Da steht „Shimano wheels“ drauf. Was haben die denn geraucht? Und wie sind die Speichen überhaupt an der Felge fest gemacht?
LeroyBadBrown on
Da versucht jemand das Rad neu zu erfinden
loseachosername on
Glaub der hieß 540 oder so ähnlich. Ist ein paar Jahre her, aber war damals vergleichsweise teuer und auch schon damals war das etwas schräg bewertet worden. Erinnert ein. wenig an Rolf Vector…war halt so. Und so falsch ist es ja nicht. Kommt auf dein Gewicht und den Einsatzzweck an. Sonst lieber an Ben Sammler verkaufen.
map3k on
Solche “fancy”-Speichenmuster sind Optik bzw Mode. Hat keine funktionellen Vorteile.
Das technisch sinnvollste Speichenmuster ist je nach Speichenzahl fast immer klassisch 2-fach oder 3-fach gekreuzt. Vorderräder an felgengebremsten Fahrrädern können auch radial sein, wenn es die Nabe mitmacht.
Weniger Speichen (bei gleichmäßiger Verteilung) sind in Maßen sinnvoll (Gewicht und Aerodynamik), erschwert aber natürlich das Nachzentrieren.
Speichenmuster mit ungleich verteilten Speichen (wie hier) haben im Normalfall keinen technischen Sinn. Man könnte das Laufrad leichter bauen, wenn die Speichen gleich verteilt werden, da logischerweise die Felge üppiger dimensioniert werden muss um mit ungleichmäßigerer Belastung stabil zu sein. Das muss nicht heißen dass das Laufrad instabil ist – es kann sehr stabil sein, aber die Felge braucht halt mehr Reserven, darum wird es eher schwer sein. Die inverse Anordnung von Speichennippeln und Speichenköpfen ist auch eher als Kuriosum zu werten. Es ist halt anders um des Andersseins willen.
PS. Es gibt einige wenige bestimmte Ausnahmen wo ein ungleich verteiltes Speichenmuster Sinn macht, z.B. Rennrad Hinterrad felgengebremst 2:1 eingespeicht (je 2 Speichen gekreuzt rechts auf 1 Speiche radial links – z.B. Campagnolo “G3”). Das dient dazu, die inhärente Asymetrie eines Hinterrads durch die viel steileren (und damit normalerwise viel höher gespannten) Speichen auf der Antriebsseite auszugleichen. Aber selbst hier ist die ungleiche Verteilung über den Radumfang bei G3 eher optisches Alleinstellungsmerkmal, man kann 2:1 auch mehr gleichverteilt umsetzen.
RunOrBike on
Shimano WH-R540, müssten ca 20 Jahre alt sein.
No-Bert on
Die Felge sieht schon ziemlich riefig und verschlissen aus.
Das Muster ist ok, braucht aber dicke Speichen aus hochfestem Stahl mit hoher Spannung.
Insgesamt betrachtet, würde ich mit dem wa ich sehe lieber zu Fuß zum Bäcker gehen. Dritte Zähne sind mir zu kostspielig.
DJKaito on
Hab ich so vor Jahren bei einem alten Kinder/Jugendrennrädern schon mal gesehen. Soll das Rad noch leichter machen. Mehr als 50kg Fahrergewicht würde ich das Ding nicht belasten wollen…
Das Rad was ich damals im Laden hatte, hat damals gebraucht n paar Tausend Euro wert gehabt. Daher geh ich mit dem anderen Kommentar mit: das Ding war teuer. Edit: aktuell um die 200€ gebraucht auf Kleinanzeigen oder 800€ auf eBay (wenn Carbon)
undecimbre on
Auffällig finde ich die Speichennippel, die an der Nabe angebracht sind, anstatt in der Felge. Ähnliches Konzept gibt’s bei Crankbrothers, nur sitzt da der Nippel mittig auf der Speiche.
Angeblich soll die rotierende Masse dadurch verringert werden – was zu leichterem Tempowechsel führen soll, ob Beschleunigung oder Abbremsen. Kommt aber eher durch die geringe Speichenzahl zustande als durch die Nippel.
10 Comments
Wenn “man” nich mehr wie 55kg wiegt
Dein Schnürsenkel ist offen.
Da steht „Shimano wheels“ drauf. Was haben die denn geraucht? Und wie sind die Speichen überhaupt an der Felge fest gemacht?
Da versucht jemand das Rad neu zu erfinden
Glaub der hieß 540 oder so ähnlich. Ist ein paar Jahre her, aber war damals vergleichsweise teuer und auch schon damals war das etwas schräg bewertet worden. Erinnert ein. wenig an Rolf Vector…war halt so. Und so falsch ist es ja nicht. Kommt auf dein Gewicht und den Einsatzzweck an. Sonst lieber an Ben Sammler verkaufen.
Solche “fancy”-Speichenmuster sind Optik bzw Mode. Hat keine funktionellen Vorteile.
Das technisch sinnvollste Speichenmuster ist je nach Speichenzahl fast immer klassisch 2-fach oder 3-fach gekreuzt. Vorderräder an felgengebremsten Fahrrädern können auch radial sein, wenn es die Nabe mitmacht.
Weniger Speichen (bei gleichmäßiger Verteilung) sind in Maßen sinnvoll (Gewicht und Aerodynamik), erschwert aber natürlich das Nachzentrieren.
Speichenmuster mit ungleich verteilten Speichen (wie hier) haben im Normalfall keinen technischen Sinn. Man könnte das Laufrad leichter bauen, wenn die Speichen gleich verteilt werden, da logischerweise die Felge üppiger dimensioniert werden muss um mit ungleichmäßigerer Belastung stabil zu sein. Das muss nicht heißen dass das Laufrad instabil ist – es kann sehr stabil sein, aber die Felge braucht halt mehr Reserven, darum wird es eher schwer sein. Die inverse Anordnung von Speichennippeln und Speichenköpfen ist auch eher als Kuriosum zu werten. Es ist halt anders um des Andersseins willen.
PS. Es gibt einige wenige bestimmte Ausnahmen wo ein ungleich verteiltes Speichenmuster Sinn macht, z.B. Rennrad Hinterrad felgengebremst 2:1 eingespeicht (je 2 Speichen gekreuzt rechts auf 1 Speiche radial links – z.B. Campagnolo “G3”). Das dient dazu, die inhärente Asymetrie eines Hinterrads durch die viel steileren (und damit normalerwise viel höher gespannten) Speichen auf der Antriebsseite auszugleichen. Aber selbst hier ist die ungleiche Verteilung über den Radumfang bei G3 eher optisches Alleinstellungsmerkmal, man kann 2:1 auch mehr gleichverteilt umsetzen.
Shimano WH-R540, müssten ca 20 Jahre alt sein.
Die Felge sieht schon ziemlich riefig und verschlissen aus.
Das Muster ist ok, braucht aber dicke Speichen aus hochfestem Stahl mit hoher Spannung.
Insgesamt betrachtet, würde ich mit dem wa ich sehe lieber zu Fuß zum Bäcker gehen. Dritte Zähne sind mir zu kostspielig.
Hab ich so vor Jahren bei einem alten Kinder/Jugendrennrädern schon mal gesehen. Soll das Rad noch leichter machen. Mehr als 50kg Fahrergewicht würde ich das Ding nicht belasten wollen…
Das Rad was ich damals im Laden hatte, hat damals gebraucht n paar Tausend Euro wert gehabt. Daher geh ich mit dem anderen Kommentar mit: das Ding war teuer. Edit: aktuell um die 200€ gebraucht auf Kleinanzeigen oder 800€ auf eBay (wenn Carbon)
Auffällig finde ich die Speichennippel, die an der Nabe angebracht sind, anstatt in der Felge. Ähnliches Konzept gibt’s bei Crankbrothers, nur sitzt da der Nippel mittig auf der Speiche.
Angeblich soll die rotierende Masse dadurch verringert werden – was zu leichterem Tempowechsel führen soll, ob Beschleunigung oder Abbremsen. Kommt aber eher durch die geringe Speichenzahl zustande als durch die Nippel.
^nippel hihi