Radfahren ist klimafreundlich und hält gesund. Darüber hinaus benötigt Radverkehrsinfrastruktur weniger Fläche als andere Mobilitätsformen. Damit allerdings mehr Menschen aufs Rad steigen, muss Radfahren sicher, schnell und komfortabel werden. In der »Guten Frage« sprechen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Dresden über ihre Forschung rund um den Drahtesel.

Das Video wirft im @Verkehrsmuseum.Dresden auch einen Blick auf die Geschichte des Radfahrens. Zu welchen gesellschaftlichen und technischen Veränderungen hat das Fahrrad beigetragen? Verkehrswissenschaftler der TU Dresden erklären außerdem, wie die Daten der Radfahrkampagne STADTRADELN zur Verkehrsplanung beitragen und welchen Vorteil eine Radverkehrssimulation für die Stadtplanung hat. Erforscht wird zudem, wie Konflikte zwischen Verkehrsteilnehmen minimiert werden können. Auch das Forschungsprojekt ePredict wird in der »Guten Frage« vorgestellt. Die dort entwickelten E-Bikes sind mit Sensoren ausgestattet, die das Ermüdungsverhalten messen.

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Informationen zu den Protagonist:innen:
Prof. Regine Gerike & Dr. Sebastian Hantschel, Professur für Mobilitätssystemplanung 👉 https://tu-dresden.de/bu/verkehr/ivs/msp
Maria Niklaus, Kustodin am Verkehrsmuseum Dresden 👉 https://www.verkehrsmuseum-dresden.de/
Dr. Sven Lißner & Dr. Stefan Huber, Professur für Verkehrsökologie 👉 https://tu-dresden.de/bu/verkehr/ivs/voeko
Dr. Ilja Koch, Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik 👉 https://tu-dresden.de/ing/maschinenwesen/ilk

Inhalt:
00:00 Intro & Einleitung
01:36 Fahrradfahren & Klimaschutz
05:13 Geschichte des Radfahrens
08:10 Radverkehrsinfrastruktur
15:54 Sicherheit beim Radfahren
20:48 Messung des Ermüdungsverhaltens bei E-Bikes
24:48 Schluss & Endcard

Quellen der Infografiken:
1. Teil
Potenzialabschätzung des Radverkehrsanteils, Fraunhofer ISI (2024) 👉 https://www.isi.fraunhofer.de/de/blog/2024/adfc-radverkehrsanteil-potenzialabschaetzungen.html
Globaler Fahrradstädte-Index, LUKO (2022) 👉 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1011869/umfrage/ranking-der-fahrradfreundlichsten-staedte-weltweit/
2. Teil
Nutzungsanlässe fürs Fahrrad & Streckenlängen, SINUS, Fahrrad-Monitor (2023) 👉 https://bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Anlage/StV/fahrradmonitor-langfassung.pdf?__blob=publicationFile
Was Fahrradfahrenden Angst macht, TÜV Mobility Studie (2024) 👉 https://www.tuev-verband.de/studien/tuev-mobility-studie-2024

Weitere Shownotes:
Oxford-Studie zur Klimafreundlichkeit vom Radfahren 👉 https://tu-dresden.de/tu-dresden/newsportal/universitaetsjournal/artikel-uj/fahrrad-fahrend-das-klima-veraendern
STADTRADELN 👉 https://www.stadtradeln.de/home
Radverkehrssimulation zur Verbesserung der kommunalen Radverkehrsplanung 👉 https://www.mobilitaetsforum.bund.de/DE/Themen/Wissenspool/Projekte/Projektbeispiele/Projekte/RadSim.html;jsessionid=898FB7D2F0633177F244FB0F34AC9B8A.live11311
“Safety-in-numbers”-Effekt, Elvik & Bjørnskau (2017) 👉 https://doi.org/10.1016/j.ssci.2015.07.017
Protected Intersections, Friel et al. (2023) 👉 https://doi.org/10.1016/j.jsr.2023.09.012

Zum Format: Die TU Dresden veröffentlicht seit Sommer 2021 das Videoformat »Gute Frage«, in dem relevante Fragen unserer Zeit aus unterschiedlichen Perspektiven beantwortet werden.

Moderation: Karl J. Donath
Redaktion: Karl J. Donath, Anne-Ailine Krause, Lena Schuricht
Produktion: Birgit Nockenberg, Philipp Schulze, Felix Schneider, Steffen Sommerfeld, Ulrich Hopp

Drehorte: Campus der TU Dresden, Wochenmarkt am Münchner Platz, Verkehrsmuseum Dresden, Elberadweg / Körnerweg, Blaues Wunder, Bahnhof Mitte, Leichtbau-Innovationszentrum

#TUDresden #Fahrrad #Forschung

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21 Comments

  1. Ich würd mir auch wünschen, dass die Radwege in Dresden weniger holprig, löchrig und mit vielen Kanten und Absätzen wären… das würde nicht nur dem Fahrkomfort helfen, sondern auch mein armes Rad schonen.

  2. Die Musik ist zu LAUT !
    Ich frage mich was die Produzenten immer dazu aufstachelt irgendwelche Sprechszenen mit irgendeiner Musik zu unterlegen ?
    Langeweile beim Zuhörenden entsteht nicht durch die vermittelte Information,
    sondern dadurch, dass Informationen nicht wahrgenommen werden können…
    Zum Inhalt kann man anmerken, in allen großen Kommunen gibt es für den Radverkehr die gleichen Probleme, und insbesondere in den Neuen Bundesländern sind diese Probleme trotz der Erfahrungen aus den alten Bundesländern erst in den vergangenen fast 35 Jahren seit der Wende entstanden, wahrscheinlich sogar unter tatkräftiger Mit-und Beihilfe von so genannten "Beratungen" aus dem Westen.
    Verglichen mit vielen Ideen die in anderen Ländern seit Jahrzehnten in der Erprobung sind,
    ist in der BRD insgesamt noch so viel Luft nach oben, in der "gerechten Aufteilung" des Verkehrsraumes, der auf alle verteilt werden muss…

  3. Um die Geschwindigkeitsunterschiede zu verringern wäre es sehr hilfreich wenn E-Bikes wenigstens 30km/h fahren dürften. Oder S-Pedelec/ E-Moped zumindest beim Parken genauso wie Fahrräder behandeln und auf Radwegen erlauben, gerne natürlich auch mit einer passenden Geschwindigkeitsbegrenzung dort wo’s zu eng ist oder Fußgänger die gleichen Wege benutzen.

  4. Das Fahrrad ist definitiv eine der Lösungen. Solange wir aber noch mit Planungsstandards von vor 10 Jahren und mehr arbeiten, dann nützt uns das leider nicht viel.
    Bei mir in der Kleinstadt (ca. 20tsd. Einwohner) soll schon länger eine Straße neu gestaltet und/oder ertüchtigt werden. Das Problem ist nur, dass die Vorgaben für den Rad- und Fussverkehr noch mit Ideen und Planungsansätzen aus dem Jahre 2010 stammen. Da war von einem Fahrrad eher weniger die Rede. Und auch die Abstände bei der Breite haben sich in der ganzen Zeit schon verändert.
    Ein weiterer Punkt der lähmt, ist die lange Planungsphase. In einigen Kommunen greift man hier schon zu sogenannten "Bürgerradwegen". Diese sind zwar eher kürzer, aber ihre Umsetzbarkeit geht schneller.
    Das Stadtradeln mache ich auch schon länger mit. Mal mehr, mal weniger Kilometer. Ich würde die App gerne mal über eine längere Zeit nutzen, als nur in den 3 Wochen.

  5. Schöner Beitrag über ein wichtiges Thema. Dresden ist bemüht, hat aber noch einen weiten Weg vor sich (siehe z. B. KöBrü…).
    Im direkten Vergleich der Interviews mit Dr. Hantschel und Dr. Koch hört man (leider) mal wieder, wie viel entspannter, flüssiger und verständlicher ein Gespräch unter Verwendung des generischen Maskulinums ist …

  6. Der Bericht rückt separate Fahrradinfrastruktur stark in den Vordergrund und nennt Geschwindigkeit nur am Rande. Wäre schön, wenn Ihr etwas mehr auf die Effekte einer generellen Absenkung des (Höchst-)Geschwindigkeitsniveaus in der Stadt auf 30 km/h eingegangen wärt. Davon hätten alle etwas.

  7. Wichtig ist mir anstatt nur der "Schnelligkeit" des Radverkehrs eher nicht anhalten zu müssen, weil das Aufbauen von Geschwindigkeit Kraft kostet, insbesondere bei Strecken, die bergauf verlaufen.
    Ampeln sind in dieser Hinsicht sehr unangenehm. Gleiches gilt für Unter-/Überführungen, deren Rampe entweder zu steil ist oder Umwege macht.

  8. 16:50 Baulich getrennt muss nicht nur heißen neben der potentiell mehrspurigen Fahrbahn, sondern kann auch heißen: Geringfügige Umleitung der motorisierten Fahrzeuge außenrum und einen reinen nur-Fahrradweg mit angrenzendem Fußweg auf dem direkten Weg zu den Zielorten. Dann ist es auch nicht so laut und es gibt in unmittelbarer Umgebung eine bessere Luft.

  9. Ein sehr guter Beitrag, den ich auf meinem täglichen Weg (Klotzsche – Südvorstadt) zur Arbeit per Fahrrad, am eigenen Leibe erfahre.

    Es ist schon so viel gedacht und geforscht worden und trotzdem werden diese Erkenntnisse nur so spärlich und langsam umgesetzt. Wenn ich dann Wahlplakate lese: "Ihr Auto würde FDP wählen", werde ich wütend und fühle mich machtlos, angesichts des riesigen Unterschieds zwischen der finanziellen Zuwendung Autoverkehr vs. Radverkehr.

    Ich hoffe auf eine mutige Transformation, die sicherlich unbequem sein wird, es aber viel lebenswerter macht.

  10. Schöner Beitrag! 👍🏻

    Aber, das krampfige verwenden von diesem faulen „:innen" hat mir schon ein wenig ein Augenlid-Zucken verpasst. Des gibt so viele Möglichkeiten geschlechtsneutral zu kommunizieren, nutzt es doch bitte, anstelle von diesem Unsinn.

  11. Interessant wo kommen die Zahl des Modalsplitt 47?? Für Hannover her , Wenn selbst die zuständigen Fachbereiche der Stadt& Region Hannover – Keine aktuellen Zahlen – Aus Kosten Gründen – Nicht ermitteln- BikeCiticzen wird nur von April bis September promoviert

  12. Fahrradfahrer wären gern bereit Verbesserungsvorschläge für die Randinfrastruktur abzugeben.
    Man bräuchte dafür nur eine Website, auf der Missstände und Verbesserungsmöglichkeiten gemeldet werden können.
    Da würden viele gute Daten zusammenkommen.
    Und viele Beispiele kann man aus den Niederlanden einfach kopieren.
    Das kostet nichts und geht schnell.
    Radschutzstreifen und Kriegsbemalung auf Autofahrbahnen in Deutschland werden regelmäßig ignoriert.
    Radwege gehören immer mit einem Bordstein von der Autofahrbahn getrennt (keiner fährt zu dicht an Bordsteine, wegen der Felgen😮)
    und auf Autofahrbahnhöhe (um das maternde und gefährliche Auf und Ab an Einmündungen zu beenden).

    Jeder, der wissen möchte, was eine zusammenhängende Radweginfrastruktur ist,
    schnappe sich sein Fahrrad und fahre 100km in den Niederlanden.
    Und danach zum Vergleich 100km in Deutschland – und man weiß, was man zu tun hat.

  13. Eine große Schwachstelle von Bestandsradwegen ist, dass sie zu schmal sind, um Überholen zu ermöglichen.
    Die Geschwindigkeitsspanne unter Radfahren allein geht schon msl getne von 10 km/h bis über 30.

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