
Solches sei in der Schweiz geläufig, berichtet Christine Lehmann hier.
"Eine unverhältnismäßige Fahrweise wird der Radlerin oder dem Radler unterstellt, sobald es zu einem Sturz kam, dessen Folgen im Krankenhaus behandelt werden mussten."
Also wenn beim Radfahren eigene Fehler geschehen, z.B. Glatteis nicht gemeistert.
Strafe bis zu fünfhundert Franken.
Für Autofahrer gilt Ähnliches, Strafe bis zum Führerscheinentzug.
Ich weiss noch nicht, ob ich das gut finden soll oder absurd …
by NagoyaC
4 Comments
>Diese Fälle kommen zur Anzeige, wenn die Radfahrenden mit der Ambulanz ist Krankenhaus gefahren werden müssen.
Das is halt so beknackt, dann gehen Leute nicht mehr ins Krankenhaus weil se sich vorm Bußgeld fürchten und bekommen dann Langzeitschäden von nicht ordentlich untersuchten/verheilten Verletzungen (oder noch viel geiler, wenns an der Ambulanz liegt und nicht am KH ruf ich mir einfach nen Taxi und lass mich damit ins Krankenhaus bringen). Geiles Gesundheitssystem
Was passiert, wenn man auf glatteid zu Fuß unterwegs ist und stürzt?
auch strafe wegen unverhältnismäßigem fortbewegen?
… Dann wäre ich gegebenenfalls zu Fuß hingefallen, während ich aus Sicherheitsgründen gerade meim Fahrrad geschoben habe…?
Finde ich absurd. Es sind doch durchaus Unfälle vorstellbar, die ohne irgendjemandes Verschulden zustande kommen. Außerdem lässt sich das doch beliebig erweitern. Ich hätte ja wissen können, dass der Autofahrer mich der Erfahrung nach zu eng überholen wird, also bin ich wohl mitschuldig, denn ich hätte ja anhalten können, um den Irren durchzulassen? Soll ich das Reh als Zeugen und Verursacher angeben, das mir auf einem Waldweg vors Rad gelaufen ist und mich zum Sturz mit Verletzungsfolge gebracht hat, oder bin ich mitschuld, denn im Wald hätte ich Idiot ja schieben können, da gibts immerhin Viecher?
Klar ist es begründbar, dass purer Leichtsinn zu einem Bußgeld führen kann. Es ist aber auch begründbar, dass ein Generalverdacht eine Sauerei ist.
Wird das auch wirklich umgesetzt?
Ich hatte bis jetzt einmal einen selbstunfall welcher mich als “notfall” zum Arzt gebracht hat. Dort war das kein Thema, war aber auch “nur” der Dorfarzt und nicht ein Spital.