
- Juni 2025 – 17:04 Uhr
Ein Streit in der Kaiserslauterer Barbarossastraße zwischen einem Fahrradfahrer und dem Beifahrer eines Autos ist am Donnerstagabend nach Polizeiangaben dermaßen eskaliert, dass sich die Beteiligten jetzt wegen des Verdachts der Körperverletzung, der Sachbeschädigung und der Beleidigung rechtfertigen müssen. Wie der Polizei mitgeteilt wurde, hatte der Biker seinen Drahtesel bei der Abbiegespur zur Fabrikstraße vor den Wagen eines 18-Jährigen geworfen. Im Anschluss habe er die Beifahrertür des Fahrzeugs geöffnet und dem ebenfalls 18-jährigen Fahrzeuginsassen mehrmals ins Gesicht geschlagen. Danach soll der Mann eine Rückleuchte des Autos zerstört und sich auf seinem Zweirad davongemacht haben. Polizisten gelang es, ihn am Bahnhof anzuhalten und zu kontrollieren – dort gab der 22-Jährige die Schläge unumwunden zu. Als Grund für die Auseinandersetzung führte er an, dass der Autofahrer ihn zunächst zu dicht überholt und der Beifahrer ihn schließlich mit einer Geste beleidigt habe. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
by Fetbo
23 Comments
Musste wohl mal raus…
Fühl ich. Tausendmal in meinem Kopf das gleiche gemacht.
Based
LAUTREEE
Aber warum der Beifahrer? Nur wegen der Geste? 🥲
Biker. Drahtesel. Zweirad. Peak-Lokaljournalismus.
Edit: Typo
So ein erwachsenes miteinander 🤣 bis er mal die falsche Tür aufzieht 😂
Sollte eingestellt werden, kein öffentliches Interesse.
Based
Ah, ein klassischer Reverse-Dooring Unfall.
Fassen wir also zusammen, was wir über den Vorfall gesichert wissen, bevor wir irgendwelche Urteile fällen:
Eine einfache Verwarnung für alle Beteiligten sollte wohl reichen. Erstaunlich, dass die Polizei tatsächlich nach dem Radfahrer gesucht hat und ihn auch noch gefunden hat.
Eigentlich bin ich grundsätzlich gegen jegliche Form von Gewalt, aber hier habe ich Verständnis.
Dieses dichte Überholen ist einfach bedrohlich wie Sau und man erlebt das im Alltag immer wieder.
Ich will gar nicht pauschal auf Autofahrer meckern, weil sich sehr viele auch korrekt verhalten.
Bei der Masse an Autos in der Stadt reichen halt schon 10% Arschlöcher aus um den Radfahrern das Leben zur Hölle zu machen … und da sind Fahrer welche einfach nur aus Gedankenlosigkeit rücksichtslos handeln noch gar nicht dabei.
Was der Autofahrer nicht mal bemerkt ist für den dicht überholten Radfahrer halt beängstigend und gefährlich.
Gepaart mit einem dummen Spruch oder einer Geste ist dann ein Vorsatz erkennbar und in dem Moment hat der Autofahrer mit der absichtlich bedrohlichen Nötigung die Situation selbst eskaliert und in dem Fall auch gleich mal die Quittung bekommen.
In gewisser Weise kann ich’s schon verstehen:
Wenn ich auf dem Rad wieder und wieder gefährdet werde, sinkt meine Laune auch ins Bodenlose.
Mit vernünftigen Radwegen wäre das nicht passiert.
Er war halt wütend, in einer schlechten Gemütslage und hatte was getrunken.
Kannste nichts machen.
30€ Bußgeld und ein Tadel vom Richter sind hier das absolute Höchstmaß.
Aber hat der Beifahrer einen Helm getragen? Dann tun die Schläge nicht so weh
Er hat gemacht, was vermutlich jedem Radler schon mehrfach durch den Kopf gegangen ist. Jetzt gibt’s vermutlich aber öffentliches Interesse. Ob er mehr Strafe bekommt als der mit 100km/h über rot Typ von neulich?
Die Lunte wird kürzer …
Gesicht kollidiert mit Faust.
Hätte er ihm lieber mal ein Auto vors Fahrrad werfen sollen.
Vielleicht hat er vor seinem geistigen Auge gesehen, wie er in einen Boxsack schlägt.
Gewalt ist nie gut, leider sind wir aber in genau so einer Situation weil die anständigen auf den Sack bekommen und die arschlöcher sich alles erlauben dürfen.
Nicht nur dieses Beispiel sondern im Alltag sieht man es jeden Tag dutzendfach.
Der Radfahrer hat in so einem Fall immer recht.