Von den Amateur-Weltmeisterschaften 1993, über die Tour de France 1997 bis zur Olympischen Goldmedaille 2000 in Sydney. Die deutsche Radsport-Legende Jan Ullrich nennt im Eurosport-Talk im Rahmen der Tour de France 2025 seine fünf Karriere-Highlights.
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Herzlich willkommen, liebe Zuschauer, in unserer Serie Top 5 Karriere Highlights. Unser heutiger Gast ist der bislang einzige deutsche Tour de Frostieger. Zu den größten Erfolgen von Jan Ulrich gehören der Triumph bei der Welter Aspania sowie Gold und Silber bei Olympischen Spielen. Hallo Jan, es freut mich außerordentlich, dass du heute unser Gast bist. Hallo Thomas, ich freue mich auch riesig, dass ich hier sein darf. Herzlichen Dank fürs herzliche Willkommen heisen. Du hast ja als ersten Höhepunkt deiner Laufbahn die Amateurweltmeisterschaften 1993 rausgesucht. Lang, lang ist her. Du hast damals Gold im Straßenrennen geholt. Warum ist dir dieser Amateurtitel im Nachhinein so wichtig? Ja, das ist natürlich da äh der ist mir so wichtig, weil das war so mein erster großer internationaler äh Sieg auf der internationalen Bühne mit der Weltmechaft. Ich war noch äh jung, war 19 Jahre. Äh das war auch für mich so der Einstieg, sage ich mal, ins Profi da sein. Ja, also daraufhin habe ich dann auch äh einen guten Profivertrag bekommen bei Telekom damals und das war einfach so der erste große Sieg und den vergisst man nicht und Weltmeister Amateure. Das war für mich damals ein riesen Highlight. Da habe ich immer als Kind von geträumt und da konnte ich es mir verwirklichen. Du warst damals im jungen Alter von 19 Jahren. War damals wirklich schon klar, dass du unbedingt Radprofi werden willst? Damals war ja dann schon äh die Grenze war gefallen und äh dann kommt man größer Träumen als als junger Mensch. Also im Osten war ja nur möglich eine Weltmeisterschaft, eine Friedensfahrt oder eine Olympiade vielleicht zu starten, wenn man gut war. Und jetzt waren äh jetzt war praktisch alles möglich. Also und da war ich natürlich motiviert. Also mein mein Traum war immer irgendwo bei der to France mal mit dabei zu sein und Profi zu werden. Und äh ja mit dem Weltwassertitel damals kam ich dem Stück ein bisschen näher. für die Radnerds interessant ist, dass du im Sprint, dass du diesen Titel im Sprint geholt hast und zwar im Sprint einer Fünfergruppe. Hast du denn eigentlich im Augenwinkel mitbekommen, dass der Letter Kaspers Osers und Lubor Tesa aus Tschechien kurz vor der Ziellinie noch mächtigen Klinch hatten in diesem Sprint? Du willst lachen. Ich habe das tatsächlich so mit einem Auge verfolgt, aber für mich war ja die ganze rechte Seite offen praktisch. Ich ich hatte schon äh gewusst, also ich setze mein Sprint rechts an, da es ging auch noch so ein bisschen Leichtwerk runter und wo ich in dem Moment noch mehr dran gedacht habe, äh war an mein Opa. Das war ja so eine Situation. Mein Opa war mein größter Fan damals. Er wollte unbedingt bei meinem ersten großen internationalen Rennen mit dabei sein und äh leider ist er zwei Wochen vorher äh verstorben und äh während der Sprints habe ich an mein Oper gedacht und da kam irgendwie noch mal so extra Motivation und dann konnte ich den Sieg einfahren. Das war wirklich traumhaft und kriege ich jetzt noch Gänsehaut, wenn ich daran denke. Eine sehr schöne Geschichte. Wir gehen ins Jahr 1997. Dort hast du, wie alle wissen, denke ich, bei der Tour de Frost triumphiert und du hast auch die Etappe nach Andor Alkis gewonnen und bis zum ersten Mal ins gelbe Trikot geschlüpft. Nach Platz 2 bei der Tour 96 hast, bist du dann schon hervorragend in diese Frankreich Rundfahrt gestartet. Äh und zwar bist du im Prolog zweiter geworden und damals war nur Chris Bartman schneller. Dann hast du die Bergankunft in Mandora gewonnen. Wann wurde denn eigentlich die Kapitänsrolle mit Bianne Ries geklärt? Äh genau an dem Tag, also auf der Etappe äh wurde das geklärt. Und zwar hat man während der Tourde FS auch schon gesehen, dass ich äh dies in dem Jahr stärker war wie Biane und habe aber trotzdem meine Arbeit gemacht, habe auf ihn gewartet. Äh Bianne war ja auch noch äh ganz gut gelegen, hatte allerdings schon eine Minute Rückstand nach der ersten Etappe, wo er mit dem Sturz verwickelt war. Also, ich war in der Gesamtwertung jed, aber ich habe daran nicht gedacht. Und dann bin ich äh kurz vor all äh kurz vor Andora, kurz vor der letzten vor dem letzten Pass praktisch äh bin ich zum Auto gefahren, wollte für Biane und für mich Wasser holen noch und da hat mir dann Wald Godfrot damals, der Chef äh des Teams, äh hat mir dann schon gesagt, pass auf, du fährst heute für dich, wenn du wenn du kannst, also achte nicht auf Biane, du hast freie Fahrt. Das habe ich dann erstmal mit den Wasserflaschen habe ich dann zu Biane gebracht und äh hab das irgendwie gar nicht so verstanden, weil ich wollte natürlich Biane wieder unterstützen. meine meine meine Hilfe leisten und so weiter. Und äh und in dem Moment sagt Biane von sich aus auch: “Ey, Junge, wenn du heute kannst, fahr einfach volle Lotte.” Ja, und das war so das Doppel äh okay, Doppelfreigabe, jetzt kann ich fahren. Da war mir immer noch nicht bewusst, dass ich irgendwie auf eine Kappe fahren kann und bin dann auch in Andore unten rein gefahren, als wenn ich noch so für Biane Tempo fahre und auf einmal war eine Lücke da und dann bin ich halt wirklich weitergefahren und konnte dann über eine Minute Vorsprung rausholen sogar. Drei Tage später beim Zeitfahren hast du Richard Verank überholt und noch mal 3 Minuten auf ihn herausgefahren. Wie war dieser Moment, als du an Verang vorbeigefahren bist im Zeitpark? Gigantisch. Also das ist so, ich wusste auf dem Moment nicht, dass Vireng auch ein sehr starkes Zeitfahren fährt. Eigentlich ist Richard Wireng eigentlich kein guter Zeitfahrer gewesen, aber dem Tag war er sehr sehr sehr gut, weil es war eigentlich so ein halbes Bergzeitfahren, also waren 10 km Berg drin zum Anfang und dann noch mal knapp 30 km äh flach weiter und dann zum Schluss sogar noch Berg runter, also wo ich ihn dann gesehen habe und ich wusste, oh, jetzt bin ich fast schon 3 Minuten äh ran rangefahren an ihn. Also, das äh waren ein Abstand von 3 Minuten äh die Startaufstellung und äh dann wusste ich, das ist jetzt der zweite hinter mir in der Gesamtwertung, da habe ich auf alle Fälle jetzt Zeit gut gemacht. Ja, und dann hat das mich auch so wie so ein Magnet rangesaugt an ihn. Also ich konnte dann ihn erstmal in der Ferne so sehen, da waren einigermaßen lange Geraden und dann bin ich immer dichter gekommen. Das hat mich natürlich motiviert und äh und dann bin ich vorbeigefahren. Wusste aber in dem Moment, wie gesagt, nicht, dass er dann noch zweiter in in dem Zeitfahren wird und dass ich dann mit über 3 Minuten Vorsprung faktisch vor dem zweiten dann das Seitfah gewinne. Das war einer meiner absolut besten Seitfah. Ich war mega mega motiviert im gelben Trikot. Ja, das war das erste Zeitfah im gelben Trikot. Meine Form war wirklich gigantisch und äh ich denke ich denke, das war mein allerbestes Zeitpfand in meiner Karriere. Und welche Bedeutung hatte dann am Ende der Tourieg für dich oder anders gefragt aus heutiger Sicht, welche Bedeutung hat der Toursieg aus heutiger Sicht für dich? Ah, der Toursieg hat ja mein ganzes Leben komplett verändert. Also, es ist ja, das hat sich ja alles äh äh wie gesagt geändert, äh die Privat Warsphäre und so weiter, aber es ist natürlich schön, das größte und wichtigste und schwerste Radtren der Welt mal gewonnen zu haben. Ja, das ist ja, wie gesagt, es ist so schwer zu gewinnen, das ist ja auch vor mir und nach mir auch noch kein Deutschen wieder gelungen. Und äh das ist prägend, das prägt ein ganzes Leben. Ich bin stolz drauf und das war ein fantastisches Jahr. Mir ist auch bewusst, dass da alles mit äh reinpassen musste, dass äh das Team so stark war, dass ich die tolle Unterstützung äh vom ganzen Team hatte, von den Fahrern und auch vom Personal und das alles irgendwie zusammengepasst hat mit viel Glück, ohne Stürze und so weiter. Also das alles ist mir, das ist mir eigentlich äh jahrelang später erst bewusst geworden, was da alles dazu gehört, um diese T France zu gewinnen, aber es war prägend und ich bin stolz drauf, dass ich to the France mal gewonnen habe. Als wir diesen Beitrag geplant haben, war uns natürlich bewusst, dass du in einer Ehre Ehre gefahren ist, wo der Radsport ein wenig belastet war oder wo der Radsport belastet war. Dennoch die Frage, warst du danach jemals wieder so gut? Äh, es gab Tage in dieser Tourde Fong 97 äh, wo ich wirklich äh da war ich selten selten wieder so gut in meiner Karriere, weil das waren wirklich so die äh die Bergetappe, kann ich mich noch erinnern, wo ich bevor ich in Andora ins gelbe Trikot gefahren bin, das war wirklich so, das war so ein Tag, wo jeder Radprofi von träumt, weißt du, so die Beine taten natürlich auch weh, aber nicht so wie du gewöhnt bist. bist, weiß du, du bist einfach die Berge gefahren, du warst in der Spitzengruppe, du konnst das Tempo und die Attacken von Pantani und wie Reng mitgehen. Äh äh nicht spielerisch will ich jetzt nicht sagen, aber das war so ein Traumtag, wie sich jeder jeder wünscht und das war natürlich mit harter Arbeit auch rausgearbeitet. Äh Momente hatte ich in meiner Karriere noch, wo ich annähernd so gut war. Äh, aber 97 von der von den ganzen drei, wenn du alle drei Wochen nimmst die ganzen drei Wochen der Tour de France, äh war ich doch äh nie wieder so gut in Form in in Natur France danach. Du hast mir mal ein Bild von dir gezeigt, da war dein also von dem freien Oberkörper nach deinem Tour de Frostieg, da war dein Körperfettanteil, liebe Zuschauer, es müssen Sie sich so vorstellen. Da war kein die Haut von Jan hat ausgesehen wie bei einem Hühnchen und oberhalb Pergamentpapier und und oberhalb des Magens hat man die Hauptschlagader gesehen. Welche Entbehrungen musstest du eingehen, um dieses um dir diesen Traum Tfrossieg zu erfüllen? Ja, alle alle Embärung. Also, das ist wirklich nach 96 war ich mega mega motiviert, weil ich wusste, ich kann bei einer großen Rundfahrt auch mal vorne mitfahren und natürlich auch irgendwo war es auch gar nicht so, ich habe gar nicht so an mich gedacht, sondern sondern irgendwie äh den Sieg von Viana zu wiederholen. Also es ist ja auch immer immer so ein Team so ein Teamerfolg. Ja, auch mein Erfolg war Team Erfolg, muss man dazu sagen. Und äh das Jahr habe ich wirklich wirklich extrem viel trainiert und ich hatte auch das große Glück im Winter nicht krank zu sein, weil es ist auch mal bei mir so ein Thema gewesen, dass ich immer so eine Grippe sonst hatte äh oder der Körper irgendwie auch zu kaputt war und dadurch mal krank geworden ist oder eine Verletzung dazu kam. In dem 97er Jahr habe ich wirklich extrem viel trainieren können im Frühjahr, also die Basis aufgebaut und dann über die Wettkämpfe praktisch so to France und habe dann alles dem untergeordnet, also wirklich alles Ernährung, Training, ich hatte so gut wie keine Freizeit. Äh, habe so gut wie nie meine Freundin irgendwie gesehen und oder die Familie damals, das weiß ich noch, weil ich immer irgendwie zwischen Trainingslager und Rennen irgendwie hin und her gependelt bin. Also, es waren äh sehr große äh Aufopferungen und Entbehrung, aber hat sich dann auch ausgezahlt. Die Tourde Frost zu gewinnen ist extrem schwer. Ein zweites Mal zu triumphieren ist ja schon eine Herkules Aufgabe. Warum hat es in den Jahren danach, deiner Meinung nach, nicht noch einmal mit einem Tour de France Titel geklappt? Weil eine Tour de France kann man auch nicht so programmieren. Also das ist so, ich war noch zweimal sehr sehr dicht dran an den an den erneuten Tour de France Sieg und zwar war das 98, wo Pantani gewinnt, wo ich auf einen Tag ja 9 Minuten verliere durch meinen Hungerast. Also zu wenig gegessen, zu wenig Energie, äh habe ich einen riesen Einbruch gehabt äh auf der Galibe äh und verliere 9 Minuten und verliere dann die Touren mit äh mit dreieinhalb Minuten ungefähr oder 3 Minuten 40 äh zu Pantani. Also, da war ich noch mal dicht dranne, ohne diesen diesen Fehler auf der Etappe mit den wenig Essen. Und 2003 war ich auch noch mal ziemlich dicht dran am Lens Armstrong, äh wo wo es praktisch auf der letzten Bergetappe äh wo ich nur 15 Sekunden praktisch hinter ihn war. äh dann noch im letzten Zeitfahren äh noch stürze. Also, da war ich auch noch mal dicht dran. Aber ansonsten kam ich nie wieder so in die Nähe. Also zweiter Platz, ja, dritter Platz auch einmal vierter, aber ich hatte immer irgendwie was. Ich war auch mal krank in die Tour de France gestartet. Das sind alles keine Ausreden. Ja, das ist aber ich will nur damit sagen, äh was ich eben schon erwähnt habe, dass ein Tour de France sieg, da muss alles stimmen. Da darfst du nicht krank sein, du darfst du nicht stürzen, da darfst du äh ja, da darfst du keinen Gramm zu viel haben. Das das Team muss gut sein, du darfst äh keine Fehler in Essen machen und so weiter. Du musst dich gut ernähren und muss immer deine deine Speicher aufgefüllt haben. Du musst gut schlafen. Es darf irgendwie nichts dazwischen kommen. Ja, und das ist mir irgendwie da da bin ich auch fuchsig, muss ich sagen, dass mir das nie wieder gelungen ist, weil ich wollte gerne noch mal die Tourde Fons gewinnen und dann wollte ich auch noch mal gerne den Giro in Angriff nehmen, also die Italien Rundfahrt um die vielleicht noch mal zu gewinnen. Äh, aber es ist mir nie gelungen leider. Wir radeln virtuell zum dritten Karrierehöhepunkt von Frankreich nach Spanien zur deinem Welter Sieg im Jahr 1999 und hier insbesondere auch zu dem zum letzten Zeitfahren. Die Geschichte war, dass du einen Sturz hattest bei der Deutschlandtour im Mai hast dort hast dort eine Knieverletzung zugezogen und konntest deswegen nicht bei der Tour de France und bei Lance Armstrongs ersten Tour Triumph dabei sein. Das große Comeback kam dann bei der Welta. War die Verletzung aus heutiger Sicht vielleicht sogar eine glückliche Fügung, weil die du weil du sonst die Welter nie gewonnen hättest? Das ist ein guter Punkt. Das ist eine gute Frage. Ja, also ich muss sagen, ich bin auch stolz die Spanierundfah zu gewonnen zu haben in dem Jahr und das ist wie gesagt aus dieser Verletzungsphase entstanden. Ich weiß noch, dass meine Emotion das Jahr richtig so durch die einmal durch die Decke ging mit dem Voelersieg dann im Herbst. Aber davor war ich richtig down. Da habe ich auch ein paar Wochen rausnehmen müssen, so zwei d Wochen rausnehmen müssen, die ich erstmal gebraucht habe für meine Psyche erstmal damit klarzukommen. Ich kann die Tour der France nicht fahren, ich bin verletzt, ich hatte auch eine riesen Gehirnerschütterung. äh bin da sehr sehr sehr sehr schwer gestürzt und äh da habe ich erstmal die Welt nicht verstanden, weil bis dahin lief elich so meine Karriere immer so gradenig äh immer so nach oben und da war so der erste Knick, würde ich mal sagen, also auch für mich als Sportler die ganze Vorbereitung alles gemacht, die Form war gut und dann kannst du eben zu to FS, wo es wo du unbedingt drauf zusteuern wolltest, wo du unbedingt auch wieder gewinnen wolltest, äh konnte ich nicht antreten. Beim Nachhinein bin ich doch froh, dass ich dann im Herbst noch mal so die woisterschaft und so noch gewinnen konnte. Also, das war dann doch noch ein sehr sehr gutes Jahr und äh ja, ich bin irgendwie auch stolz, dass ich zwei große Landesrundfahrten in meiner Karriere gewonnen habe mit der Weltter mit der Tfangs. Die Übernahme des goldenen Trikots, das Schicksal wollte es so war erneut in den Pyrenehen und wieder in Andora Alkalis. Ist das der ultimative Ort deines Glücks? Auf alle Fälle ist das äh ist das ein Berg, der mir lag. Äh wie gesagt, das gelbe Trikot in der Tour de Fons dort erobert und dann äh ich in der Weltter eben auch das goldene Trikot dort erobert. äh obwohl ich da die Etappe nicht gewonnen habe, da bin ich glaube ich nur sech oder sie geworden, aber ich habe das gelbe das goldene Trikot damals übernommen. Also sehr, sehr gute Erinnerung, äh sehr wichtige Tage für mich in meinem Leben und ich bin ja da auch in meiner Duke mit meiner Verarbeitung, mit meinem Jakobsweg ja auch noch mal dahin hingefahren. Hab da auch noch mal den Berg äh in Angriff genommen und habe mich da äh auch noch mal erinnert, wie das damals war. Also der Berg war irgendwie mein Glücksberg, ja, muss ich sagen, der Ort. Also fort an von Alkalis hast du das goldene Trikot immer knapp verteidigt bis zum Zeitfahren über 46 km in Avilla. Insbesondere dieses Zeitfahren einen Topmoment, den du dir für deine Karriere rausgesucht hast. Warum eigentlich? Schließlich warst du für die Experten der absolute Topfavorit? Ich war der Topfavorit im Zeitfahren, aber das war so ein Zeitfahren äh wie man es auch nicht so ein ähnliches Zeitfah wie wieer wie bei der Tour de France 97, wo ich auch so ein bisschen Schiss hatte noch al ich hatte nicht so viel Vorsprung vor vor dem zweiten vor Galdiano war glaube ich damals der Spanier war knappe Minute hinter mir und das war eben dieses Sitfah noch das war ein schweres Seite mit dem langen Berg drinne und dann zum Schluss auch noch äh äh äh äh eine Abfahrt und dann ging es noch mal so 2 km in so ein in so ein Ort rein mit leichten Kopfsteinpflaster. Es war eigentlich alles in dem Zeitfahren drinne. Äh äh und äh und ich habe mich wieder wahnsinnig gut gefühlt. Ich habe dann Galdiano eingeholt äh relativ schnell, habe ich mich gewundert und konnte dann auch noch einige andere noch einholen, die davor äh gestartet sind und hatte dann gehofft ich wusste nicht, ich habe den äh den den Rudi damals als Sportleiter nicht auf dem Ohr gehabt. Ich wusste nicht, dass ich das Zeitfang gewinnen kann und bin ins Ziel gefahren. wusste aber die wo älter ist gewonnen, weil ich habe den zweiten eben in der Gesamtwertung gerade gerade überholt und dann habe ich das Zeit wirklich mit ein riesen Vorsprung auch gewonnen und das war so für mich äh so jetzt habe ich beruhigende 4er Minuten Vorsprung in der Gesamtwertung, jetzt kann ich das bis mal Madrid auch äh äh nach Hause fahren sozusagen. Setzen wir unsere virtuelle Zeitreise fort und gehen in das Jahr 1999 zu deinem vierten Karriere Highlight diesmal nach Italien. Verona. Äh 9 Tage nach dem Welter Sieg hast du nämlich dort in absoluter Topform äh das Zeitfahren gewonnen. Welche Erinnerungen hast du an dieses Wemrennen? [Musik] Ja, ein sehr gutes natürlich. Also, das war so eben nach der Welt da. Man muss sich vorstellen, wenn man wenn man so eine Landesrundfah von 3 Wochen gerade so hinter sich hat, dann kommt ja auch sehr viel Medien dazu. Alle alle alle wollen natürlich was wissen, sehr viel Interviewanfragen und Sponsorgeschichten und so weiter. Da war ich erstmal sehr sehr müde die Woche danach. Äh wusste aber ich habe eine gute Form und äh bin irgendwie auch der Topfavorit, weil ich ja eben in der Welt da gerade auch so so starke Zeitfah gefahren bin. Und dann habe ich doch das Zeitfah zwar gewinnen können dort, aber relativ mit knappen Vorsprung. Ich glaube ein paar Sekunden irgendwie. äh bin ich da Weltmeister geworden, aber das war dann egal. Also Weltmeister ist Weltmeister und das war so mein erster mein erster großer Weltmeistertitel im im Zeitfan, was ja auch ein toller Titel ist. Also Weltmeister ist immer immer was ganz tolles und äh das war so nicht der I-Punkt auf die auf das Jahr mit der Wel da und dann den Weltmeister war schon war schon eine ganz tolle Sache, wo ich auch äh sehr zufrieden und stolz war. Und dann haben wir auch danach noch äh habe ich mein äh mein Hero damals äh äh Migel Indoorin noch getroffen und der hat mir auch noch gratuliert. Da kann ich mich jetzt auch noch erinnern dran. Es war ein wunderschöner Tag mit dem Weltmeistertitel am Abend. Also perfekt. Gibt schlimmeres als das regenbogenfarbene Trikot. Zeitfahren war deine große Stärke. Ich war selbst in der Vorbereitung überrascht, wie viele Zeitfahen du eigentlich gewonnen hast. War das so dein deine Lieblingsdisziplin? Warum gerade Zeitfahren? Äh, das lag mir einfach als Fahrertyp. Also, ich bin ja ein sehr kraftvoller Fahrer gewesen. Ich konnte sehr, sehr große Gänge fahren und äh das Zeitfahren, das lag mir irgendwie als Kind schon immer. Also es war irgendwie, ich hatte immer gute Resultate und auch immer große Rennen gewonnen im Zeitfahren äh auch schon als Amateur. Ja, und das hat sich dann so im auch bei den Profis so durchgezogen und es war ja auch wichtig, sage ich mal, wenn du äh ein Rundfahrtfahrer bist, dann war damals die Zeit fahren sehr sehr wichtig, vielleicht sogar noch wichtiger wie heute, weil die waren sehr lang, wie du eben schon sagtest, die waren meistens über 60 km oder äh auch viele Bergzeitfahren war da drinne, die dann anschließend auch noch lang, also auch noch lange Bergzeit fahren. Äh und da konnte man relativ gut Zeit äh oder konnte man viel Zeit gut machen, wenn man wenn man starker Zeitfahrer war. Und das hat mir auch immer geholfen, z.B. bei der Tour und auch bei der Walter Stichwort Pacing im Zeitfahren 1999 in Verona bei dem WM-Titel gewinnst du mit 15 Sekunden Abstand auf den Schweden Michael Anderson damals absoluter Zeitfahrspezialist der hat sich hat sich das angeeignet 2001 in Lissabon mit 6 Sekunden Vorsprung auf David Miller. Wie hast du dir die Rennen eingeteilt damals? Äh, ich konnte mich relativ gut selber einschätzen, äh bin aber eigentlich immer relativ schnell losgefahren. Also, ich habe mir das nicht bewusst eingeteilt, sondern ich bin an meiner Schwelle gefahren, wo ich so gedacht habe, so hier äh äh bin ich so kurz kurz unter meiner äh unter meiner Maximalleistung und das konnte ich als als Fahrertyp, als Jan Ulrich äh über sehr sehr lange halten. Äh und äh ja, das man muss auch man muss auch sehen, Zeitfahren kann man nicht vergleichen. So ein Tages Zeitfahren wie eine Weltmeisterschaft kann man nicht vergleichen mit dem äh mit dem Zeitfahren, wo in der Tour de France oder in der dritten Woche in der wo drin ist. Das sind zwei unterschiedliche Zeit waren. Äh, aber wie gesagt, ich konnte immer knapp gewinnen und mit ein paar Sekunden Vorsprung bin zweimal bei der Weltmeisterschaft gestartet. Äh, und habe dann zweimal, also bei den Profis äh ist nicht ganz richtig. Ich bin auch mal eine Zeitverwerschaft als Amateur gefahren. Da war ich dann dritter in in Italien damals auf Sizilien. so eine gemeinsame gemeinsame Sache mit Amateur und äh Profis damals, da konn ich dritter werden, aber die äh Zeitfahn, die Zeit von Weltmanschaften, die ich als Profi gestartet bin, die habe ich beide gewonnen. Ja, der Unterschied ist natürlich, dass du in einem Zeitfahren bei Weltmeisterschaften Olympischen Spielen gehst du relativ frisch rein, während man in einem Zeitfahren bei einer Landesrundfahrt Unterschied ist, dass jeder da frisch reingeht und auch noch die, wie du sagst, die speziellen Zeitfahr Spezialisten äh sich da ein ganzes Jahr drauf vorbereiten auf nur das Zeitfahren und das hast du in der so einer großen Rundfah nicht. Ja, unsere virtuelle Reise geht weiter. Wir gehen nach Sydney zu den Olympischen Spielen 2000. Damals warst du mit Andreas Klöden, Alexander Winurov äh zusammen in einer Ausreißergruppe, drei Jungs vom Team Telekom im Finale der Olympischen Spiele. Äh, wie war das eigentlich? Das war natürlich cool. Hier sehen wir die Bilder gerade. Nein, das war das war eine Konstellation, die man sich hätte besser nicht wünschen können, muss man ganz ehrlich sagen. Wir sind ja in einem in dem gleichen Team gefahren. Äh Klü und ich waren dann aus von Deutschland am Start und äh und Wokur von Kasastan, aber wir waren ja im gleichen Team, deswegen war es besser hätte man sich das nicht vorstellen können. Wir waren alle drei stark und ich hatte auch wieder so ein Tag, wo man sich wünscht einfach so ein so ein so ein schmerzfreien Tag, sage ich jetzt mal. Ja, und ich hatte ja auch relativ viel dafür geopfert. Wir waren auch äh wir waren anderthalb oder zwei Wochen fast vorher hingeflogen äh wegen der Zeit unter wegen Zeitverschiebung und haben dann auch noch sehr viel dort trainiert. Ich habe so gut wie gar nichts gesehen von der Olympiade. Das hat mir im Nachhinein war ich da bisschen traurig drüber, aber ich habe mich da völlig konzentriert auf diese beiden Rennen, die ich dann ja auch sehr erfolgreich zu Ende gefahren bin. Wie war denn eigentlich dein Plan mit Kumpel Clödi? So, war er wirklich als Unterstützer in dieser Ausreißergruppe oder hätte er das Ding auch alleine gewinnen können? Die Situation war sie äh wir waren dann, also ich bin ich bin in der Attacke gegangen in der vorletzten Runde und dann äh kam dann Klödi und Win Kurf dazu und das da haben wir uns schon natürlich gefreut und sind sind natürlich auf dem Moment alle vollgefahren und dann ging es natürlich darum wie fahren wir das Rennen aus. Ja, also haben wir eine Chance, wenn wir jetzt pokern, wenn wir uns gegenseitig attackieren, kommt kommen die an die Konkurrenz dann von hinten wieder ran und so weiter. Und dann habe ich zu Wien Kurf und zu Klö gesagt, so wollen wir es am letzten Berg ausfahren oder wie machen wir es? Und dann haben wir gesagt, nein, wir fahren erstmal alle los und äh und dann äh und dann waren die Medaillen verteilt, wenn du so willst. Also, wir sind es da nicht mehr ganz ausgefahren, wir haben zusammen gearbeitet, muss man auch ehrlich sagen, aber man muss auch ehrlich sagen, das wissen auch alle drei, dass ich an dem Tag wirklich der Stärkste bin und wenn wir es am Berg ausgefahren wären, dann wären wir wahrscheinlich auch alleine ins gekommen in der gleichen Reihenfolge. Inwiefern waren Gold und Silber bei Olympia damals eine Genugtung für dich, nachdem du bei der Tour zu im ersten aufeinandertreffen mit Lems Armstrom 6 Minuten aufgebrum bekommen hast und bei der Welta ausgestiegen bist? Ja, das war nicht nur eine Genugtung. Also Olympiade wurde ja damals auch äh für uns Profis immer immer wichtiger. Es war ein fantastisches großes Ereignis. Klar, Olympiade ist ja für viele viele Sportarten das das größte der Olymp praktisch im Sport. Bei uns sieht das ein bisschen anders aus, da ist no die to the France auch noch äh vielleicht noch mal ein Stückchen größer, aber Olympia ist ä ein wunderbares großes Eintagesrennen und das zu gewinnen, das war praktisch wie eine Weltmeisterschaft, wenn du so willst. Ja, und das war schon, da bin ich auch schon sehr sehr stolz drauf, dass ich Olympiasieger bin und auch eine Zmedaille noch habe. Also, es war ganz wichtig. Vielen Dank, Jan, für deine Einblicke in deine großartige Karriere. Wir haben für Sie dieses Format bereits durchgeführt mit Simon Geschke und Jens Vog. Das können Sie sich natürlich auch anschauen. Ansonsten bleiben Sie uns gewogen bei Eurosport. Wir übertragen sehr viel Radsport. Wir sind Traum of Cycling und damit verabschiede ich mich und äh auf Wiedersehen.

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35 Comments

  1. wie widerlich sind die Leute hier und treten die ehrlichen Sportler mit Füßen! DER Typ hat beschissen und gedopt… "Karriere-Highlights" von jemand der gedopt hat. TRAURIG, aber typisch Deutschland.

  2. Absolutes Spitzenformat. Bitte mehr davon. Alle ÖR-Sender kann man im Vergleich in die Tonne drücken. Jan Super Symphtatisch und Authentisch und ich bin auch echt Froh das sein Leben wieder in geordneten Bahnen läuft. Seine Erfolge bleiben unvergessen. Chapo.

  3. 1998 war der Tour-Sieg praktisch "eingesackt" … aber typisch "Ulle" … ein Jahrhundert-Talent … der teilweise wie ein Hobbyfahrer agiert … ich glaube deswegen ist "Ulle" auch so populär … er ist einer von uns Hobbyfahrern … ich hatte auch schon Hungerast … er nimmt zu (massiven Übergewicht) … so darf ein ECHTER Profi niemals agieren (Hungerast, Übergewicht) … aber der "Ulle" schafft das … das macht ihn auch so sympathisch. "Maschine Armstrong" … dem wäre so etwas NIEMALS passiert …

    Warum kein zweiter Sieg? … wegen "Maschine" Armstrong … amateurhaftes Verhalten (1998) … er hat sich Hierarchien immer sklavisch untergeordnet, da zu wenig Selbstbewusstsein (er hätte schon 1996 haushoch vewonnen … Armstrong wäre nicht für Riis gefahren … es war offensichtlich, das "Ulle" besser war … und im Zeifahren hätte er beinahe noch den Toursieg geholt) … und die Knieverletzung (im Jahr des Vuelta-Sieg) …
    "Ulle" hätte so von 1996 bis 2005 gwonnen … also 10 Siege hintereinander … ein GIGANT … und 2006 hätte er auch gewonnen (Fuentes-Tour … Ulle und Basso vor dem Start raus … die Höchststrafe … 30.000 km umsonst gefahren) … alle anderen waren genauso gedopt … Sieger Pereiro … ein schlechter Witz … der war nicht mal zweitklassig …

  4. Wenn "Ulle" die Disziplin von Erik Zabel gehabt hätte … dann hätte er mindestens soviel gewonnen wie POGI … vermutlich sogar noch mehr. Leider (?) war Ulle ein "Gemütlicher". … er brauchte seine Auszeiten.

  5. Wäre so geil, wenn Ulle die Tour de France Etappen mitkommentieren würde.

    Schön ihn so gesund zu sehen und dass er sich aus seinem Loch gearbeitet hat. Neben Michael Schumacher mein absoluter Kindheitsheld.

  6. "Home of Cycling" … hahaha … auch in diesem Jahr … Mailand – San Remo … nicht LIVE übertragen … Schande! … Billard oder Darts waren wichtiger. Was soll das?

  7. Ihr deutschen seid wirklich so blind. Er ist ein richtiger Unsympath. Kapputes Individuum. Genau so wie Michael Schumacher, Sebastian Vettel, Walter Röhrl, alle deutschen Fußballer oder Dirk Nowitzki. Überheblichkeit und Arroganz strahlen ihnen aus jeder Pore.

  8. Sorry, aber es ist einfach beschämend, dass man einem Dopingsünder, der es auch noch zugegeben hat, so eine Bühne gibt. Doping ist Mord im Sport, es gibt nichts Schlimmeres. Einfach nur Heuchelei. Ullrich gehört aus den Geschichtsbüchern gestrichen, genau wie Armstrong.

  9. Der begabteste Radrennfahrer seiner Generation- Ullrich der große Rouleur. Bei keinem liegen Sieg und Niederlage so nah zusammen, wie bei ihm.

  10. Wieso wird nicht über die Bianchi Zeit gesprochen.? Weil er da offiziell gedopt war.? Das war eine Tour, wo er unfassbar stark war, auch das Zeitfahren war absolut episch gewesen. Er im Bianchi Trikot, da verbinde ich eine geile Zeit mit. Nie war er Lance so nah wie in diesem Jahr.

  11. Ulle der größte
    Hätte Armstrong nicht so einen doping Vorteil gehabt mit dem King of dope Ferrari und hätte ulle nicht manchmal so viel Pech gehabt hätte er den Ami auch paar Mal geschlagen.
    Hätte er länger die Disziplin gehabt wie 97 und 96 hätte er auf Jahre die Tour dominiert.
    Trotzdem der coolste deutsche Sportler aller zeiten

  12. Ich bin überzeugt das jan 2003 gewinnt wenn er nach Armstrongs Sturz nicht so extrem wartet. Er war gerade bei 100 Prozent als er Armstrongs erste Attacke gekontert hat und muss dann minutenlang bei kühlem Wetter da rumdaddeln… Für Armstrong wars ein Vorteil der war voller adrenalin und liebte ohnehin ständige Tempowechsel. Bei seiner zweiten Attacke stand Ullrich dann fast.. er hätte mit 95 Prozent weiterfahren sollen und hat sich so meiner Meinung nach um den Sieg gebracht.
    Aber so war der ulle halt immer zuerst sportsmann

  13. 2003 fehlt. Die TdF war spannender und mitreißender als eine Fußball-WM! Absoluter Knaller, auch wenn der Triumpf ausblieb. Es war grandios! Hab vor dem Fernseher noch nie so geschwitzt.

  14. Ulle wirkt dieser Tage wirklich aufgeräumt und gesund, super zu sehen. Und seine Geschichten, er war einfach ein unfassbares Riesentalent. Aber wie der Moderator hier völlig empathielos und auf den Zettel blickend seine Fragen nur so runterrattert, erschreckend

  15. Danke Eurosport, dass Ihr deutsche Sportlegenden wertschätzt und ihnen eine Plattform bietet. Angefangen bei Boris Becker über jetzt Jan Ullrich bei Radsport-Übertragungen. Bei Jan merkt man, wie sehr er den Radsport liebt und wenn er sich etwas an das Studioumfeld gewöhnt hat, kann er wirklich gut analysieren und erzählen. Mit seinem Hintergrund und seinen Einblicken als vielleicht eines der größten Talente jemals sollte es keine deutsche Radsportsendung ohne ihn geben.

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