
Hi, fahre heute Abend den Berg vom Geiranger Fjord (hoch und wieder) runter. Das sind ca 10km mit mehr als 10% Steigung bzw Gefälle.
Frage als Laie – lässt die Bremswirkung mit der Zeit bei flotter Fahrt bergab nach? Sprich braucht es ne Pause runter?
by Loose_Tax8691
6 Comments
Also mit Scheibenbremsen und 30kg Gepäck halten wir tatsächlich alle 3-5km bergab an. Die Bremse wird spürbar etwas schwammig und lieber Safety first. Benutzen Shimano XT.
Nicht dauerhaft an Hebel ziehen, die Bremse auch mal freigeben und abwechselnd hinten und vorn bremsen.
1000 hm am Stück ist schon ne Hausnummer, da wird die Scheibe dann schon recht heiss werden. (Vorsicht! Nicht anfassen, Verbrennungsgefahr!)
Ich bin vor ein paar Wochen Julierpass und Majolapass mit 115 kg Systemgewicht gefahren.
Die Bremsscheibe vorne wurde so heiß, dass sie gelb blau anlief, die Beläge sind dabei verglast und waren ein paar Tage danach noch laut. Bremswirkung war stets voll da. Meiner Bremse, Campagnolo Ekar, wird aber nachgesagt, dass sie sehr standfest ist.
Mittlerweile ist die Bremse wieder leise.
Ja, die kann so heiß werden dass sie zu glühen anfängt. Und dann geht das auch sehr schnell dass plötzlich gar nicht mehr bremsen kann.
Also lieber öfter stehen bleiben, Scheibe begutachten und abwarten.
Habe mir sagen lassen Wasser drauf kippen ist auch keine gute Idee weils die Scheibe verziehen kann, muss aber gestehen ich habe das bei ähnlichen Bedingungen schon gemacht (70kg Gepäck, 15-25% gefälle über 20km) und die Scheibe hat damals nichts abbekommen.
Wie hoch ist das Gesamtgewicht? Wie groß sind die Bremsscheiben? Nachdem das die Straße mit den vielen Serpentinen ist, kann man es auf den Geraden richtig laufen lassen, dort kühlen die Scheiben wieder ab, und durch die höhere Geschwindigkeit wird ein Teil der Energie durch den höheren Luftwiderstand vernichtet. Dauerhaft bremsen sollte man halt nicht, zumindest immer beide Bremsen alle paar Sekunden kurz ganz aufmachen, damit sich die erhitzte Bremsflüssigkeit im Ausgleichsbehälter anpassen kann.
Die Alternative wäre ganz langsam hinunterzufahren, dann wird die Bremsenergie auf einen wesentlich längeren Zeitraum verteilt.