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Viele Senior:innen oder auch Menschen mit Behinderungen sind nicht mehr so mobil und müssen notgedrungen auf schöne Events wie Theaterstücke oder Festivals verzichten. Ein Projekt der Malteser und Aktion Mensch in Hildesheim (Niedersachsen) soll diesen Menschen helfen, wieder am kulturellen Leben teilnehmen zu können. Alles, was es dazu braucht, ist eine modernisierte Rikscha. Insgesamt 20 Ehrenamtliche treten für das Inklusionsprojekt in die Pedalen. Die Rikschas haben E-Antrieb, ein ausklappbares Verdeck und zur Not auch noch mehrere Decken an Bord. Seit 2020 gibt es das Angebot in Hildesheim, das für die Fahrgäste komplett kostenlos ist.
#alleine #inklusion #fahrrad
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[Die Untertitel wurden automatisch generiert] Gemeinsam radeln gegen Einsamkeit und zusätzlich auch noch etwas über Hildesheim
lernen. Genau das steckt hinter diesem Rikscha-Projekt. Anke
Gue und Manfred Lindner sind zwei von insgesamt 20
Ehrenamtlichen, sogenannten Piloten. Das Angebot soll
Menschen mit Behinderung oder Senioren die wenig soziale
Kontakte haben und nicht mehr so mobil sind, ermöglichen am
kulturellen Leben teilzunehmen. Ich hatte schon immer mal die
Idee, auch meine eigenen Eltern, die auch mittlerweile
recht äh alt sind bis Hochbetagt ähm mit so einer
Rikscha Durch die Gegend zu fahren und ähm dann hat er mich
eben eine Frau von den Maltesern hier angesprochen an
dem Stand. So kamen wir ins Gespräch und dann habe ich
gesagt, och, das finde ich ein tolles Projekt, da hätte ich
wohl Lust als Ehrenamtlicher mitzumachen. Das Wetter spielt
dabei keine große Rolle. Die Rikschas haben nämlich
E-Antrieb, ein ausklappbares Verdeck und zur Not auch noch
mehrere Decken an Bord. Also ich fahre total gerne Fahrrad
und ich fahre auch bei jedem Wetterfahrrad. Ich fahre auch
bei Schneefahrrad oder ähm wenn’s glatt ist ähm zum bis zu
einem gewissen Grade zumindest. Insofern muss das Wetter schon
ziemlich, sage ich mal, ja, unangenehm sein. Dann wäre es
aber auch für unsere Fahrgäste zu unangenehm, dass wir sie
fahren. Das Projekt gibt’s deutschlandweit und soll ältere
Menschen und solche mit körperlicher oder geistiger
Beeinträchtigung zum Beispiel zu Theaterstücken oder
Festivals fahren. Und das wird super angenommen. Mittlerweile
gibt es aber auch schon sogenannte Kulturrouten, die
ähnlich wie eine Stadtführung aufgebaut sind. Nur ist man
eben mit der Rikscha unterwegs Kim Heiser aus Hannover ist
heute das dritte Mal dabei. Für sie ist es besonders schön, da
sie sonst durch ihren Rollstuhl eingeschränkt ist. Da ist dann
Kopfsteinpflaster hier oder auch an einem Marktplatz
tatsächlich einfach nicht so schön, um anderen malen
Stadtführungen teilzunehmen und die meisten Stadtführungen sind
tatsächlich auch mit Treppe, also die wenigsten nehmen
Bollifahrer überhaupt mit, wenn nur mit Begleitpersonen und das
sind super Angebot. Ich kann Ecken wiedersehen, die ich
früher auch schon als laufende Person sehen konnte. Ich habe
eine super Begleitung Die mir alles erzählt. Das Projekt wird
seit 220 in Hildesheim angeboten und ist für die
Fahrgäste kostenlos. In Niedersachsen gibt es solche
Rikscha-Fahrten, unter anderem auch in Hannover und Celle.
Allerdings nur für Senioren. Das Inklusionsprojekt aus
Hildesheim hat daher Seltenheitswert. Es wird
sicherlich jetzt nicht irgendwie dafür sorgen, dass
das Leben danach ein anderes ist, aber man hat ein schönes
Erlebnis gehabt mit einem Rikscha Piloten oder einem
Piloten ähm das ist ein super motivierte Ehrenamtlich Äh man
hat einfach wirklich eins, zwei, drei schöne unbeschwerte
Stunden gehabt, wovor man, glaube ich, noch eine ganze
Weile zehren kann, weil das wirklich Spaß bringt und man so
ein bisschen rauskommt und irgendwie bedrückende Gedanken
nicht so präsent dabei hat. Normalerweise sind es
Einzelfahrten. Manchmal so wie heute finden sie aber auch in
der Gruppe statt. Anke Gure schwingt sich zwei bis drei Mal
im Monat auf das ulkige Rad. Obwohl sich das Gefährt ganz
schön vom normalen Fahrrad unterscheidet. Also beim
Rikscha fahren ist erstmal das Gewicht sehr viel größer, weil
äh man zwei Fahrgäste an Bord hat. Ähm und dadurch, dass
vorne zwei Räder sind, hat man auch ein ganz anderes
Fahrgefühl und Lenkgefühl. Das heißt, um die Kurve, man legt
sich nicht wie sonst beim Fahrradfahren in die Kurve,
sondern muss das Fahrrad so rumbewegen und ähm deswegen ist
das auch dann in Kurven schwierig zu blinken, da helfen
dann aber oft die Fahrgäste auch mit. Aber auch für die
ehrenamtlichen Piloten bedeuten die Rikscha-Ausflüge eine kurze
Auszeit von dem Alltag. Also es gibt keinen einschönsten
Moment, das sind immer die Momente, wenn wir fahren und
die uns entgegenkommen, die Menschen strahlen uns an,
lachen und winken uns zu und wenn wir die Fahrt beendet
haben, äh dass wir glückliche Fahrgäste aussteigen lassen.
Deswegen sind sich sowohl ihre Fahrgäste als auch Anke Gur und
Manfred Lindner sicher, dass es heute nicht ihre letzte
gemeinsame Rikscha-Fahrt Gewesen ist.
2 Comments
❤👍
Ja, geil 😀