Ich wollte einmal verstehen, wie hoch der Kalorienverbrauch beim RR-Fahren ist, damit ich ernährungsmäßig gegenansteuern kann.

Mir ist klar, dass dieser von vielen Faktoren abhängt, deswegen reicht mir auch ein sehr grober Anhaltspunkt. Aber meine heutige Fahrt hinterlässt mich ratlos: ich bin 73,43 Km in 2:26 gefahren, 220 Hm, Schnitt also ca. 30 km/h. Normales RR, kein Aero. Ich wiege derzeit ca. 70 Kg. Bin gefahren mit Herzfrequenzmessung, kein Powermeter.

Strava sagt, ca 1450 Kal. verbraucht. Sigma Ride App 1273 und dieser https://www.omnicalculator.com/de/sport/radfahren-kalorienrechner hier erzählt bei Angabe meiner Eckdaten etwas von über 2.200. Das kann ja gar nicht stimmen.

Habt Ihr einen Idee, woran ich mich orientieren kann?

by RetardierterAutist

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9 Comments

  1. Was man definitiv machen sollte, ist genug während dem Fahren zu essen. Wenn es schnell gehen soll, halt ein Drink Mix oder Gel.

    Da muss ich nochmal ein bisschen testen aber ich kann definitiv sagen, dass der Heißhungeranfall den ich nach dem Fahren hatte sich jetzt gelegt hat.

  2. Die Kalorien die dort angegeben werden sind alles nur Schätzwerte, die sich aus unterschiedlichen Modellen ergeben. Man kann allgemein nicht super viel auf diese Werte geben, schon gar nicht wenn man bspw. Abnehmen will. Kalorien allgemein ist eine sehr ulkige Einheit und so recht abstrakt.

    Der tatsächliche Wert wird vermutlich irgendwo zwischen den 3 Werten liegen.

  3. Stiller_Winter on

    Für 2.5 Stunden rechnet mir Garmin aus dem Puls circa 1000 Kalorien. (50% Zone 3, 25% für 2 und 4). Kein Rennrad, aber ist egal, Hauptsache kurbeln.

  4. Advanced_Ad8002 on

    Wenn du halbwegs realistische Kalorienwerte haben willst, dann hilft nur ein Powermeter. Und die verrichtete Arbeit in kcal umrechnen. (1 cal = 4,184 J, Effizienz Körper beim Radeln 20 … 25 %).

    Wenn ich die eigenen Werte z.B. mit dem Schätzhobel Kalorienverbrauch der Watch vergleiche (basierend auf HR), dann liegt die Watch meist 20% darüber.

    Die Werte, die sich Strava selbst und alleine zusammenreimt sind dann nochmal was anderes. Aber auch immer deutlich zu hoch.

  5. 3,6kcal x Watt Output/h

    30er Schnitt hört sich nach 200W um Schnitt an, also 3,6 x 200= 720kcal/h
     

    Du brauchst für eine genaue Messung ein Powermeter…

  6. Grobe Faustregel sind 700 kcal pro Stunde bei 200W. Für 30er Schnitt wirst du schätzungsweiße bei knapp 200W liegen, d.h. die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo zwischen dem Strava und dem Sigma Ride Wert.

  7. FrostbuttMain on

    Abhängig ist das ganze von deiner Radfahreffizienz und den produzierten Watt.

    Angenommen du hast (da die Strecke sehr flach ist) etwa 160W benötigt und eine übliche Effizient von 0,24

    160 * 2,43 * 3,6 = 1400kcal

    Ohne genaue Leistungsdaten kann man natürlich nur schätzen.

  8. Ich würde meine Kalorienaufnahme immer am oberen Ende der Schätzung orientieren. Zu viel essen/trinken ist mEn sehr schwierig, außer bei Ultra Distanzen (>=300km), da kann einem auch mal wirklich nachhaltig schlecht werden vom ganzen Zucker und es geht nichts mehr rein. 
    In ein Defizit zu rutschen ist viel viel schlimmer und es dauert ein paar Minuten, bis der Zucker kickt und bis dahin fährt man auf Reserve. 

    Wenn du allerdings abnehmen willst, mach es genau anders herum und fahre nur Zone 2, dann ist der Hungerast auch fast egal. 

    Achso, und was man vielleicht noch sagen muss: Kalorien sind nicht gleich Kalorien. Der Körper nimmt z.b. ein bestimmtes Glukose-Fruktose-Maltodextrin-Verhältnis anders auf als die gleiche cKal-Menge in reiner Glukose, Saccharose oder langkettigen Kohlenhydraten. Fett, z b. aus Nurriegeln, auch nochmal anders. 

  9. Ohne Leistungsmessung sind all die Berechnungen nur allergröbste Näherungen, und sie werden umso schlechter, je flacher die Tour war (und 220 hm auf 73 km ist ja extrem flach).

    Grund: Kalorien berechnen sich aus geleisteter Arbeit (W). Wenn diese nicht direkt gemessen wird, ist eine zumindest noch gut abschätzbare Komponente der Gesamtarbeit die „Hubarbeit“ (Höhenmeter über Zeit), da diese ja vor allem vom Gewicht abhängt, und dieses kannst du dem Algorithmus zur Verfügung stellen. Das ist übrigens auch der Grund, warum man erstaunlich exakte Wattwerte berechnen kann wenn man nur mit einer Stoppuhr eine bekannte Steigung hochfährt.

    Soweit so gut. Was ist jetzt wenn es flach wird? Eine Katastrophe zum Schätzen. Rückenwind ist völlig anders als Gegenwind. Es findet keine nenneswerte Hubarbeit statt. Ist alles nur Luftwiderstand und Rollwiderstand. Der Luftwiderstand hängt neben den Windverhältnissen noch von deiner Position und deinem Rad ab, von beidem weiß der Algo nix. Rollwiderstand hängt von deinen Reifen ab, weiß der Algo auch nix.

    Daher würde ich bei flachen Schätzungen +/- 50% Fehler durchaus für möglich halten.

    Wenn dir die Kalorien wirklich wichtig sind, hol dir einen Leistungsmesser. Der liefert am Rennrad perfekte Werte für diesen Zweck, und inzwischen sind sie auch nicht mehr zu teuer. Und sie haben noch viel bessere/wichtigere Nutzen als das Kalorienzählen (Trainingssteuerung und Pacing).

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