163,5 Kilometer stehen bei der 3. Etappe der Tour de France Femmes auf dem Programm. Auf dem Weg zum Ziel warten eine Berg- und eine Sprintwertung auf das Feld. Auf das Finale in Angers steuern vier Ausreißerinnen mit knappem Vorsprung auf das Hauptfeld zu – schaffen sie es, ihren Vorsprung zu retten oder wird die Etappe im Massensprint entschieden
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Glückwünsche in großer Zahl für die neue Frau in gelb bei der Tour de Francef Kimberleur P hat das begehrte Maoon nach der zweiten Etappe dank der besseren Platzziffern übernommen von Marianne Foss und genießt das offensichtlich sehr. Heute geht es für die Frau aus Mauritius und alle übrigen von Laassi nach Anger. 163 km, also ziemlich lang diese Etappe, dafür aber fast ohne topographische Schwierigkeiten. Nur eine Bergwertung der einfachsten Kategorie. Schon kurz nach dem Start kann sich ein Quartett absetzen vom großen Feld. Gleich drei nationale Meisterinnen sind dabei. Die von Spanien, die von Kanada und die von Chile. Dazu die Französin Latinie. Denen gewährt das Peleton einen Vorsprung von etwa dreieinhalb Minuten, also deutlich mehr als bei der gerade zu Ende gegangenen Männertour, zumeist auf Sprintetappen. Das Tempo wird kontrolliert durch die SD Worksmannschaft aus gutem Grund, denn in deren Reihen führt die große Favoritin des Tages Lorena Wiebes im Trikot der Europameisterin ein wenig verdeckt, die wohl schnellste Frau aktuell auf der Welt. Deswegen rückt beim Team sogar die Weltmeisterin mal in die Rolle einer Wasserträgerin Lotte Kopeki, die Belgierin. Die prominentesten in der Ausreißergruppen, das sind Sarah Martin in Weiß aus der Movistar Mannschaft und Alison Jackson von EF Education Oley. Die hat immerhin schon mal Paris Robé gewonnen. Die beiden übrigen Mitglieder des Quartetts warten noch auf ihren ersten internationalen Profisieg. Noch 67 km ihr Vorsprung, immer noch 3 Minuten. Die Frau in gelb ja lange in ihrer Karriere auf dem Mountainbike erfolgreich. Straßenrennen fährt Kimber Le Kurt Pier eigentlich erst seit anderthalb Jahren mit voller Konzentration und darf sich trotzdem schon Lüttig Baston Lüttigsiegerin nennen. Sie und ihre Mannschaft haben rein gar nichts gegen die Tempoarbeit von SD Works einzuwenden, spart nämlich die eigene Energie. Auch am dritten Tourtag der Frauen großer Zuspruch am Streckenrand und große Kulisse ebenfalls an selbigem. Bauliche Hingucker garantiert auf der heutigen Etape. Sie führt ja in grober Richtung Loatal. Richtig viel Arbeit gibt’s unterwegs für Weltmeisterin Lotte Kopeki. Die ehemalige Tour Gesamt zweite wird ja zuletzt unter Rückenproblemen und stellt eigene Ambitionen. Deswegen offensichtlich gerade komplett zurück. Den ungewohnten Job erledigt Kopeki jedenfalls mit Liebe und Hingabe. Auch wenn dieser Applaus, diese Begeisterung nicht unbedingt der Weltmeisterin persönlich gilt, verdient hätte sie ihn. Zwischensprint für die Ausreißerinnen 40 km vor Anger. Das Spitzenquartett rollt unter Führung von Alison Jackson einfach nur durch. Kein Kampf um die Punkte, dafür zumindest zarter Glaube an einen möglichen Etappensieg. Im Hauptfeld zeichnet sich ein Duell ab für die Punkte zwischen Europameisterin Lorena Wiebes in Weiß und Marianne Foss in grün. Mit klarem Ausgang zugunsten von Lorena Wiebes. Alle beide aber sind sie Kandidaten für einen heutigen Etappensieg. Wenig später gibt’s einen ziemlich schmerzhaften Moment unter Beteiligung der begleitenden Motorradamen. Als die gerade am Feld vorbeifahren, kommt es offensichtlich zu einem Kontakt. Mehrere Fahrerinnen landen mal auf dem Asphalt. Zum Glück geht’s für alle Sturzopfer weiter. Noch etwas mehr als 20 km die Ausreißerinnen spüren gefühlt bereits den Atem des verfolgenden Feldes im Nacken. Innerhalb von kurzer Zeit sinkt der Abstand auf weniger als eine Minute. Es geht über die Mayen in Richtung Angi. Die Anspannung im Feld steigt in Erwartung der wahrscheinlichen Sprintentscheidung. Gleichermaßen sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass es einen zweiten Ausreißererfolg nacheinander gibt. Noch 12 km das Spitzenquartiert bereits im Sichtfeld des Pilotons. Doch aufgeben geht nicht aus Sicht der Ausreißerinne. Attacke Sarah Martin, aber die spanische Meisterin schafft es nicht die Kolleginnen abzuhängen. Mit der Einigkeit ist es jetzt aber erkennbar vorbei vorne. 60 Sekunden später nächster Antritt. die kanadische Titelträgerin Alison Jackson. Doch weiter bleibt zumindest ein Trio beieinander. Eine nationale Meisterin fehlte ja noch bei den Attacken Katalina Anaisoto und die Chilenin hat ein bisschen mehr Erfolg. Allerdings ist der Erfolg in diesem Fall relativ, denn direkt dahinter rollt bereits das große Feld unerbittlich heran. Vielleicht doch wieder zusammenarbeiten vorne. Könnte schlau sein, ist aber längst zu spät, diese Idee erfolgversprechend umzusetzen. 6 km vor Ang werden die Ausreißerinnen endgültig geschluckt. Alle konzentrieren sich ab hier auf einen Massensprint. Doch zuvor gibt’s einen großen Schockmoment. Ein heftiger Sturz. Zahlreiche Fahrerinnen betroffen. Am Boden liegt Ex-Weltmeisterin Elisa Balsamo aus der Lidl Trackmannschaft. ebenfalls auf den Asphalt geknallt. Eine der großen Favoritinnen auf den Gesamtsieg, Demy Wollering. Ihr Pech wiederholt sich. Bereits 2024 war die Niederländerin vor einer Sprintentscheidung bei der Tour zu Fall gekommen. Ausgelöst wird das Ganze durch einen unfreiwillig der Räder von Elisabalsame und einer vorherfahrenden. Für Demy Wollering geht es zumindest weiter unterstützt von zwei Teamkolleginnen. Ist natürlich ein ganz anderer Sprint jetzt, weil diese Gruppe viel kleiner ist, weil die Anfahrerinnen fehlen. Wir sehen dann natürlich das sich entwickelnde Duell zwischen Wiebes und Marian Foss. Grünes Trikot, grüner Helm. Sie sucht natürlich das Hinterrad der großen Favoriten entlang der Mayen. Wir sind gleich beim letzten Kilometer. Hier noch mal so eine kleine Welle nach oben. Nichts im Vergleich zu den letzten beiden Tagen, das ist klar schon gar nicht im Vergleich zum Auftakt zur ersten Etappe. Jetzt aber kommen noch einmal Kurven. Wir sind noch nicht auf einer Zielgeraten. Das kommt jetzt natürlich so traurig. Es ist dieser Gruppe entgegen. Es ist kein großes Feld mehr. Wollering wird begleitet von Labus. Oh, ist das ein tragisches Bild hier in Anger. Sie wird ins Ziel rollen. Aber dann kommen natürlich die Untersuchungen, die Verletzungen. Kann sie morgen überhaupt weitermachen? Demy Wollering, die Favoritin auf den Sieg, gestürzt, verletzt auf dem Weg ins Ziel. zeitgleich, aber das ist nur wirklich ein schwacher schwacher Trost. Kopeki auf der linken Seite an jetzt dritter Position. Wir sind im Bereich der fest installierten Kameras. Wann kommt Lorena Wiebes raus? Sucht weiterhin das Hinterrad von Lotte Kopeki. Kommt jetzt ins Bild. Achtung. Und jetzt wird der Schlussburg für sie beginnen. Sie bleibt noch abwartend. Immer noch im Windschatten von Kopeki. Sie vertraut ihrer Endgeschwindigkeit. Jetzt tritt sie an im Hintergrund. Da kommt Marian Woss und jetzt schießt Lorena Wiebes nach vorne. Wos ist die einzige, die er folgen kann, aber Lorena Wiebes sowas von souverän, das zieht sie durch und gewinnt die Europameisterin vor Marian Worst. Das ist ein Sieg der absoluten Favoritin hier in Anger. Ganz überlegen von der Spitze triumphiert Lorena Wiebes vor Marianne Foss. 108 Profisieg für sie. Groß der Jubel bei der S Worksmannschaft, die das Geschehen immer im Griff hatte. Dritte heute wird die Australierin Walleston Liane Lipert als fünfte erneut ganz vorn mit dabei. Ebenso Kasia Neviadoma, die Vorjahresgewinnerin, deren gedacht größte Gegnerin rollt wenig später sichtbar gezeichnet über die Ziellinie. Zu ihrem Glück hat der Sturz zumindest keine Auswirkungen aufs Gesamtklusm, weil er innerhalb der Schutzzone passierte. Dort führt durch die Zeitgotschrift für Rang 2 jetzt wieder Mariana Foss vor Kimberlele Kurt Pa. Demy Wollering trotz des Sturzes also weiter vorn dabei. Gelb, aber trägt auf der vierten Etappe morgen wieder ihre Landsfrau Marianne Foss.
33 Comments
Niemand ist vor Patrick sicher.
Wer ist eure Favoritin für die Tour de France Femmes?
Was machen die denn da? Erst Tag 3 und schon so viele Stürze.
2:34 Wie süß kann man sein?
Danke für die tolle Highlight-Zusammenfassung!
Der Sturz von Vollering sah aber eher danach aus, dass da vor Balsamo parallel auch noch eine Fahrerin von Ceratizit zu Fall kam und dann in einige andere gerutscht ist, u.a. Vollering. Dadurch flog dann auch noch eine von EF über die Absperrung in die Zuschauer, die schon an Balsamo vorbei war, als sie gestürzt ist. Hinten war dann außer Balsamo vor allem Canyon/Sram mit Bradbury und Dygert betroffen.
Danke für die Berichterstattung. Gibt nichts besseres als die Tour de France nach dem Finale gestern gleich weitersehen zu können 🎉
Patrick hat wieder Verspätung…
Bitte nicht mehr Spoilern im Titel oder Thumbnail
Bildquali mal wieder ne Katastrophe …
Die EF Fahrerin will einfach 450m von vorne weg sprinten 😂
Danke für die tollen Zusammenfassungen! Macht jeden Tag richtig Spaß 🥰
Also wie die 35 von EF auf dem Rad sitzt, sieht wirklich schlimm aus …
Schade das ihr es nur in der Mediathek zeigt und nicht in im tv zeigt…
Tempo in der Sturzbiegung waren gut 65 km/h. Empörend ist die Streckenplanung (Auslöser!!!) und die Nonchalance der Kommentierung (ja ohne Anfahrer wird der Sprint nüschts).
Ich hoffe, dass Canyon Sram noch sichtbarer wird und dass Kasia wieder auf dem Treppchen stehen kann.
Wo ist eigentlich Patrick? Oder interessiert in das "Dopen" bei den Frauen nicht? XD
0:58: bei der TdF der Damen von "Mannschaft" zu reden, ist schon seeehr ignorant!
warum zeigt ihr uns dies nicht live im tv? für was zahlen wir denn alle gez???
Vollering: Von zwei Kollegen ins Ziel geschoben zu werden, wäre bei den Männern auch erlaubt?
2:22 Gab es Punktabzug fürs Anschieben?
Wäre Cool, wenn ihr den Gesamtwertungsplatz der deutschen Frauen am Schluss der Highlights noch einbauen könntet. Danke.
okay.
Die sind einfach krass
bin neu, was hat's mit der schutzzone auf sich?
Alter Schwede, über 160km und 44km/h im Schnitt – Chapeau
Das ist doch viel interessanter als die Herren
was´ mit paddy los??
Moin, kann mir das einer mit der Schutzzone erklären? Das habe ich nicht ganz verstanden warum Vollering keine Zeit verloren hat. Bin noch neu im Tour gucken 🙂 danke
5:39 was für eine schöne Szene
Was ist diese Schutzzone? Also warum hat volering trotz 6min späterer zieleinfahrt die Zeit nicht drauf bekommen?
Ist das schieben durch zwei Fahrerinnen nicht illegal. Müsste sie dann nicht (wenn sie nicht aufgibt) eine Strafe bekommen, auch wenn es hart wäre?
@sportschau : 8:05Ist Wollaston nicht Neuseeländerin 🤨🤔