Wieder ein Kind im Straßenverkehr ums Leben gekommen – das darf eigentlich nicht passieren. Aus Interesse habe ich für den Ort, an dem sich der Unfall ereignet hat, eine vergleichbare Verkehrssituation in den Niederlanden gefunden und mir die Unterschiede angesehen.

Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass in Deutschland eine gigantische Veränderung in der Verkehrsplanung nötig ist. Diese kann nur durch Druck seitens der Politik zustande kommen, auf die wiederum die Gesellschaft Druck ausüben muss. Geht zu Demonstrationen, schreibt Briefe an Politiker in eurer Gemeinde, eurem Bundesland und im Bundestag, denn so kann es wirklich nicht länger weitergehen.

by eenachtdrie

7 Comments

  1. Nö, wir schieben lieber Radfahrer auf die Straße, damit der Autoverkehr behindert wird. Vermeintlich führt das zu einer Verkehrsberuhigung, viele Autofahrer sehen hier aber eine gewollte Behinderung und spiegeln diese auf die Radfahrer, die für diese Situation eigentlich gar nichts können. Und am Ende ist es für alle für Mist.

    Die nächste drollige Idee ist halt Schitter auf Radwegen. Nur echt mit Wurzelverwertungen.

  2. (edit, hier stand erst was anderes)

    Die Lösung auf dem zweiten Bild finde ich aber nicht optimal. Dann fahren die Autos halt langsam ohne zu gucken über den Radweg, und ich fliege “nur” über die Motorhaube.

    Und irgendwie kann ich auch nicht nachvollziehen, wo der Radweg sein soll, auf dem das Kind gefahren ist. Oder ist es auf dem Gehweg gefahren?

  3. Capitaen_Proton on

    Ein zentrales Element fehlt in der Aufzählung in Bild 1. Die Einmündung ist so gestaltet, dass für das Abbiegen eine sehr enge Kurve gefahren werden muss, wass nur langsam geht und damit die Fahrzeuge auf der Fahrbahn effektiv stark runter bremst.

  4. Exact-Teacher8489 on

    Das ist doch auch irgendwie autoinfrastruktur. Halt bissi besser aber immernoch autoinfrastruktur die vom auto gedacht wird.

  5. Da habe ich heute morgen auf dem Rad noch drüber nachgedacht. Das Problem sind nicht per se Autofahrer oder Radfahrer, sondern einfach, dass sie sich eine Straße teilen müssen. Es wäre für ALLE so viel entspannter, wenn jeder sein eigenes Straßen- bzw. Wegenetz hätte. Das wäre nicht nur sicherer sondern man wäre auch schneller unterwegs (Keine Ampeln z.B., die sind für Radfahrer unnötig)

  6. Ich bin 3 km von der Grenze aufgewachsen.

    Die Niederlande sind ein komplett zersiedeltes, zugebautes Land. Radwege wie in deinem Post beschrieben gibt es übrigens nicht in den Zentren großer Städte, da wäre auch gar kein Platz für mehrere Meter Abstand zur Straße. 

    Ich finde den Hype um die Fahrradinfrastruktur der Niederlande und auch die ganzen Kreisverkehre wirklich übertrieben. Wie es dort gelöst ist ist eine so massive Platzverschwendung.

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