Nach zahlreichen schweren Stürzen und tödlichen Rennunfällen ist die Diskussion um die Sicherheit im Radsport neu entfacht. Besonders die immer höheren Geschwindigkeiten der Fahrer sorgen für erhöhtes Risiko. Der Weltverband UCI sucht nach Lösungen. So wurde vor knapp vor zwei Jahren die Arbeitsgruppe SafeR gegründet – von Teams, Fahrern, Veranstaltern und der UCI. Passiert ist bisher allerdings wenig.

#sportschau #radsport #cycling #cycle

Playlist Sport inside: https://www.youtube.com/playlist?list=PLPqdpObZSE_eHILqyxFf1spE-HEYvvm40

Playlist Dokus und Reportagen: https://www.youtube.com/playlist?list=PLPqdpObZSE_fngvsC2nv23pMqa-26Z9g5

Sport inside – der Podcast: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/sport-inside/index.html

Unsere Themenwelt in der ARD-Mediathek: https://www.ardmediathek.de/sport

Checkt unsere Website aus: https://www.sportschau.de

40 Comments

  1. Also was man einfach auch sagen muss ist, dass Radsport der einzige Sport ist, bei dem es noch schneller und gefährlicher wird wenn gefährliche oder enge Stellen voraus sind. Diese können oft Rennentscheidend sein und somit bekommt jedes Team die Ansage, dort als erstes reinzufahren. Das ist durchaus ein Problem da dann auch gerne mal mit 80 auf eine Kurve zugefahren wird und wer später bremst fährt als erstes rein…
    Gleichzeitig kann man sagen ja Geschwindigkeiten werden höher aber das liegt nicht nur an den Fahrrädern, ist glaube auch nicht Sinn der Sache, hier zu regulieren und den technischen Fortschritt zu hindern. Eher sollten dann die Strecken eben auf die höheren Geschwindigkeiten angepasst werden

    Wichtig wäre auch, dass sich das ganze auch auf Rennen der niedrigere UCI Kategorien bezieht. Hier werden oft besonders im Ostblock unzumutbare Strecken befahren bei denen es ein Wunder ist, dass nichts weiter schlimmes passiert. Leider haben die kleinen Teams bei diesen Rennen oft gar keinen Hebel da sie auf die Rennen angewiesen sind. Zwar werden die Rennen wohl von der UCI abgenommen, aber ich habe nicht das Gefühl, dass sich das wirklich genau angeschaut wird.

  2. Och, Leute… Was erwartet man denn, wenn Leute mit 70 km/h auf dem Fahrrad unterwegs sind? Und dann noch das "big business" im Hintergrund, das die fürstlich belohnt, die möglichst risikoreich ins Ziel kommen. "Höher – Schneller -Weiter" – Das ist im Sport und im sonstigen Leben noch nie eine gute Idee gewesen.
    Der Zeitgeist fordert seine Opfer.

  3. Entweder man veranstaltet die Rennen auf Strecken die für die Geschwindigkeiten von modernen Rennrädern auch ausgelegt sind, also Autobahnen oder Bundesstraßen, oder man ändert die Regularien um die Räder sicherer zu machen, sprich breitere Räder, dickere Reifen, Federungen und eine Begrenzung der maximalen Übersetzung. Wenn man sich ansieht, wie die Radrennfahrer mit 40, 50 oder 60 Sachen durch Stellen rasen, bei denen für den normalen Straßenverkehr – aus Sicherheitsgründen! – Tempo 30 gilt, braucht man sich nicht wundern dass die völlig ungefederten Rennräder mit ihren spindeldürren Reifen bei jeder noch so kleinen Unebenheit direkt abheben.

  4. Gibt es eine andere Sportart, bei der sich der "governing body" so wenig für die Sicherheit einsetzt wie im Radsport? Ich habe das Gefühl, dass die Sportler anderer Sportarten sich eher über zu viel Sicherheitsregelungen vom Regelator beschweren als anders rum.

  5. Beim Material gibt es ähnliche Probleme wie früher in der Formel 1. Dort wurden die Fahrzeuge zu schnell so das durch Regeln eingegriffen werden musste.

    Auch bei Fahrrädern wäre es möglich z.B. bei Abfahrten Widerstände einzubauen.

  6. Also ich fahre auch immer mit dem Fahrrad zur Arbeit und habe mich noch nie lang gelegt, als absoluter Experte sage ich, dass es ja nur an den Fahrern liegen kann

  7. Hauptproblem ist Kapitalismus und Gier. Dann wird bei der Sicherheit gespart auf Kosten der Sportler. Kapitalismus tötet und verletzt. Leider.

  8. Man sollte nicht mehr einheitliche Reglements von der C-Klasse bis zur Worldtour haben.
    Muss man langsamer werden?
    Man könnte z.B. Rennanzüge verbieten, höhere Mindestlenkerbreiten vorschreiben, die Felgenhöhe begrenzen oder die Übersetzung begrenzen.
    Ein großer Fehler war das UCI-Gewichtslimit, dadurch wurde die Entwicklungsrichtung von schneller den Berg hoch zu schneller den Berg runter verändert.

  9. Verstehe nicht wieso es nicht mittlerweile Mindestzeiten für gewisse gefährliche Streckenabschnitte gibt.
    Beispielsweise für eine gefährliche Abfahrt: Wenn du hier 20 Sekunden schneller fährst als erlaubt auf den 2 Kilometern kriegst du sie am Ende wieder auf deine Zeit draufgerechnet. Aber es ist kompliziert.

  10. Ihr habt die Frauen vergessen. Autsch!!! Nicht nur das Ihr keine Frauen gezeigt habt, auch in der Aufzählung der Unfälle fehlen diese.

  11. Hauptsache gibt ständig neue Vorschriften für Sockenlängen oder Trikotfarben… ganz ganz "Wichtig" sich mit solchem Misst zu beschäftigen.

  12. die richtige Aussage: wie beim Motorsport – die Räder sind über dem Limit, das muss begrenzt werden. Ein Ansatz wären genormte breitere, profilierte Reifen bis hin zu Fatbikes im Rennsport, ein anderer wären Geschwindigkeitsbegrenzungen vor gefährlichen Kurven und in Abfahrten, kontrolliert mittels Blitzern – es nimmt zwar auch viel von der Attraktivität, aber ehrlich gesagt habe ich langsam genug von den wöchentlichen Knochenbrüchen. Auch im Training passieren den Profis leider zu oft schwere Unfälle, meist Zusammenstöße mit Autos. Die Räder sind einfach zu schnell. Motorradkleidung ist wohl unmöglich aber irgendwomit muss der Geschwindigkeitsrausch gelindert werden…

  13. Warum beschränkt man auf Abfahrten nicht einfach die Geschwindigkeit auf maximal 50 km/h? Von Punkt A bis B darf man maximal Geschwindigkeit x fahren.

  14. Auch früher schon war der Straßenradsport gefährlich und endete für so manch einen tödlich. Ich erinnere mich noch an die Tour 1995 und Fabio Casartellis tödlichen Sturz. Das gehörte (leider) schon immer zum Radsport und wird auch immer dazugehören. Es ist nicht umsonst der härteste Sport der Welt. Diese ganzen Reglements und Maßnahmen sind nichts weiter als Augenwischerei, um einen Schein von Sicherheit zu vermitteln. Diese Sicherheit wird es im Straßenradsport aber nie geben und genau darin liegt letztendlich auch sein Reiz.

  15. Absolutes Sicherheit wird es niemals geben oder wollen wir bald keine Rennen mehr auf freier Strecke sondern nur noch digital auf Zwift sehen?

  16. Ich finde ja, man kann neutralisierte Bereiche einführen, wie es sie bei manchen Amateurveranstaltungen gibt. Damit kann man schon mal die Abfahrten entschärfen. Das Rennrad mit 0,1mm bzw. 2 cm "Knautschzone" ist kein Sportgerät, mit dem man auf Absturz- und Einschlaggefährdeten Strecken maximale Kurvengeschwindigkeiten ausprobieren sollte, sage ich als leidenschaftlicher Rennradfahrer (besonders auf Bergstrecken)

    Sprints sicherer zu machen und Massenstürze zu verhindern wird schon schwieriger. Das geht eigentlich nur über die Streckengestaltung. Man muss das Peleton halt besser führen, bereits deutlich vor Hindernissen. Das einzige was man sonst machen könnte wäre es, Abstände im Peleton verpflichtend zu machen. Aber das ich gleube ich nicht, was die Fahrer wollen.

  17. Riesenproblem ist tatsächlich, die Sicherheit zu erhören, ohne das die Attraktivität für Zuschauer zu arg leidet. Lange Flachetappen auf ner gesperrten 4 spurigen Straßen haben halt den Unterhaltungswert eines Bildschirmschoners, während der Descent von Pidcock (bei 4:51) mal entspannte 800k Views auf YT einkassiert. Gleichermaßen war die Reaktion auf das Verbot bestimmter Fahrpositionen (Puppypaws, Supertuck) ja unter den Fahrer*innen zum Teil sehr durchwachsen. Da hat die UCI dann "den Sport kastriert" weil du als Fahrer*in beiden Hände am Lenker haben musst. Im Sprint werden aber bisweilen immer noch beide Augen zugedrückt, wenn die Leute sich da gegenseitig gezielt in Richtung der Begrenzung manövrieren. Und letztere (Metallgitter) wirkt auf mich doch deutlich gefährlicher als notwendig. Es gibt da so viel zu tun abseits von "alles zu schnell, UCI is kacke". Und journalistisch hätte es dem Betrag nach meinem Dafürhalten recht gut getan, wenn man vllt. mal ein paar konkrete Forderungen der AG SafeR (gibt es solche überhaupt?) vorgestellt hätte. Alles in Allem bleibt man als Zuschauer dann doch irgendwie ratlos zurück…

  18. Es ist natürlich traurig wenn Athleten sterben. Aber es gibt Sportarten bei denen das Risiko nicht vermeidbar ist.
    Simple Streckensicherungsmaßnahmen sind offensichtlich immer eine gute Idee. Aber das Risiko wird man nicht loswerden.

  19. Die Räder müssen verändert werden, sie sind mittlerweile viel zu schnell. Bei der Formel 1 hat man die Autos auch so reglementiert, das sie nicht mehr so schnell sind.

  20. Leute, Ihr braucht bessere Korrekturleser:
    Scheibenbremsen verzögern nicht besser als Seitenzugbremsen. Nur im Regen sind erstere besser. Es ist Quatsch, dass man damit später abbremsen könne.
    Ebenso sind heutige Räder zwar schneller und die Geschwindigkeiten im Schnitt höher, aber dabei geht es im wenige Prozente. Zudem hänten die Höchstgeschwindigkeiten von anderen Faktoren ab und sind weitgehend gleich geblieben.
    Unterm Strich sind Radrennfahrer immer schon gestürzt. Wenn es weniger Stürze geben soll, dann redet Euch nicht mit dem Material raus – sondern verringert den Leistungsdruck auf die Fahrer. Und wenn es weniger Verletzungen geben soll, dann sorgt für bessere Helme und möglicherweise auch für weitere Schutzkleidung. Beispielsweise für abriebfeste Trickots.

  21. Ich erkenne gewisse Parallelität zum Skisport. Material wird immer besser. Höhere Risikobereitschaft. Und dann passieren schwere Unfälle – Cyprien Sarrazin.

  22. Wichtiges Video! Es wäre gut gewesen ein paar konkrete Maßnahmen anzusprechen und diskutieren zu lassen um deutlicher zu machen worüber konkret diskutiert wird. Außerdem ist es eine riesen Sauerei, dass der Frauenradsport nicht mal gezeigt / erwähnt wurde. Auch dort gab es schwere Unfälle in den letzten Jahren und die zusätzliche Dimension, dass sehr viel Equipment von Männern für Männer gebaut und dann oft einfach geschrumpft wird, statt tatsächliche Bedarfe ernst zu nehmen.

Leave A Reply