Salut an alle!

Wie ist die Meinung zu folgendem Inserat?

Ich fahre seit Jahren mit einem Stahlrenner irgendwann aus den 90ern von Sannino (falls das wer kennt). Das hat eine wunderschöne 8fach Campa Veloce mit Standard 52/39 vorne und wiegt ca zarte 9kg. Fährt sich eigentlich echt super und ich brauche meistens auch nicht mehr.

Außer es geht den Berg hoch. Ab 10% wird es einfach echt zäh. Ich bin zwar sehr sportlich, fahre aber nicht viel Rad und erreiche daher nicht das Fitness Level auf dem Rad um steile Rampen einfach so mit 12+ km/h hochfahren zu können.

Ist das hier eine gute Alternative? Wie ist Preis Leistung?
Hat eine Kompaktkurbel, wiegt ein bisschen weniger und ist modern genug um später vielleicht sogar ein paar Upgrades dranzuhängen.

Warum ich 3000€ für ein Rennrad ausgeben soll hat sich mir nie so wirklich erschlossen, wenn es gebraucht so viel elegantere und trotzdem technische ausreichend gute Räder gibt. Gönne es natürlich allen die es sich leisten wollen 🙂

TL;DR:
Aktuell Stahlrenner mit 52/39, schön aber bergauf zäh. Inserat: leichter, Kompaktkurbel, upgradefähig – gute Alternative?

by Baengelg

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9 Comments

  1. Wenn das Fahrrad jetzt 1-2 Kilo weniger wiegt ist das für die Berge “nice to have”. Primär hoch kommst du aber wegen der passenden Übersetzung. Und die ist hier mit der kleinen Pupskassette nicht gegeben.

    Zum Gewicht, rechne es dir aus: [http://www.kreuzotter.de/deutsch/speed.htm](http://www.kreuzotter.de/deutsch/speed.htm)

    Bei 10% Steigung bist du mit 7.5 kg vs 9.5 kg in meiner Beispielrechnung bei gleicher Leistung rasante 0,2 km/h schneller

    Unterhalb von Kompaktkurbel und Kassette mit 11-32 würde ich gar nicht erst anfangen. Persönlich fängt die Bergtauglichkeit beim Rennrad für mich aber mit einer 1:1-Übersetzung an, also mit einer 34er Kassette.

  2. PotentialIncident7 on

    Bringt meiner Meinung kaum was.

    Du müsstest deutlich in die Tasche greifen, um beim Gewicht des Rades so sparen zu können, dass du das wirklich zeitmäßig bergauf merkst.

    Bleibt also eigentlich nur: du möchtest mal was neues.

    Nur so: meine Zeiten auf meinen alten Rädern aus den 90ern, die ich immer noch habe, bin ich nicht schneller als mit dem Carbon von 2024

    Edit: Vielleicht findest du ein 50er Kettenblatt.

  3. Das Gewicht spielt zwar ne Rolle, aber wirklich relevant ist die Übersetzung. Ich würde gucken ob da was mit 2×11 oder 2×12 kriegst, kleinster Gang 1:1 übersetzt. Damit kommt man auch 10% noch mit vernünftiger Trittfrequenz hoch

  4. Vexing-Devil on

    52/39 und vermutlich auch eine kleine Kassette sind halt echt schwere Gänge. Da helfen dir vermutlich nur leichtere Gänge. Bekommt du für dein bisheriges Rad kleinere Kettenblätter, oder ist eine größere Kassette möglich. Denke damit könntest du mit dem Bike auch wieder glücklich werden.

    Ich selbst viel Rad, auch ambitioniert sportlich. Ich hab dennoch mein Alltagsrad auch gerade auf leichtere Gänge umgerüstet. Mir fehlt zwar etwas Endgeschwindigleit (Solo), aber Kinderhänger und 15% ist halt einfach Endgegner. Alltagsfahrten brauchen echt nicht allout sein.

  5. Sehe auf dem Bild eine 11-25er Kassette die du sehr wahrscheinlich nicht gegen eine Größere tauschen kannst. Viel wird das neue Rad also nicht helfen.

    Übrigens gibt es auch noch Räder zwischen 3000€ und Gebrauchtes mit Nachkriegs-Technik.

    Für 800+€ gebraucht und ab 1100+€ neu bekommst du schon hydraulische Scheibenbremsen, breitere Reifen als mit Felgenbremse je möglich wären und dank moderner Schaltwerke üblicherweise 11-32 oder 11-34 hinten.

  6. Wie viele schon geschrieben haben ist nicht das Gewicht ausschlaggebend sondern die Übersetzung. Du brauchst aber dafür kein neues Rad und auch keine neue Schaltgruppe, denn du kannst aber einfach nur die Kurbel anpassen. Das wird deutlich kostengünstiger sein und du kannst dein vorhandenes Rad weiterfahren, wenn du es ansonsten magst.

    Ich habe zufällig auch letztes Jahr eine Campa 8-fach (Mirage) bergtauglich gemacht. Dafür habe ich die 52/42 auf 46/32 getauscht. An so einer Kurbel mit kleinem Lochkreis (subkompakt) kannst du sogar noch kleinere Kettenblätter als diese montieren. Der vorhandene Umwerfer packt das locker, du musst ihn nur etwas tiefer setzen. Hinten fahre ich 28 als großes Ritzel, das ist dann ohne weiteres bergtauglich bis 15%. 28er Ritzel müssten eigentlich alle Campa Kurzkäfig-Schaltwerke packen, wenn die Gesamtkapazität des Antriebs nicht zu groß wird.

    Die Kurbel+Innenlager haben zusammen ca 150 Euro gekostet, aber vor allem deshalb weil die Kurbel optisch im 80er-Stil ist. Wenn du mit einer etwas moderneren Optik vorlieb nehmen willst, gibt es Subkompaktkurbeln auch garantiert günstiger.

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