Was ist eigentlich schon wieder los in der Fahrradbranche? Wird alles billiger? Verschwinden jetzt wirklich alle Marken, die sich während Corona verzockt haben?

In diesem Video bringen wir mal Licht ins Dunkle und wollen vor allem Mal herausstellen, was das gegenwärtige Chaos für dich als Kunden bedeutet.

00:00 – 3:36 Kapitel 1: Was ist los hier?
3:37 – 7:39 Kapitel 2: Chaos und Rabattschlachten in 2025?
7:40 – 9:05 Kapitel 3: Die ersten Lichtblicke
9:06 – 11:19 Kapitel 4: Und jetzt?
11:20 – 13:41 Wie geht´s mit dem Kanal weiter?

Viel Spaß!

#ftb
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41 Comments

  1. Die Leute haben mittlerweile genug Fahrräder. Dank Bike leasing fahre ich ein Backroad cf, was mittlerweile ausgelöst, auch noch Jahre bleiben wird. Mein carbon Rennrad konnte ich vor einem Jahr mit 50% Rabatt kaufen. Die technische Entwicklung ist spannend, aber ich muss nicht das neueste vom neuesten haben 😊

  2. tja, wenn das Controlling nicht stimmt. Neben verschiedenen Fahrradherstellern musste auch die Motorradsparte von KTM Insolvenz anmelden. Im letzten Jahr noch Rekordgewinne nebst Dividendenausschüttung und ein halbes Jahr später insolvent, weil man auf Teufel komm raus produziert hat. Es war klar das nach dem Corona- Boom der Markt wieder abkühlen würde, aber mehrere Jahre hintereinander Rekordumsätze machen unvorsichtig und man hofft das es noch ewig so weiter geht. Und wenn dann die Leute bei vollgestopften Lagern ihr Geld zusammenhalten rutscht man schnell in die Zahlungsunfähigkeit.

  3. Habe mich früher von diesem Schneller-höher-weiter animieren lassen. Resultat: die Räder wurden so kompliziert, dass ich wahnsinnige Reparaturkosten hatte. Ich habe vor 8 Jahren einen Downgrade gemacht, fahre seitdem ein solides Hardtail, unverwüstlich und kann fast alles selber machen. Ich lese keine Bikehefte mehr, fahr mit Arbeitsklamotten und pfeif auf alles andere (insbes. auf E-Bikes).

  4. Jeder der auch nur ein wenig Ahnung von solchen Dingen hat kann sich an einer Hand ausrechnen, dass ein Markt, besonders nach einem Allzeit-Absatzhoch, erstmal gesättigt ist. Die Laufzeiten der Leasingverträge geben Orientierung, wann evtl. wieder Bedarf bestehen könnte. Und die Tatsache, dass viele Menschen ihre Fahrräder teilweise seit 20 Jahren besitzen gibt ebenfalls Aufschluss darüber, dass ein Allzeithoch aufgrund eines so noch nie dagewesenen Umstandes – Coronamaßnahmen – sich weder unendlich lang fortsetzen, noch zeitnah wiederholen wird.
    Ich sehe hier grundlegende Entscheidungsfehler sowohl bei Managern wie auch Händlern.

  5. Alle reden von "Krise" – Ich halte das ganze Theater schlicht für eine Normalisierung des Marktes. Mancher Händler wird sich heute wünschen, er hätte während der Pandemie lieber ein paar Kunden weggeschickt, als sich ein AUF JAHRE zu großes Lager ans Bein zu binden. Damals "mussten" sich Leute unbdingt ein Fahrrad kaufen, die Jahrzehnte nicht radgefahren waren. Einfach weil's alle gemacht haben. Jetzt fahren die eben genausowenig Rad, wie vorher, haben aber eines. Und auf der anderen Seite gab's plötzlich gefühlt so viele Fahrradläden, wie "Testcenter". Die Pandemie ist (weitgehend) vorbei und die, die darauf spekuliert hatten, dass es mit dem leicht verdienten Geld so weitergeht, verschwinden ganz schnell wieder. Von "Fahrradkultur" hatten die ohnehin keine Ahnung. Und von einem gesunden, nachhaltigen Verkaufsgeschäft auch nicht.

  6. Also ganz ehrlich, das ist kein Preisdumping, die Preise gehen einfach wieder auf ein "normales" Niveau zurück. Es werden Ebikes für 6000euro angeboten an denen billigste suntour gabeln verbaut sind, das ist eine absolute Frechheit.
    In diesen Bereichen kauft man Motorräder, mit 100-facher Komplexität und Entwicklungsarbeit ggü. einem Fahrrad.

    Für die kleinen Händler tut es mir leid, für die großen Hersteller ist es aber eine verdiente Schelle! Ich hoffe die Preistreiber Nr.1, nämlich die Leasinggesellschaften bekommen das auch zu spüren.

  7. Die Fantasiepreise sind vorbei. Das nennt sich Marktbereinigung und da erwischt es Fahrradläden und Hersteller. Im übrigen jeder kann einen Fahrradladen aufmachen und da sind auch welche mit wenig Erfahrung und wenig Kapital dabei.

  8. Es gibt kein ewiges Wachstum. Aber man könnte die Branche fördern, indem man Parteien wählt, die sich für das Radfahren einsetzen. Die Grüüüüüüüüüühnen z.B.

  9. Wenn die Statista Millionen Stück und die andere Mrd€ Kurve übereinstimmen bedeutet das deutlich steigende Fahrradpreise pro Stück. 2020-22 war gespartes Urlaubsgeld da und der Umstieg auf Elektro waren ein Mehrwert der zur Bereitschaft Geld auszugeben führte und der Preis zweitrangig war. Aktuell ist generell Kaufzurückhaltung und das Fahrrad hält nicht nur 1-2 Jahre sondern sollte locker 10 Jahre schaffen. Fahrradleasing war für einige ein Grund absurd teure Bikes zu kaufen („hehe, kleine Rate für 8.000€ Bike und der Staat zahlt mit“) aber die Leute merken nach drei Jahren das rauskaufen deutlich billiger ist als das nächste zu leasen das keinen Mehrwert bietet. Das ist ein Massenprodukt, ja wer zuviel Geld hat zahlt aber der Masse ist es egal ob sie 0,1km/h schneller ist. Und diese 1.000 Marken treiben den Preis, eigenes Design und Marketing kann man bei einer kleinen Luxuskäuferschicht machen, für Oma Gerdas Einkaufsfahrrad, jetzt neu mir Elektromotor, 4.000€ aufzurufen ist absurd.

  10. Der Markt war aufgebläht bis zum geht nicht mehr. Ganz normale Phase innerhalb des Zyklusses.

    Nichts worüber man sich ernsthafte Sorgen machen sollte.

    Dass Decathlon gerade jetzt durchstartet zeigt sehr gutes Management Know-How. Sie starten quasi an der Talsohle, nutzen ihre Ressourcen und platzieren sich somit in einem mittelfristig wieder expandierenden Markt als einer der großen Player. So können sie aufgrund der günstigen Angebote Marktmacht generieren. Wichtig wird nur sein, die aktuelle Qualität die Decathlon mit Van Rysel bietet zu halten oder noch zu verbessern.
    Sie zeigen antizyklisches Denken und werden damit sehr wahrscheinlich gewinnen 🙂

  11. Also wenn ich mir die E Bikes im höheren Preissegment ansehe. Sehe ich davon gar nichts. Obwohl Preise für Batterien immer weiter fallen.
    Ich warte weiterhin. Die Preise sind ja immer noch lächerlich hoch. Da kauft man sich doch lieber einen gebraucten Kleinwagen.

  12. Meine Kollegen habe sich alle E-Bikes geholt und wundern sich jetzt, was die Dinger im Unterhalt kosten. Jetzt stehen die in der Ecke und werden im Jahr 100 km bewegt.

  13. Ich verstehe den kompletten Fahrradmarkt schon seit Jahren nicht mehr. Billigste Komponenten werden unter den großen Markennamen als das gelbe vom Ei verkauft. Es würde dem Markt gut tun, neuen Platz für innovative jungfirmen zu machen, die den Wettbewerb neu beleben. Große Firmen die sich verzocken verdienen kein Mitleid!

  14. die Räder sind einfach zu teuer. Es ist wie mit der Autobranche. Man hat wenig Innovationen, die Räder sind eigentlich fertig engineered. Also muss man sich mit Gimmicks behelfen, die wenig Mehrnutzen für den Fahrer haben, aber die Marge für den Hersteller sichern sollen. Beim Auto war das lange Zeit Zubehör wie Bluetooth und Medienumgebung. Kann man billig in China kaufen und sauteuer verkaufen, meint man. Beim Rad sind es elektronische Schaltungen und Spielkram bei der Anbindung des Motors ans Handy. Ich werde dadurch nicht schneller am Ziel ankommen, zahle aber mehr. Und es geht mehr kaputt, was teuer zu reparieren ist.
    Auf der Kostenseite muss natürlich parallel gespart werden. Beim Einkauf, bei Montage und Endkontrolle. Man kann ja mal Cube und Trustpilot zusammen im INternet suchen. Bin selbst ein "Opfer" eines Montagsbikes.

  15. …naja es geht um Fahrräder…die gibt's bald 150 Jahre…die gehen nirgends hin, alles gut.
    Dann fährst du halt das alte noch ein paar Jahrzehnte länger, bis es wieder was interessantes gibt.

  16. Das grösste Problem der Branche sind diese Phantasiepreise, die sie während der Coronazeit geschickt etabliert haben. ich habe ehrlich gesagt kein mitleid, da sich die hersteller und händler dumm und dämlich verdient haben.

  17. ich kann diese Jammerei nicht mehr hören. Und nein, Corona ist nicht an allem Schuld. Schuld ist die Gier der Fahrradbranche. Die glaubte ein E-Bike unter 8.000 nicht mehr verkaufen zu wollen. Die Preise sind innert weniger Jahren explodiert. Die künstliche Schaffung der Nachfrage durch Bike Leasing über den Arbeitgeber taten das übrige. Derzeit sind manche Händler immer noch im Modus – je teurer desto besser für den Händler. Dazu viel zu lange Wartezeiten für Reparaturen und überzogene Servicepreise von 200 Euro für ein E-Bike.
    Diese Branche schafft sich zur Zeit selber ab, da manche noch immer nicht den Knall gehört haben. Ein E-Bike über 5.000 ist Wucher. Hört auf den schwarzen Peter dem Kunde zuzuschieben wollen. Geht´s Euch eigentlich noch!!

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