
Mein täglicher Weg mit dem Fahrrad führt mich entgegen der eigentlichen Fahrtrichtung durch diese Einbahnstraße. Das Schild (im Foto oben links) erlaubt dies auch. Diese Strecke zu umfahren würde für mich einen deutlichen Umweg bedeuten. Für lange Zeit bin, wenn mir ein Auto entgegenkam einfach auf der Straße ganz weit nach rechts gefahren, sodass ein Auto gerade so (ca. 10 bis 20 cm Abstand zwischen fahrendem PKW und mir) an mir vorbeikam, wenn auf gleicher Höhe noch ein parkender PKW steht. Die Autos haben dabei immer seltener und weniger abgebremst, sodass es vor kurzem fast zu einem Sturz kam. Seitdem bin ich dazu nicht mehr bereit sondern bleibe weitgenug vom Bordstein weg, dass ein Auto nicht mehr zwischen mir und einem parkenden PKW durch kann.
Leider kommt kaum ein Autofahrer darauf eine der Lücken zwischen den parkenden Autos zu nutzen um rechts rüberzuziehen und mich zuerst vorbeifahren zu lassen auch wenn sie mich früh genug sehen.
Heute bin ich dafür aggressiv beschimpft worden, weil ich zu egoistisch sei ein bisschen Platz zu machen.
Hab ich hier was falsch verstanden und bin aus Unwissenheit das Arschloch? Wie kann ich mit diesem Abschnitt besser umgehen?
by JanuarNoe
13 Comments
Gegenseitige Rücksichtnahme und das Hindernis ist halt auf deiner Seite.
Beim vorbeifahrenden Auto den Seitenspiegel abtreten 👍🏻
Nein ist es nicht vielleicht als Radfahrer zwischendrin möglich auf den Gehweg auszuweichen? Ist halt auch blöd Fahrraddurchfahrt zu gewähren, wenn die Einbahnstraße eigentlich viel zu schmal dafür ist imo
[deleted]
Also ich verstehe es richtig dass du entgegen der eigentlichen Fahrtrichtung fährst und dich darüber beschwerst wenn Leute pissig werden?
Edit: ich habe mich entschuldigt weil ich das Schild für Radfahrer nicht entdeckt habe meine Kerle
Nicht umgehen und weiter die Strecke fahren und entspannt bleiben. Du machst alles richtig.
Einfach mal zurückschimpfen und der Dumpfbacke erklären, dass er dir Vorfahrt zu gewähren hat! Im Eskalationsfall Polizei hinzurufen.
Ich habe solche Situationen auch oft. Ich fahre dann solange auf das Auto zu bis es anhält. Dann passiere ich vorsichtig wenn das Auto steht. Mit 30 kmh lasse ich mich nicht frontal von einem entgegenkommenden Auto mit unter 1m Abstand passieren – insbesondere wenn ich ein Kind hinten drauf hab. Wenn jemand hupt, Hupe ich zurück (was immer sehr lustig ist weil ich ne Mofahupe am Rad habe mit 120db). Wenn jemand pöbelt, sage ich das wir gerne die Rennleitung rufen können. Wollte bisher keiner….
Zu erwarten, dass andere ihr Verhalten ändern ist vergebene Zeit, dann lieber für den eigenen Seelenfrieden eine angenehme Strecke wählen.
Sollte es nun aber aus welchen Gründen auch immer nicht möglich sein die Strecke zu ändern, würde ich wohl einfach auf dem Fußweg fahren, solange da keiner geht.
Ich meine, warum soll ich denn nicht die große Stärke eines Fahrrades nicht ausnutzen. Flexibilität. Ansonsten eben runter und bei bei Bedarf wieder hoch.
Kann ja jeder halten wie er will, aber ich bin als Radfahrer eh der schwächere Teilnehmer und diese Ellenbogenmentalität (egal welcher Verkehrsteilnehmer) geht mir übel auf den Sack, dann brauch ich da nicht noch mitmachen.
Und am Ende bringt es alles nichts, du setzt dich gegen Einen durch, danach kommt der Nächste.
Hinzu kommt eines der Grundgebote vom Straßenverkehr: Nicht auf das eigene Recht bestehen.
Warum nimmst du nicht einfach die Parallelstraße (Lohengrinstraße)? Die 20m würde ich jetzt nicht als erheblichen Umweg beschreiben
Ich meine, eine bescheuerte Lösung des Problems wäre die Verkehrsbehörde zu bitten, das Parkverbot auf die andere Seite zu stellen, dann müsstest du warten…
Ich (61 w) fahre mittig, bis zur Lücke, dann lasse ich vorbei fahren. Falls man mir absichtlich entgegen fährt und mich blockiert, bleibe ich stehen und stelle mein Rad leicht schräg. Irgendwann legt auch der größte Depp den Rückwärtsgang ein. Man darf halt keine Miene verziehen, wenn sie den Motor aufheulen lassen. Autofahrer geben IMMER auf, weil sie sich alle einbilden, keine Zeit zu haben. Die fahren rückwärts und nehmen die Parallelstraße. Immer.
Ich wohne in einer 30er Gegend mit schmalen Straßen, d.h. ich habe die gleiche Situation auch in Straßen, die in beiden Richtungen befahren werden können, aber zu schmal sind, mich mit korrektem Seitenabstand zu überholen. Wenn ich nicht mittig fahre, rauscht alle paar Sekunden jemand mit 20 cm Abstand an mir vorbei, da bekommt man schnell ein dickes Fell, und lernt sich so breit, wie ein Auto zu machen.
Wenn ich an der Ampel deswegen angepöbelt werde, was fast nie passiert, frage ich immer freundlich, ob eine amtlich verordnete Nachschulung gewünscht wird, dann kann ich gern dafür sorgen. 😁
Ich halte immer mit ausreichend Platz an wenn ein Rad von vorne kommt. Ich möchte nicht, dass die Radfahrer sich durch ein Auto bedrängt fühlen müssen. Fahre selbst oft genug Fahrrad.
Vielleicht sollten alle Autofahrer zum regelmäßigen Rad fahren verpflichtet werden, um sich besser in solche Situationen einzufühlen.
Hier gibt es sehr viel Meinung und „ich würde es so machen“ aber hat jemand Ahnung, wie es rein rechtlich mit der Vorfahrt laut StVO geregelt ist? Das wäre interessant