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5 Comments

  1. > stattdessen von „Zusammenstoß“ oder „Verkehrskollision“ zu sprechen

    Ach gucke mal, die Polizei hat schon Hot Fuzz (2007!) gesehen.

    Aber im ernst: ich finde es gut, und hoffe, dass das Schule macht.

  2. >Der Polizeirat rät:
    >[…]
    >aktiv zu formulieren und aus der Perspektive der beteiligten Menschen zu berichten

    Das ist sowieso ein zunehmender(?) Schwachsinn in Berichterstattungen jeder Art.

    Es werden viel zu viele Passiv-Konstruktionen verwendet, womit zwar beabsichtigt der Fokus auf das Objekt und nicht das Subjekt gelegt wird, aber der Vorgang selbst eher unbeabsichtigt als unveränderbare höhere Gewalt wahrgenommen wird.

    Und man sieht, hört und liest auch sehr häufig Berichte, wo man sich überhaupt nicht mit den Menschen identifizieren oder etwas nachvollziehen kann, weil man aufgrund von exzessivem Gebrauch des “man” als Person überhaupt nicht angesprochen wird.

  3. >Unfallursachen bleiben in über 60 Prozent der Fälle unklar oder werden abgeschwächt. 

    Klar würde ich mir auch wünschen, wenn in polizeilichen Berichten die Schuldfrage klarer benannt und nicht herumgewurschtelt wird.

    Das Problem ist ein (medien-)rechtliches. Oftmals ist ja die genaue Unfallursache nicht klar wenn der Bericht noch “druckfrisch” ist, d.h. es bleibt nur die nüchterne Zusammenfassung des Ereignisses ohne eine Vor-Wertung der Schuld. “Auto kollidiert mit Fahrrad” / “Kollision zwischen Auto und Fahrrad” enthält keine Wertung, ein “Autofahrer fährt in Fahrrad” hingegen impliziert eine aktive Tat des Autofahrers – wird dies als Meldung veröffentlicht, kann der Autofahrer (z.B. im Fall, dass der Fahrradfahrer die Vorfahrt geschnitten hat) medienrechtliche oder persönlichkeitsrechtliche Schritte einleiten, und wenn der Prozess ein größeres Spektakel wird kann sogar die mediale und polizeiliche Berichterstattung im Vorfeld (und zwar in egal welche Richtung!) für den am Ende Schuldigen noch strafmildernd wirken.

    Um das also halbwegs rechtlich sauber umzusetzen, müsste man mit Berichten – außer es werden Zeug:innen gesucht – sinnigerweise warten, bis entweder die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen durch sind oder es zu einem rechtskräftigen Urteil gekommen ist.

  4. Stimmt ich zwar zu aber 227 Unfallberichte sind ziemlich wenig die ausgewertet wurden.

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