Thema. Dann ist das Fahrradparkhaus in der Bonner Innenstadt so weit weg vom Geschehen, dass man lieber ne ordentliche Versicherung und Schloss nimmt und an einigen der richtig guten Bügeln sein Rad abzuschließen, die an vielen Stellen in der Stadt stehen. 

  3. Ich finde so Lösungen technisch voll geil. In der Praxis fällt es mir schwer die Vorteile gegenüber einfachen Käfigen mit Zugangssicherung zu sehen. Wir haben zum Beispiel mehrere Käfige wo man sich registrieren kann und dann soweit ich weis per App zugang hat. Da haben dann pro Käfig eben nur ein paar Leute Zugriff und das ganze wird dann auch per Video überwacht. Für die Gelegenheitsparker gibts dann einen Käfig mit einem Parkscheinautomat. Vermutlich sind da dann deutlich über 100 gesicherte und witterungsgeschützte Stellplätze kurz und langfristig bedeutend billiger als bei so einem Türmchen.

  4. SuccessfulService681 on

    Ich denke es gibt Bedingungen wo es gut funktionieren kann, es gibt Beispiele in den Niederlanden. Es ist meiner Meinung nach hauptsächlich gut für Leute die mit dem Fahrrad zum Bahnhof müssen, um mit der Bahn zu pendeln. Dafür müssen halt auch die folgenden Voraussetzungen gelten: Gute Anbindung des Fahrradparkhauses an ein Radwegenetz, … und das Fahrradparkhaus muss direkt am Bahnhof sein, oder noch besser im Bahnhofsgebäude integriert, … und dann muss es halt auch irgendwie bewirtschaftet werden, … Schrotträder müssen entfernt werden, damit auch gut Plätze frei sind, etc…

  5. An sich eine gute Sache, so wie es bei mir in der Stadt umgesetzt wurde allerdings unbrauchbar.

    Erstmal App runterladen (wehe du hast eine custom Rom, dann läuft die APP eh nicht), mit allem Daten registrieren usw.

    Dein Akku ist leer gegangen? Pesch gehabt, ohne APP kein Zugang. 

  6. Kommt auf die Zugänglichkeit an.

    Komme ich mit dem Rad gut hin, ist der Bahnhof gut angebunden, ist der Zugang Simpel.
    Wenn ich einen Umweg fahren muss, noch ein gutes Stück zum Gleis laufen muss und der Parkprozess selbst Minuten und nicht Sekunden braucht und überall andere Systeme vorherschen schwindet der Vorteil.

    Ich nutze ein solches System gerne im Ausland, das sind zwar eher Container als Parkhäuser, aber gut gestaltet, Videoüberwacht und Zugangsbeschränkt. Den Zugang selbst kann man kostenlos beantragen und bekommt einen NFC Schlüssel der diese Boxen Landesweit öffnet.

    Und da nichtmal nur an Bahnhöfen, morgens mit dem eigenen Fahrrad vom P+R Parkhaus zum Büro hat auch seinen Charme.

  7. Choice_Wafer8382 on

    Eigentlich bin nur hier Vorbeigekommen um zusagen, dass solche Häuser nicht besser vor Diebstahl schützen, sondern potenzieren.

    Halten tue ich nicht viel da es eine Frage Umsetzung bleibt: wie teuer wird’s da abzustellen? Muss ich 5 Stockwerke Hochradeln für mein Fahrrad? Etc.
    Ist aber immerhin kein Schlechter Ansatz

  8. katze_sonne on

    Kommt drauf an. Die Zugangshürde sollte niedrig sein, gleichzeitig sollte das baulich gut gemacht sein (Stichwort soweit wie möglich mit dem Fahrrad fahren, keine Treppen!). Beides ist leider oft nicht gegeben.

  9. Ich finde das es durchaus eine gute Investition ist. Viele haben (zu Recht) Angst das ihr teures Rad gestohlen wird und nutzen es deshalb weniger. Und grade Bahnhöfe sind meist mit schrotträdern vollgestellt, das man seins nicht mal anschliessen könnte.

  10. mina_knallenfalls on

    Es ist so ein bisschen der Versuch, die bekannte Lösung für ein Autoproblem auf ein ganz anderes Fahrzeug anzuwenden, ohne es zu verstehen.

    Autos brauchen Parkhäuser, weil sie so groß sind und man sie nicht anders unterbringen kann als über mehrere Etagen gestapelt. Fahrräder nicht. Selbst an einem hochfrequentierten Bahnhof kann man mit einem Haufen Bügel oder ggf. doppelstöckigen Schienen eine ganze Menge Fahrzeuge direkt vor dem Eingang unterbringen. Und die Lage ist extrem wichtig, weil das der größte Vorteil des Fahrrad ist: Man kann damit möglichst weit ans Ziel heranfahren. Ein Parkhaus, durch das man erst noch lange fahren und nach dem Parken laufen muss, nimmt den Vorteil so weit weg, dass das Fahrrad gleich eine ganze Ecke weniger konkurrenzfähig ist.

    In den Niederlanden schafft man es häufig, das Parkhaus als kleine Tiefgarage direkt unters Gleis und direkt an den Radweg-Tunnel zu setzen, sodass man wirklich kaum Zeit verliert. In Deutschland habe ich keine große Hoffnung. Da wird so viel Energie in die “revolutionäre Idee” gesteckt, dass die Umsetzung nicht mehr klappt oder praktikabel ist.

  11. ShallotTotal4216 on

    Eigentlich eine gute Idee. Wenn der Platz groß genug ist um auch E-Fahrräder und Lastenräder sicher zu parken und vllt sogar zu laden.

    Der Zugang sollte einfach sein und auch ohne app möglich (Kassenautomat zum Beispiel).

    Die kleinere Variante, gesicherte Fahrradboxen finde ich auch sehr interessant, leider sind die häufig zu klein für viele Räder.

  12. Ich bin ein Befürworter. 🙂
    Bei „unserem“ Fahrradturm wird jetzt eingerichtet, dass man sich mit seiner Karte für den ÖPNV (sprich Deutschlandticket) einen Platz für maximal 4 Tage kostenlos buchen kann – wenn noch was frei ist. Das erinnert schon ziemlich an das niederländische Prinzip.

  13. VoidHelloWorld on

    Bitte so wie in den Niederlanden. Einmal das Konzept anschauen und genau so nachmachen. Man muss das nicht noch versuchen anders ist besser zu machen.

  14. So wie in Utrecht, Amsterdam, Haarlem? Bitte einmal in jeder Deutschen Großstadt am Hauptbahnhof. Die Bonner Version? Geldverschwendung. Für den Preis hätte man lieber 500 Fahrradbügel in der Stadt verteilen können – da kann man wenigstens an Orten parken zu denen man wirklich will.

  15. Abgesehen davon dass das hier mit App funktioniert… warum nicht einfach über die Kreditkarte identifizieren … Also an sich cool aber wenn man bedenkt, dass das Fahrradparkhaus in Tübingen für 6mio Euro 1000 Fahrräder beherbergt sieht man da schon Optimierungsbedarf. (Das hier kostet 1,3mio für 96 Stellplätze) Man könnte natürlich argumentieren dass bei fehlenden Platz sowas praktischer ist und dann halt mehr kostet… aber wenn man sich den hbf Frankenthal mal anschaut ist direkt am Bahnhof ein 4 stöckiges autoparkhaus direkt neben dem bhf + es sieht so aus als hätte man die normalen alten überdachten fahrradstellplätze abgerissen und statt dessen das Ding dahingestellt. Vielleicht sind wo anders Neue entstanden aber irgendwie hat es für mich einen komischen vibe.

  16. Für mich sind Fahrradparkhäuser oft wie normale Parkhäuser gedacht und das ist ein prinzipieller Denkfehler.

    Das Tolle am Fahrrad ist, dass ich direkt vor der Tür an jedem Laden anhalten kann (oder vor der Fußgängerzone).

    Fahrradparkhäuser, die nen Kilometer weg sind und wo ich dann ins Zentrum laufen muss, sind einfach Auto-Mindset.

    Nur an Bahnhöfen halte ich solche Parkhäuser für sinnvoll, weil Fahrräder da oft lange stehen, Diebstahlschutz und viele Plätze notwendig sind.

  17. Still-Dig-8824 on

    Ich hab mal Fahrradboxen in Wismar am Hafen genutzt. Ich fand die sehr praktisch (Strom und Licht) und preislich völlig okay. Würde ich wieder nutzen, falls es die irgendwo gibt.

  18. 1) Wie auf dem Bild zu sehen ist, 4 Leute vom Baudezernat der Stadt und ein Handwerker der irgendwas macht. Ist ja eigentlich kein Problem, aber das Ding muss dauerhaft von der Stadt finanziert und evtl. modernisiert werden. Ist evtl. ja kein Problem, kann aber auch auf irgendeiner Sparliste landen und ist schlimmstenfalls auch noch von der regierenden Kommunalpartei abhängig.

    2) Verkehrsgünstig gelegen->Große Nutzeranzahl->… …. ->preiswerte Monats- oder Jahresabos… da sind die 96 Plätze schnell weg. Auch theoretisch kein Problem… wenn man denn zu den 96 Glücklichen gehört.

    3) Bei viel Technik, kann auch viel kaputt gehen und der Verschleiß steigt. Wenn ich mir das Bild so ansehe, wenn man den ganzen grauen Bereich nutzen würde, würden mehr Fahrräder, ebenerdig oder auf 2 Etagen, drauf passen, irgendeine Zugangstür + Videoüberwachung und billiger wäre es evtl. auch noch. Sicher, so ein Fahrradturm ist um einiges schicker…

    4) Passen nicht aller Fahrräder rein. Okay, beim Fahrradständer vor Rewe passen auch nicht alle Räder rein. 😉 Ich kenne aber Massenparkplätze, da haben aller Räder mit Scheibenbremsen ein Problem, da einer der Haltebügel dagegen kommen kann, wenn man nicht aufpasst.

    Generell gut, aber der Teufel steckt im Detail.

  19. ich hab über 2 Jahre das Parkhaus am Bergisch Gladbacher Bhf benutzt und fand es sehr gut. Preise müsste ich nachschauen aber der Zugang war mit nem Chip und alle Stellplätze sind ebenerdig anfahrbar. Ich fand’s super praktisch. Hat vllt 1,5 Minuten länger gedauert, das Rad abzuholen/hinzubringen, als die 5 Bügel direkt neben den Gleisen

  20. DevelopersExpert on

    Da es in den Niederlanden und Dänemark super ins ÖPNV System integriert ist, immer her damit. Das Fahrrad ordentlich und trocken abstellen und dann mit der Bahn weiter. Würde sogar im Abo nutzen

  21. WebWithoutWalls on

    Ich verstehe durchaus die Probleme die andere hier beschreiben, und ich stimme dem auch zu.

    Aber wofür ich die einfach gut finde: teures Ebike sicher abstellen und auch mal nen paar Stündchen weggehen können ohne Angst haben zu müssen. So ein E-bike fängt schonmal bei kostengünstigen 3000€ an, da fällt es einem Schwer es aus dem Auge zu lassen. Wenn es jetzt hier so eine Radbox gibt, Dann kann ich auch ruhigen Gewissens von meinem Rad weggehen und den Tag geniessen.

    Ohne so ein Parkhaus, wenn ich länger von meinem Rad weg bin, dann schließe ich es immer mit meinem Kryptonite schloss ab, und denke mir schon: “Wenn es nacher weg ist, immerhin ist es versichert”.

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