
Hallo zusammen!
Ich habe als Erstrad ein E-Bike und für den Gepäckträger Taschen von Ortlieb.
Jetzt habe ich mir wegen fehlender Impulskontrolle als Zweitrad ein Gravelbike gekauft. Einerseits macht mir das nun so viel Freude, dass ich damit möglicherweise statt dem E-Bike zur Arbeit pendeln möchte. Andererseits aber möchte ich mehrtägige Reisen damit unternehmen. Ich müsste dann neben etwas Kleidung v.a. Camping-Equipment transportieren.
Wenn ich mir jetzt YouTube-Videos anschaue, dann ist gefühlt die gesamte Welt mit einer Arschrakete unterwegs, auch Gabeltaschen sehe ich sehr häufig.
Spricht jetzt aber irgendetwas gegen den Quick-Rack? Dauerhaft möchte ich keinen Gepäckträger verbauen, aber eventuell zum Pendeln und insbesondere für Reisen müsste ich einmalig hier nur 110 € investieren und könnte auf das schon vorhandene Taschensortiment zurückgreifen (2x 20l = 40l). Das wäre nicht bloß günstiger, gegenüber der Satteltasche mit maximal 16,5l wäre auch der vorhandene Stauraum größer.
Vielen Dank im Voraus! 🙂
by Cluezowreo
10 Comments
Nö. Spricht nichts dagegen.
Für Seitentaschen, nichts. Allerhöchtens für Topcasetaschen, da wäre der SKS besser wegen intigiertem MIK.
Ich habe das Quick Rack am Gravel und bin sehr zufrieden. Dazu die Gravel Packs von Ortlieb. Plan war auch eine Radreise, die habe ich aber noch nicht unternommen. Packe es immer aufs Rad, wenn ich einkaufen fahre. Super praktisch.
Arschrakete wird an der Sattelstange angebracht und damit ist das Gewicht besser verteilt. Bei einem Rack knallt das volle Gewicht auf das Hinterrad, damit ist man schon nicht mehr so ganz agil unterwegs. Ich benutze mein Quick Rack zum einkaufen und im Alltag, aber bikepacking mache ich lieber mit arschrakete.
Gegen ein Quick-Rack spricht an sich erstmal nichts. Ein Nachteil von Panniers, die du dann daran befestigen würdest, ist der Luftwiderstand. Je nach Größe nimmt dieser um knapp 10% zu. Falls es Seitenwind gibt, wirds noch schlimmer. Im Gelände bist du breiter unterwegs, wodurch du beschränkter bei manchen Trails fahren kannst.
Die Arschrakete hat aber eben auch einige Nachteile: unkomfortabler, instabiler, teurer (obwohl sich das mit dem Rack bei dir dann auch relativiert?).
Ich benutze bei meinem Rad den Dry-Pak auf meinem Gepäckträger [https://de.ortlieb.com/products/dry-pack](https://de.ortlieb.com/products/dry-pack) und finde, dass er dem Seat-Pak in allen Belangen überlegen ist. Bei mir ist der Gepäckträger aber auch fest verbaut. Hätte ich keinen, würde ich glaube ich eher zum Seat-Pak greifen, um den Umbau nicht zu haben. Panniers versuche ich bei Trips zu vermeiden.
Am Ende ist es eine Abwegungssache und die Frage wie dein Trip aussehen soll und was dir wichtiger ist.
Hab auch nen Quick Rack an meinem Gravel Bike zum pendeln und für Radreisen. Das klappt hervorragend.
Hatte an der Seite zwei Taschen und oben drauf noch ein Zelt.
Aber man muss sich im Klaren sein, dass das nicht mit der Stabilität und ich denke der Langlebigkeit eines festen Trägers vergleichbar ist.
Meiner hat jetzt so 10000 km drauf. Man merkt schon Gebrauchsspuren. Aber der wird trotzdem noch lange halten.
> müsste ich einmalig hier nur 110 € investieren
Realistisch betrachtet: +35€ für Steckachsenadapter.
Pass auf falls du ein Carbon Rad hast, da klappt das nicht so einfach
Nichts, der ist super! Nutze ich seit einem Jahr zur täglichen Pendelei und plane mit dem Setting auch eine Bodensee-Umrundung in drei Etappen
https://preview.redd.it/99yaq0zbwlve1.jpeg?width=1024&format=pjpg&auto=webp&s=08bd1ed948784fdd86770788f0d192bb3f105351
Nichts spricht dagegen. Auch beim Bikepacking werden Gepäckträger immer mehr und mehr wieder genutzt.
Falls du deine Seitentaschen nicht nutzen magst weil die dich einschränken, warum auch immer, kannst du immer noch ein Packsack auf dem Gepäckträger schnallen und auch flott unterwegs zu sein ohne große Mehrkosten.