Die Radelmaus und ich wollten einen schönen Abend an der Ostsee verbringen. Travemünde als Ort unser Begierde war schnell formuliert. Natürlich die Anreise mit dem Fahrrad! Natürlich an einem Tag. Die Strecke war mir mit rund 280 Km etwas zu hoch ins Regal gegriffen, deshalb beschloss ich, aus dem malerischen Waren an der Müritz zu starten.

Mit rund 170 Km bis Travemünde war die Strecke immer noch ambitioniert für mich.

Zum Zeitpunkt meines Starts hatte die Radelmaus bereits 50 Km zurückgelegt. Es entwickelte sich das, was immer wieder aus dieser Situation wird. Hase und Jäger! Der Wolf ist der Gejagte und die Maus ist die Jägerin, wie sollte es auch anders sein.
Ich versuchte, so lange wie möglich vor Anna zu bleiben ohne dabei zu schnell zu fahren und nachher die Gesamtstrecke nicht zu schaffen. Sie versuchte so schnell wie möglich mich zu erreichen.
WIR FUHREN EIN RENNEN!

Nachdem ich 110 Km zurück gelegt hatte kam dann das Zusammentreffen. Für die Radelmaus standen zu diesem Zeitpunkt rund 220 Km auf dem Tacho.

Eine für Anna kürzere, für mich längere gemeinsame Pause und es ging weiter, jeder für sich in seinem Tempo und auf seinem Kurs. Die verbleibende Strecke bis zum Treffpunkt “Passat” war mit rund 60 Km überschaubar, eine Streckenlänge, die ich als Rennstrecke kannte. Nun fuhr ich “Volle Pulle” hinterher um die Maus nicht zu lange warten zu lassen. Leider kamen bei mir Stopps wegen Essen und Getränkekauf dazu, was dann den Abstand doch sehr deutlich werden ließ. Gegen 19 Uhr war ich in der Stadt angekommen, rund 45 Minuten nach der Radelmaus.
Bei mir machte sich ein Hungerast bemerkbar, ich habe mich total verausgabt. Zweiter in unserem Famiienduell.
Die Hotelpreise von Travemünde zwangen uns zu weiteren 22 Km bis nach Lübeck. Erst kurz vor dem Ziel hatte ein Glück noch ein griechisches Restaurant geöffnet,

Am Ende waren es an diesem Tag ein 300er für die Radelmaus und 192 Km für mich.
Eine Fahrt durch die abwechslungsreiche Landschaft Mecklenburg Vorpommerns bei gutem Radfahrwetter auf überwiegend guten Wegen.

Kette rechts, Ronald

12 Comments

  1. Moin Ronald, als Mecklenburger (LK LuP) habe ich diese Fahrradreise mit besonderem Interesse verfolgt. Wie von dir gewohnt, auch dieses Mal schöne Aufnahmen und lockere sowie unterhaltsame Kommentare. Die Mütitz ist übrigens der größte deutsche Binnensee, weil der größere Bodensee jedoch einen kleineren deutschen Anteil hat. Viele Grüße an dich und schöne Feiertage.

  2. Da ist sie nun die Tour bei der wir uns beinahe, bei besserem Wind wohlgemerkt, am Paulsdam hätte begegnen können. Also bei diesem Apfelsaft ausschenkenden Apfelgarten, wäre der perfekte Ort gewesen, die padelnden Raceboardfahrer anzufeuern. Egal jetzt geht es ja eher um deine bzw. eure Tour, bei der ihr an diesem Tage trocken geblieben seid. Ihr habt deutlich mehr Kilometer gemacht als ich mit meinen 19km in 3 Stunden. Und irgendwie sollten eure Touren durchs Leben so sein wie dieser Film. Kein Ende, immer noch ein wenig weiter, immer noch etwas entdecken. Toll.
    Liebe Grüße aus dem Ruppiner Land

  3. Schönes Video und tolle Leistung! Die Strecke hab ich mir auch mal vorgenommen. Bin mir allerdings noch unschlüssig ob ab Oranienburg oder ab Waren an der Müritz… Mal gucken, ob ich meine Kondition über den Winter noch verbessern kann. Ein 200er würde mich schon reizen. Wünsche euch noch einen schönen 3. Advent.
    LG Patrick

  4. Moin Ronald, schőne Tour durch Meck Pom. Noch mal so viele km und du wärst in Kappeln, der schönsten Stadt an der Schlei.
    Diesmal hat es auch mit der Musik gepasst. 🤗 Wünsche eine schőne Advents- und Weihnachtszeit. 🎄

  5. Im Moment ist keine Mittagspause drin. Die Bewegung ist mangel-, das Körpergewicht zweifel- und das Wetter ekelhaft. Nach dem durchschlagenden Fitnesserfolg durch die virtuellen Mitreisen durch Schweden und andere Touren sind 10min zwischendurch immer mal wieder drin, was für den Körper zu tun, zumal meine 0,2km Fahrradanreise zur Arbeit nicht ausreichen. Das angebotene Programm durch Meckenburg geht in Ordnung, diese typischen, sanften Wellen sind ganz schön anstrengend. Ich musste mich zu Hause dann doch duschen und hinlegen. Die meisten Orte kenne ich natürlich, nur, dass Ihr meine Eltern in Schwerin nicht besucht habt (Paulsdamm geradeaus, dann rechts und wieder links), werden sie Euch NIE verzeihen. Für'n Bier und 'ne Bratwurst bewahre ich Stillschweigen. So, und jetzt los in den Steinbruch. 200m ebene Meter müssen bewältigt werden. Gut, dass ich eine Schaltung habe. Gruß aus NochRudiNeun

  6. Mit Wolfsgeheul gehts on Tour. Ronald ist am Start, den er ist echt hart.😉 Die Strecke war wieder einer der angenehmeren und ganz gut zu raddeln. Prädekat.. Lohnt sich.🙂 Die Entscheidung seine Geschwindigkeit zu fahren ist immer gut und klug. Dann ist die Radelmaus auch am start und Ronalds Herz das wird ganz zart..😌 Also eine schöne Tour und ganz ehrlich im Sommer ziehe ich die Ostsee wirklich dem Mittelmeer vor. Dann ist es dort mindestens genauso schön.👌

  7. Wieder eine schöne Erinnerung von diesem Sommer! Selbst wenn die Reise zusammen nach Schweden nicht geklappt hat, hatten wir doch unsere schöne Hochzeitsreise und sogar die Kreuzfahrt 😂. Es tut mir noch leid wegen der 17 Km extra nach Lübeck… Toll waren auch deine literarischen Kommentare über Thomas Mann und die Buddenbrook ❤ ein bisschen Kultur muss sein 😉

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