Mein härtestes Ultra-Cycling Abenteuer: 931 km durch Deutschland – solo, unsupported auf dem Rennrad.
Von der Ostsee bis zur Zugspitze: das Projekt Sea to Summit 2025.
🚴 Hier erfährst du, wie es mir auf der Tour ergangen ist, und was ich aus meinem Leiden gelernt habe.
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Mein Setup im Video:
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Moin ihr Lieben und herzlich willkommen zu diesem Video. Ich habe mir gedacht, ich mache mal zu meiner C2 Summit Ultra Tour so ein kleines Recap Video und ich gebe euch einfach mal ein ausführliches Fazit zu dem, wie es mir da gegangen ist, wie es mir ergangen ist und was ich da jetzt für Lehren drausgezogen habe, mich in eine solche Distanz auf dem Rennrad zu stürzen. Es kam ein paar Fragen von euch auch per E-Mail und es gab auch noch ein paar Fragen aus meinem vorherigen Ultra und das fassen wir jetzt einfach mal hier in diesem Video zusammen. Ich habe mir auch Mühe gegeben, das ganze hier sind so ein paar Punkte aufzuteilen, dass das Ganze ein bisschen strukturierter für euch ist und wir uns hier quasi durch diese Punkte durchhangeln. 20 Minuten, halbe Stunde, müsst ihr mir Zeit geben. Die dürft ihr gerne investieren. Vielleicht ist für euch ja was Interessantes dabei. Wichtig und das möchte ich anfangs jetzt noch mal sagen. Ich bin nicht das Maß aller Dinge, nur weil ich jetzt hier zwei, drei Ultradistanzen gefahren bin. Ich bin ganz am Anfang meiner Karriere, wenn man das so nennen möchte. Und ich kann euch jetzt hier nicht die zehn ultimativen Tipps zur Bewältigung von extrem langen Distanzen auf dem Rennrad geben. Ich kann euch nur sagen, wie ich es für mich selber regele, wie ich selber gut klar kommme auf dem Fahrrad mit dem Training, mit den Distanzen und so weiter. Ähm, ob das für euch was ist, müsst ihr selber entscheiden. Wenn ihr so ein bisschen mitnehmen könnt aus dem Video für euch als Tipps und als Tricks fürs mentale bewältigen, dann ist der Sache ja schon ja geholfen und ihr könnt auf jeden Fall mit etwas mehr Wissen hier rausgehen. Ähm, aber nagelt mich bitte nicht fest, ich bin jetzt hier wie gesagt nicht das Maß aller Dinge. Es gab Fragen zum Training und da muss man ganz ehrlich sagen, ja, man kann natürlich sich auf solche Events, auf solche Vorhaben mit einem strickten Trainingsplan vorbereiten. Man kann sich auch an einen strikten Ernährungsplan halten und man kann natürlich auch sich mental so auf sowas vorbereiten und gewisse Übungen machen, was weiß ich, mental sich dazu drauf vorzubereiten, autogenes Training oder Yoga oder was auch immer. Alle drei Dinge mache ich nicht, kann ich euch jetzt schon sagen. Ich habe keinen Trainingsplan, ich habe keinen Ernährungsplan und für den ganzen anderen Kram bleibt sowieso neben Alltag, Familie und Job keine Zeit für mich. Ähm, ich fahre einfach viel Fahrrad und mache das Ganze jetzt seit dreieinhalb vier Jahren, dass ich einfach ambitionierter an das Ding mit dem Fahrradfahren rangegangen bin. Vorher habe ich so eine Sportpause gehabt und hatte irgendwie keinen Bock auf Sport. ähm was man mir dann auch wieder schnell körperlich angesehen hat und zwischen 2014 bis 17 18 war ich sehr aktiv im Laufen, bin auch Marathon gelaufen und hatte dann einfach ja lange Zeit keinen Bock mehr. bin dann ja wieder zum Fahrradfahren gekommen, wie gesagt, und habe dann schnell gemerkt, ja, das ist ziemlich cool und auch wenn man weit und lange fährt, ist es viel cooler als ständig irgendwelche Rennen zu fahren. Also wie beim Laufen auch, ich bin eher derjenige, der lange unterwegs ist, anstatt dass er irgendwie ja um die Bestzeiten kämpft. Und ähm trainingsmäßig kann man sich auf sowas natürlich gut vorbereiten, aber lange Distanzen kann man nicht zwei, dreimal die Woche fahren. Insofern fahre ich einfach viel Fahrrad, aber auch zu sehr ungewöhnlichen Tages und Nachtzeiten vor der Arbeit, hin zur Arbeit, nach der Arbeit oder auch nachts irgendwie auf der Rolle im Keller bei Swift, um einfach ein bisschen Bewegung in die Beine reinzukriegen. Ähm, aber dass ich jetzt wirklich einen Plan habe, den ich ab und strukturiert dem ganzen Plan folge, ähm das wird gar nicht bei mir funktionieren und ich denke, bei den meisten funktioniert das nicht, dass man einfach strickt von äh montags bis samstags sein Ding durchzieht. Hut ab vor dem, der es kann. Ich kann es nicht aus verschiedenen Gründen und auch essensmäßig. Ähm ja, ich hätte natürlich auch die Möglichkeit, mich einem super strukturierten Essensplan zu widmen und das auch dann so umzusetzen. Auch das wäre noch mal eine Stellschraube, die mich vielleicht noch mal am Berg 2, 3 4 Watt schneller machen würde. Kann ich aber nicht. Ich esse das, was ich will. Ich esse das, auf was ich Bock habe und dann auch in Mengen, bis ich satt bin und darüber hinaus. Vielleicht auch mal ein bisschen ungesund. Ich achte natürlich darauf, dass ich jetzt nicht dreimal die Woche zu McDonald’s fahre. Da bin ich schon so ein bisschen sensibilisiert, aber ich geißel mich da jetzt auch nicht so. Und am Wochenende, da gibt’s auch mal ein paar Bierchen und da knalle ich mir auch gerne mal ein Kopf, aber alles irgendwie so im Rahmen und wenn ich weiß, ich fahre nächstes Wochenende mit dem Fahrrad ähm an die Zuspitze, dann muss ich mich nicht unbedingt eine Woche vorher noch komplett belacken. Ähm, liegt natürlich auf der Hand, dass man das nicht tut, aber einen großartigen Verzicht übe ich nicht und ich damit komme ich eigentlich ganz gut zurecht, denn ich habe so eine schöne Balance zwischen ja dem ganzen Vergnügen und dem ganzen Radfahren, was auch nicht immer das Vergnügen ist. Wenn man ehrlich gesagt so weit fährt, dann ist das nicht immer toll. Das komme ich aber gleich noch drauf zu sprechen. Ähm, aber macht euch da nicht verrückt, fahrt einfach viel Fahrrad, legt einfach los, geht raus und probiert euch aus. Geht an eure Grenzen, geht immer ein bisschen drüber hinaus, gibt euch die Zeit, die ihr braucht, macht euch nicht kaputt und habt einfach Spaß dabei. Mehr gibt’s da einfach nicht zu sagen. Äh und wenn er zum Schluss Bock auf eine Salami Pizze habt, dann esst er eine und wenn er Bock auf noch eine habt, dann kann er das auch tun. Ähm, da sehe ich nicht das Problem drin. Das Problem ist eher, dass man sich viel zu sehr verkopft und am Ende des Tages einfach auf dem Sofa sitzen bleibt und in der Planung irgendwie stecken bleibt und sich sagt, das schaffe ich doch sowieso nicht. Jeder kann das alles schaffen. Man muss einfach nur anfangen mit der Sache. Und das ist auch schon so ein mentaler Trick. Man muss einfach im Kopf auch bereit sein, solche Distanzen überwältigen zu können bzw. bewältigen zu können. Ich helfe mir da ganz oft mit Musik, mit Podcasts und auch mit Selbstgesprächen in die Kamera, denn das ist mein Vorteil. Ich mache für euch ja die Videos und spreche ganz viel in die GoPro rein. Viele Dinge tauchen nachher gar nicht auf dem Video auf, aber das sind auch einfach für mich noch mal so kleine Bausteine, die mental äh mich weiterbringen, die mich ablenken von dem, was ich da eigentlich gerade tue, nämlich ziemlich weit Fahrrad zu fahren. Ähm, ich denke auch immer in so kleinen Etappen und versuche immer mir auszurechnen, wie viel habe ich denn jetzt noch zu fahren? Okay, das sind noch 80 km, das entspricht jetzt bei mir z.B. vier Fahrten zur Arbeit. Das ist dann auch immer so eine Hausnummer, die ich dann ja viel besser bildlich in meinem Kopf darstellen kann und so erscheinen 80 km dann auch gar nicht mehr so weit. Das was ich z.B. nicht tue, ist in Restdistanz zu denken. Wenn ich weiß, ich habe noch 530 km zu fahren beispielsweise, dann versuche ich diese Zahl so gut es geht zu verdrängen. Ähm, das gelingt mir nicht immer, das hat man vielleicht im Video auch gesehen. Ähm, aber wenn man diese ganzen kleinen mentalen Bausteine so aneinander reiht, dann bekommt man halt, ja, ich will das Wort jetzt gar nicht so genau sagen, aber dann bekommt man so ein Mindset dafür, um sich auf sowas vorzubereiten. Und je öfter man diese Situationen durchlebt, je öfter man an seine Grenzen kommt, desto dicker wird auch das Fell, das Ganze auszuhalten und zu ertragen. Denn machen wir uns nichts vor, egal, was euch andere erzählen, irgendwann wird es langweilig auf dem Fahrrad, spätestens nach 400, 500, 600 km, da kann noch die geilste Landschaft an euch vorbeiziehen. Es wird irgendwann einen Kampf gegen euch selbst und gegen euren Kopf. Dazu kommen noch die ganzen körperlichen Dinge, aber das ist was anderes. Ich glaube, wenn man wenn man sich so ein bisschen darauf vorbereitet und weiß um was auf einen zukommt, dann reagiert man auf diese auf diese Grenzerfahrung dann doch ein bisschen anders. Und wie gesagt, mit diesen ganzen Mentaltricks kommt man doch am Ende des Tages dann schon weiter und stellt plötzlich fest, ja, jetzt habe ich mir gerade den siebten Podcast angehört und das sechste Hörspiel von Honey und Nani und bin plötzlich schon 200 km weitergekommen, ohne dass ich großartig über meinen Leiden nachgedacht habe. Ich hatte am Anfang ja noch ein Setup Video gemacht, also bevor ich losgefahren bin. Und jetzt gucken wir uns mal an, ob das alles cool war, was ich mit hatte oder ob ich die Hälfte davon nicht gebraucht habe. Also, ich kann direkt einleiten schon sagen, Setup war zu 90 95% perfekt, bis auf drei Dinge, die ich ändern würde. Fangen wir mal direkt an mit dem Essen. Ich hatte wieder viel zu viel dabei. Das heißt, beim nächsten Mal Riegel und auch Gels bleiben konsequent zu Hause. Da gibt es nur ein Notpaket, glaube ich, so mit drei Riegeln und drei Gels und mehr nicht. Und dann könnt ihr mich gerne drauf festnageln. Beim nächsten Mal gibt’s es einfach nicht. Das nimmt einfach zu viel Platz in Anspruch und auch zu viel Gewicht in Anspruch. Das brauche ich nicht. Es gibt hier zumindest da, wo ich unterwegs bin, immer genug Möglichkeiten, sich irgendwie irgendwo äh zu versorgen, zu verpflegen. Also, da brauche ich nicht, den Panikmodus äh anzuschmeißen und mich da irgendwie mit zu viel Sachen auszurüsten. Die zweite Sache ist auch noch eine ganz wichtige Sache. Ihr habt’s gesehen, ich hatte den Rucksack dabei, also den Trinkrucksack mit so ein paar Utensilien auch noch drin und voll beladen war der Rucksack, denke ich mal, so bei 2 kg und das war auch am Anfang überhaupt gar kein Problem, aber so nach 500, 600 km hat das Ding einfach gestört. Es hat dann auch mit dem ganzen Schweiß zu tun gehabt. Es hat ihr eingeschnitten an den Schultern, es hat gerieben, es war einfach nicht mehr schön. Und deswegen möchte ich diesen Rucksack beim nächsten Mal unbedingt zu Hause lassen. Ich möchte frei sein auf dem Rücken. Ich möchte mir dieses Gewicht sparen, was ja eigentlich dann noch mal zusätzlich meinen Po in den Sattel reindrückt mit ja anderthalb 2 kg mehr. Ähm und das möchte ich mir einfach ersparen. Wohlwissend, dass ich dann natürlich öfter anhalten muss, um mir irgendwo an der Tanke was zu trinken zu holen, aber das nehme ich gerne in Kauf, solange dieses Ding einfach zu Hause bleibt beim nächsten Mal. Die dritte Sache ist meine Spannungsversorgung auf dem Fahrrad. Ich hatte drei Powerbanks mit. Eine bleibt beim nächsten Mal auf jeden Fall zu Hause, weil dann werde ich ein neues Rücklicht haben. Meins war ja aktuell kaputt und hat nur funktioniert mit dieser externen Powerbank. Also die eine Powerbank, die bleibt schon mal zu Hause. Dann ha ich ja zwei Powerbank mit. einmal diese Insta Powerbank und noch mal diese große Powerbank, die dann halt zuständig war für Handy, Garmin und so weiter. Ähm, da hätte ich gerne ein anderes Konzept. Vielleicht gibt’s da leichtere, kleinere, wie auch immer, ähm man das lösen kann. Da muss ich noch mal ein bisschen in mich gehen und noch mal ein bisschen planen und gucken, was da äh diverse Onlinehändler im Angebot haben. Alternativ steht auch noch immer das Thema Narbendynamo im Raum. Allerdings ist das noch mal eine große Kostenfrage. Ich weiß nicht genau, was das kostet, aber ein billiges Thema ist es auf jeden Fall nicht. Das wäre natürlich super geil. Dann könnte man sich so eine kleine Puffer Powerbank irgendwo reinlegen und der ganze andere Kram würde keinen mehr interessieren. Selbst das Licht wäre dann kein Thema mehr. Also, da bin ich noch nicht ganz mit zu Ende mit der Planung. Auf jeden Fall Spannungsversorgung wird beim nächsten Mal auch noch mal angegriffen. Das waren die drei Dinge, die mir ja im Nachhinein jetzt nicht so gepasst haben bei meinem Setup, aber alles andere war wirklich on point. Das hat alles funktioniert. Ich habe alles gebraucht, was dabei war. Das Werkzeug zwar nicht, aber das ist einfach so ein Punkt, den da bin ich der Meinung, das sollte man dabei haben. Klamotten habe ich alle gebraucht und auch das Schlafsetup war für mich genau passend für den Sommer. Also, das war ein Top Sommersetup, was ich mir da zusammengestellt habe und so würde ich jederzeit wieder auf Tour gehen. Das Bike, da hatte ich ja bis jetzt noch nichts zu gesagt. Ihr habt’s vielleicht aber schon gesehen. Das ist ein Canyon Android Race äh SLX8 Aerous aus dem Jahr 2024. Und dieses Bike ist bis auf eine Sache und ich weiß, da wiederhole ich mich immer, bis auf eine Sache ist das Ding perfekt. Aber diese eine Sache ist so gravierend, dass ich sagen würde, dieses Bike würde ich mir für diese Distanzen nie wieder zulegen, denn ich kann keinen Aerofleger montieren an dem Cockpit. Das ist schlichtweg nicht möglich. Canyon hat zwar ein Endurance Rennrad auf den Markt gebracht, was über jeden Zweifel haben super geil funktioniert und performt, aber du kannst an dieses Bike, mit dem du eigentlich auf langen Distanzen unterwegs ist, kein Aeroleger montieren, weil es einfach das Cockpit nicht zulässt. Das 2025er Modell, das kann es. Da hat Canyon Schein ein bisschen länger nachgedacht und äh ist da mal ein bisschen in sich gegangen und ihr da gibt’s eine Lösung. Und auch bei den Gravel Bikes, da gibt’s das aber nicht bei diesem gottverdammten 2024er Modell. Ich habe auch schon mit Canyon telefoniert, geschrieben, ich weiß nicht, ob sie mich nicht verstehen, was ich von Ihnen will. Ich wäre auch bereit, das ganze den ganzen Steuersatz umzubauen, aber irgendwie funktioniert das offensichtlich nicht. Drittanbieter kommen da auch nicht in Frage, weil da oben halt den Carbonlenker mit so einer Pressung irgendwie ja da irgendwas dran zu bauen halte ich persönlich für sehr fragwürdig, weil ja Carbon doch ein sehr ja, wenn auch robust, aber sehr filigraner Werkstoff ist und am Lenker möchte ich da nicht irgendwie was außerhalb der Garantie rumbasteln. Aber wie gesagt, das ist leider ein so großer Punkt, dass ich sage, beim nächsten Mal wird es auf jeden Fall kein Bike, dass so ein Auflieger nicht montiert, wo so ein Auflieger nicht montiert werden kann. Die Marke spielt dabei gar keine Rolle. Also Canyon, ihr habt da ein super Bike gebaut und das ist super qualitativ hochwertig und über jeden Zweifel haben. Also ich will euch da so nicht an Karren pissen, aber da hätte dir vielleicht mal ein bisschen mehr drüber nachdenken sollen, dass auch 2024 schon Leute mit einem Auflieger fahren, weil heute ein paar Wochen nach dieser Tour kribbeln mir noch immer die Fingerkuppen, äh weil ich nachher so immense Probleme bekommen habe mit den Fingern und da wäre einfach diese Position goldwert gewesen. Und ich bin mir nicht sicher, ich warte natürlich jetzt nicht bis zum Ende des Leasings, bis ich dann den nächsten Ultra starte, mit welchem Bike ich beim nächsten Mal fahre. Ich habe noch ein super altes Rennrad im Keller stehen, was eigentlich auf der Rolle steht. Ähm, aber das halt einfach nur so ein ja, so ein Rundenlenker und da kann man halt so ein Wald und Wiesenauflieger montieren. Wahrscheinlich fahre ich eher mit dem, als mich noch mal so lange auf das Canyon zu setzen, sage ich jetzt, weil das echt ein Ding ist, was ja, ihr merkt es selber nicht in meinen Kopf rein will. Falls euch da was auffällt, einfällt, wie auch immer, schreibt’s gerne in die Kommentare. Vielleicht kennt ihr auch einen bei Canyon, der auf der letzten Weihnachtsfeier mit dem Chef irgendwo hinterm Vorhang verschwunden ist. Und egal, vielleicht äh kriegen wir ja irgendwie noch eine Losung zusammengestreckt. Auf jeden Fall ist es leider ein Ding, was nicht cool finde. Noch mal zurück zur Tour an sich. Sicherlich habt ihr auch bemerkt, dass ich sehr gelitten habe, aber es gab auch immer wieder ganz besondere Momente. Das heißt, es gab Highlights und es gab wirkliche Low Lights auf der Tour. Fangen wir mal an mit diesen Lows, also Momenten, in denen ich echt gedacht habe, ich steig gleich ab und leg mich wein in die Ecke. Wir hatten da die Hitze, wir hatten die Bundesstraßen und wir hatten den Verkehr. Das waren die drei Dinge, die als allererstes wirklich mich richtig richtig genervt haben. Äh steckt man im Endeffekt nicht drin. Auch das ganze Routing mit Commute, das hätte ich alles vielleicht noch mehr perfektionieren können, aber im Endeffekt landet man irgendwo immer auf einer Bundesstraße. Ähm und eine Sache alleine, also Verkehr oder Hitze wäre vielleicht nicht so schlimm gewesen, aber alles zusammen und das nach der Distanz, das hat mich einfach so massiv gestört, so massiv gestresst, dass mich das eigentlich viel mehr erschöpft hat, als das eigentliche Fahrradfahren. Also, das hätte ich mir gerne wirklich erspart, aber es ging in dem Moment nicht anders. Aber da habe ich echt gekämpft. Eine andere Sache, die nicht so toll war, war die Müdigkeit. Das habe ich komplett unterschätzt. Da bin ich ganz ehrlich zu euch. Ich hätte nie gedacht, dass ich so müde werde. Ich bin auf dem Fahrrad eingeschlafen während des Fahrens, also das war schon mehr als Sekunden Schlaf und wirklich sehr, sehr riskant, wenn ich das jetzt sehe, was ich da teilweise und ich habe es nicht ins Video geschnitten, in die Kamera gelallt habe wie ein Besoffener. Ich weiß gar nicht, ob das so Ja, das funktioniert. Hübsch, wenn man von unten so in die Nase reinguckt. Aber sonst ja, Sonnenaufgang, ne? Weiß ja. Ey, ich kann doch nicht mehr reden. Lall Ja, wie ein besoffener. Ähm, da muss ich ganz ehrlich sagen, Leute, macht das nicht zu Hause nach. Das ist kein gutes Beispiel, was ich da bin. Ähm, ich habe dann immer wieder Powernaps gemacht, habe dadurch sehr viel Zeit verloren und das ist einfach nicht gut gewesen. Ähm, ich habe so viel auch Quatsch gedacht. Ich habe mich verfahren in Augsburg. Zumindest habe ich gedacht, ich hätte mich verfahren und wä zurückgefahren nach Nürnberg. Habe völlig fantasiert. Eben in Augsburg habe ich kurz Panik gehabt, äh dass ich zurückgefahren bin nach Nürnberg, weil da alles so nach Nürnberg aussah. Ähm solche Dinge, die einfach passieren im Kopf. Also Wahnsinn, was da in einem vorgeht nach so einer Distanz. Das ganze hat angefangen so ab 600 km. Da ging echt der Kampf so richtig richtig los. So, es sind noch 300 km zu fahren und ich hänge gerade echt in der Luft. Boah, Junge, Junge, Junge. Ich kann mich gerade an nichts an nichts erfreuen. Ich bin echt kurz vom Aufgeben. Ich sag’s euch ganz ehrlich, wie es ist. Aber jetzt kommen wir mal zu den schönen Dingen, denn die gibt’s natürlich auch zu genüge auf dieser Tour. Und das erste, was mir da einfach einfällt, das war genau nach dieser Nacht, will ich es mal sagen, wo einfach die Müdigkeit mich so übermannt hat, wo ich so aufgehitzt war vom Tag und so gestresst. Ja, auch eigentlich noch, aber als dann erstens das Frühstück an der Tanke kam in Bayern, womit ich gar nicht gerechnet habe, weil das ein Feiertag war und das war wirklich ein richtig geiles Frühstück. Ich ich verlinke euch mal die Raststätte hier unten, also die hat’s mehr als verdient und als ich dann weitergefahren bin, satt und mit Kaffee gestärkt, kam hinter so einem kleinen Knick die Berge in Sicht. Und ich sehe die Berge, Leute. Ihr werdet sie nicht sehen. Auf der GoPro kommt das nicht rüber. Vielleicht kriege ich es gleich noch mal mit dem iPhone angefangen. Aber Berge, Berge. Oh, es wird warm. Die Berge sind da, der Magen ist voll. Ich bin glücklich. Es war einfach so ein emotionaler Moment, als ich die Berge gesehen habe, da wusste ich, ich habe es geschafft. Es war in dem Moment auch völlig egal, wie weit ich noch zu fahren habe. In dem Moment war einfach hinter diesem ganzen Projekt ein Haken und es fiel wirklich eine Last von mir ab. Ähm und das hat mich in dem gleichen Moment auch noch mal beflügelt, so dass ich dann einfach weiterfahren konnte und die ganzen Leiden auf einmal vergessen waren. Also man kann es wirklich mit Worten sehr schwer beschreiben, aber das war wirklich so ein Schlüsselmoment, so ein Meilenstein am Horizont und es war noch wirklich weit weg. Man sieht’s auf der Kamera kaum, aber ich habe die Berge gesehen und war der glücklichste Mensch der Welt. Zweites Highlight dann an der Leusach vorbei. Quasi die Zielgerade. Dieser Weg bestehend aus Gravel und Asphaltpassagen, den ich schon immer mal fahren wollte, wo ich schon ganz oft irgendwie parallel auf der Bundesstraße mit dem Auto gefahren bin. Das war für mich einfach so ein ganz spezieller Moment, das zu genießen, Richtung Ziel zu fahren. Und das kommt einfach immer näher, die die Berge, man sieht immer mehr Details von den von diesen riesen Dingern, die auf einen zukommen. Es war einfach grandios einfach man hat einfach so eine Genusszeit gehabt über sehr sehr viele Kilometer das ganze zu genießen. Mir tat in dem Moment auch nichts mehr weh. Ähm ich war auch nicht mehr müde. Mir war die Hitze auch vollkommen egal. Ich war einfach nur noch im Genießermodus drin und dann ja klar die Zieleinfahrt an der Skisprungschanze. Manu und Erik haben auf mich gewartet bei perfekter Kulisse. Das war wirklich einer der emotionalsten Momente, die ich seit langem da erlebt habe, ähm wirklich so empfangen zu werden und es endlich geschafft zu haben, diese verrückte Zahl hinter mich gebracht zu haben. Da war mir auch egal, dass ich eigentlich meinen Zeitplan nicht mehr eingehalten hatte. Ich hatte es da endlich geschafft und war auch froh, das Fahrrad in die Ecke stellen zu können und erstmal ein paar Tage nicht zu fahren. Ähm, aber das war wirklich das schönste Erlebnis seit langem wirklich, wenn man so eine Tour abschließt, wenn man wirklich auch merkt, die Vorbereitung, alles hat sich gelohnt, alles was man vorher investiert hat an Zeit, ja, auch an Geld, zahlt sich plötzlich aus. Wunderbar. Es hat einfach nur Spaß gemacht. Zwei Tage war ich wirklich gut erschöpft, kann man sagen, und ich habe es auch genossen, wirklich nicht mehr übers Fahrradfahren nachzudenken. Wir haben dann noch ein bisschen den Rückweg gefeiert, wieder nach Hause, sind noch ein paar Stationen angefahren innerhalb von Deutschland und als ich dann zwei Tage später wieder zu Hause war, hatte ich auch schon wieder Bock Fahrrad zu fahren. Also alles cool. Und das ist natürlich auch der beste Aufhänger für das, was jetzt kommt, nämlich der Ausblick auf 2026. Ich hatte es in einem vorherigen Video schon mal angesprochen. Erstens, ich will mein eigenes Race Across Germany fahren. Da können wir jetzt einen Haken hintermachen. Das habe ich jetzt gemacht. Dann habe ich gesagt, ich würde auch gerne das offizielle Race Across Germany fahren. Ähm, das findet 2026 statt, irgendwann Anfang Juli, glaube ich, auf jeden Fall irgendwann im Juli. Und dann habe ich auch gesagt, ich würde gerne das Peaks and Planes mitfahren. Und ähm beides sind Events, für die man sich, ich glaube jetzt bald schon anmelden sollte, damit man da auch einen Startplatz bekommt. Was aber so viel heißt gerade beim Braace Accross Germany, ich muss mich jetzt für ein Jahr festlegen. Ich melde mich jetzt an, nimm jetzt die Anmeldegebühr in die Hand und fahre erst in einem Jahr. Und das ja, das fühle ich irgendwie noch nicht so ganz. Ich habe das jetzt einmal gemacht und ich weiß, dass es hart ist und es macht aber auch super viel Bock. Ähm, ich wollte das ganze offiziell, also das offizielle Race Across Germany supported fahren. Das heißt, ich hatte auch schon so ein bisschen Team auf die Beine gestellt oder zumindest Leute, die verrückt genug waren, mich dazu begleiten. Aber es ist mir einfach gerade auch zu viel Geld. ähm, dass ich in die Hand nehmen müsste, um mich dort jetzt anzumelden verpflichtend. Ähm, das Budget fürs Radfahren ist leider gerade so ein bisschen erschöpft, muss man ganz ehrlich sagen. Ähm, sodass ich mich da einfach noch gar nicht so ja so so verpflichten möchte, das dann nächstes Jahr in Angriff zu nehmen. Aber natürlich geht’s weiter auf dem Kanal und ich habe natürlich auch noch nicht das Razer Cross Germany und das Peaks and Planes abgehakt, aber wie gesagt, das ist irgendwie so ein bisschen in der Prioliste nach hinten gerutscht. auch im Hinblick darauf, dass ich jetzt aus Creator Sicht, komisches Wort, denke und sage, ja, ich möchte das für euch ja dokumentieren. Und erstens gibt es über das Peaks andet Planes und über das Razercross Germany unzählige Videos, die alle wirklich super cool sind und die ich mir auch super gerne angucke, mehrmals sogar, aber ich denke, warum soll ich jetzt der Hunderte sein, der das macht, der es dokumentiert und man muss ganz ehrlich, man fährt auch sehr viel durch die Nacht. Das heißt, das macht das aus filmerischer Sicht auch ziemlich schwer, da irgendwie coole Bilder hinzukriegen. Ähm, also glaube ich, ist das eher nicht so attraktiv. Aber und jetzt kommt’s, ich habe was vor, das kann ich euch noch nicht jetzt hier komplett droppen. Das wird alles in den Schatten stellen, was ihr bis jetzt von mir gesehen habt. Das Razer Cross Germany, das Peaks and Planes. Vergesst das alles, weil wenn ich das fahre, dann wird’s wirklich richtig geil. nicht nur anstrengend, sondern geil auch fürs Auge. Das werden Bilder sein, die gibt es so auf YouTube noch nicht, jedenfalls nicht zusammenhängend. So, wie gesagt, ich möchte euch auch nicht da viel verraten. Es ist auf jeden Fall etwas, auf das ich mich noch ein bisschen mehr vorbereiten muss, als das, was ich jetzt so gerade in den Beinen habe. Das heißt, für mich geht’s jetzt erstmal Richtung Winter, Richtung Keller auf die Rolle. auch wenn ich mich da nicht in Trainingsplänen sehe, wie am Anfang gesagt, muss ich wohl oder übel das ein oder andere Workout dabei Swift mal runterkobeln, um mich auf das vorzubereiten, was da kommt. Sollte natürlich sich da irgendwas Neues ergeben, sollte das irgendwann spruchreif sein, dann werdet ihr das natürlich hier als erster erfahren. Deswegen abonniert schon mal jetzt den Kanal, damit ihr immer up to date seid. Ihr wisst, wenn ich mir was in Kopf gesetzt habe und das ist definitiv so, dann ziehe ich das auch durch. Also könnt ihr euch auf jeden Fall schon mal in einem Jahr auf ein super geiles Ultra Event freuen. Bis dahin soll natürlich auch noch was passieren hier auf dem Kanal. Ich will mich ja jetzt nicht zur Ruhe setzen und da seid ihr gefragt. Was möchtet ihr sehen? Möchtet ihr mich auf kleinen Touren begleiten? Darf ich euch mitnehmen? Auf große Touren? Ab was oder ab welcher Distanz habt ihr einfach Bock mir zuzugucken? Möchtet ihr auch mal beim Training im Keller dabei sein? Was möchtet ihr sehen? Wie kann ich euch weiterhelfen? euch unterhalten und euch einfach bei Laune halten. Schreibt’s mir gerne in die Kommentare rein. Ich richte mich da gerne nach euch. Ich bin da offen für fast alles. Fragen, Anregungen, Tipps in die Kommentare liken, abonnieren. Ihr kennt das ganze Spiel. Jetzt kommt demnächst noch mal ein kleines Video über eine 100 km Tour, die ich jetzt vor kurzem gemacht habe. Und dann seid ihr am Drücker. Lasst es mich wissen. Wir sehen uns bei der nächsten Tour. Bis dann, tschüss.
5 Comments
Dann fahr „DAS“ (was Du ja noch nicht verrätst). Fänd ich gerade viel geiler.
Wir finden das „noch Unbekannte-Projekt“ und auch den Weg dahin viel viel spannender. Aber eigentlich muss es nur dir gefallen und niemand anderen. Wir, die nur zusehen, sind doch nur „Konsumenten“.
VG
Caro & Justin
Wenn du was "Neues" suchst, schau dir das ASA-Epic an 🙂 Bin das dieses Jahr gefahren (im Bikepacking Modus) schöne Landschaft, gut knackige Höhenmeter und du hast mehrere Tage Zeit -> man kann auch die Nacht schlafen.
Bin letztes Wochenende das RockHead gefahren. 320 km/knapp 5.000 Höhenmeter überwiegend Gravel in der Sächsischen Schweiz/ im Osterzgebirge. Traumhafte Landschaften,wenig Leute, schöne beschauliche Dörfer,überwiegend mitten in der Natur. Sehr empfehlenswert.
Für mich sehr wertvolles Video, danke dafür. Bin auf dein neues Projekt gespannt!!