
Hallo liebe Leute,
Ich würde in Zukunft gerne von elektrisch auf Bio zum pendeln umsteigen. Endgegner ist dabei der Stuttgarter Kessel. Das Höhenprofil (Rückweg) meiner Strecke habe ich angehängt. Denkt ihr es ist realistisch machbar? Hinweg wäre vom Profil genau anderes herum. Klamotten könnte ich auf der Arbeit wechseln, duschen leider nicht.
Ausdauer bin ich recht gut dabei (Halbmarathondistanz schaffe ich in ca 2:15, 10er in 53min), aber eben Radsportneuling und bringe auch 85kg auf 1.84 mit.
Perspektivisch möchte ich auch Bikepacken. Ein Auge hätte ich aufs Cube Nuroad Race oder Rose Backroad geworfen (sub 1600 wäre nice, Carbon muss es nicht sein, Wege wäre klassisches Gravel-Terrain mit Schotter, Wald und Stadt). Gebraucht wäre auch kein Problem, aber die Suche ist recht schwierig … finde aktuell nur 3 Jahre alte, kaum genutzte Jobräder für UVP-100€ bei Leuten, die nicht handeln wollen 🥲
Zusammenfassend: pendelt wer ebenfalls solche Strecken? Wird’s mit der Zeit besser und wie doll müsst ihr euch treten? Und welches Rad nutzt ihr? Macht Gravel Sinn und welches Verhältnis macht bei Kurbel und Kasette Sinn?
by AnzeigeIstRausDanke
6 Comments
Also Rückweg bergauf! Das ist doch klasse, dann kommst du entspannt auf Arbeit an, außer im Winter vlt. Und heimwärts dann 180 hm tagtäglich, das gibt Mukkies. Bikeoacken wird richtig Spaß machen mit bissl Training…
Du hast ja ein „wenig“ Ausdauer, zu not kann man Anstiege auch hochschleichen.
Höhenprofil ist doch genau richtig rum…auf dem Hinweg kommst du nicht so ins schwitzen, sondern eher auf dem Rückweg.
Zum pendeln würde ich aber auf jeden Fall etwas mit Gepäckträger und Schutzblechen nehmen, habe ich bei meinem Gravel auch nachgerüstet…mit den Akuuleuchten komme ich klar, aber Dynamo und fest verbaut ist schon praktischer… FE Gravels sind aber mittlerweile (zumindest neu UVP) meist schon in deiner Preisregion bzw. ggf. etwas drüber.
Die Frage ist wie wichtig dir Dropbars sind…ich habe gerade ein Auge auf sowas wie das Cube Editor FE. Da ich permanent ein schlechtes Gewissen gegenüber meiner Kette habe bei den aktuellen Witterungsbedingungen, müsste man eigentlich zwei mal die Woche saubermachen und ölen, aber da komme ich nicht zu…
Wenn man ein bisschen trainiert ist und genügend Gänge und Geduld hat, sind Steigungen gar nicht anstrengender als Flachland.
Ich pendel (nicht täglich) aus dem Stuttgarter Kessel raus, 35km je Richtung.
Mit einem Bio-Rennrad schaffe ich meine Kessel-raus-Steigung gerade so, aber wenn der Laptop und ein bisschen Gepäck dazu kommt nicht mehr. Hoch schieben dauert 10 Minuten, mit dem E-Bike hoch fahren 5 Minuten. Es geht also garnicht so viel Zeit verloren.
Ich habe mir dann ein E-Rennrad zugelegt, das passt grundsätzlich. Heute würde ich aber auch eher ein Bio-Gravel nehmen, ebenfalls wegen Bike-Packing und vernünftigen Aufnahmen für Schutzbleche und Gepäckträger.
Die Übersetzung ist bei den Gravel-Gruppen besser für Steigung geeignet als bei einem Rennrad, darauf kannst du beim Kauf achten. Und es lässt sich nachträglich leicht mit einer anderen Kassette oder Kettenblatt anpassen.
Da bei dir der Hinweg entspannt ist, spielt das Duschen auch keine so große Rolle.
Du wirst auf dem Rad schnell besser werden: Es fehlen nur die Muskeln zum Radfahren, das Herzkreislaufsystem sind bei dir ja schon trainiert. Du kannst auch für den Anfang beim Heimweg eine Alternativroute mit nicht so starker Steigung suchen.
Ich hatte acht Jahre lang das quasi das selbe Profil, 10km mit 180hm, morgens runter und abends hoch. Bei mir war das in der Provinz ohne Radweg, ich bin dann morgens immer die direkte Strecke auf der Hauptstraße gefahren und abends im Normalfall eine andere Strecke mit drei Kilometer Umweg aber dafür mit flacherem Anstieg und weniger Kfz Verkehr. Vielleicht ist das für dich ja auch ne Option.
Mit welchem Fahrrad du das fährst ist mMn zweitrangig, ich bin besagte Strecke immer mit meinem Hardtmail MTB gefahren weil ich das eben hatte. Ich würde dir aber wie mein Vorredner auch dringend Schutzbleche empfehlen, sonst bist du eingesaut sobald die Straße nass ist. Mein Gepäck hatte ich immer im Rucksack.
Wenn du nicht duschen kannst würde ich dir zumindest empfehlen ein Waschlappen an deinem Arbeitsplatz zu deponieren, falls doch mal verschwitzt ankommst.
Wenn du die Strecke regelmäßig fährst wirst du auf jeden Fall merken dass es mit der Zeit nicht mehr so anstrengend ist und du schneller wirst.
Viel Spaß!