
Hi!
Mein bisheriges Rad ist nach nur knapp zehn Jahren an dem Punkt angekommen, dass eine Reparatur vermutlich nicht mehr wirtschaftlich ist. Schade, aber auch die Gelegenheit, über ein neues Fahrrad nachzudenken (yeah, N+1). Als ich das letzte Mal ein Fahrrad kaufte, waren Online-Händler für mich noch kein Thema, aber jetzt denke ich da vermehrt drüber nach. Für mich sieht das so aus, als gäbe es drei Optionen: Onliner (Canyon/Rose/…), große Marken (Scott/Giant/…) oder irgendeine ZEG/…-Marke (Bulls/…). Bei allen dreien gibt's in der Kategorie in der ich suche ein hinreichend großes Angebot.
Was ich mich frage: Wie unterscheiden sich die Optionen im Hinblick auf die Reparierbarkeit und Langlebigkeit. Ich meine nicht "Rahmen von XY brechen schneller als von YZ", sondern eher: Wenn mir in 15 Jahren die Gabel/der Rahmen bricht, habe ich eine realistische Chance, ohne Anwendung dunkler Magie und zu einem wirtschaftlich realistischen Preis mit menschenmöglichem Aufwand Ersatz zu bekommen. Da spielt natürlich auch viel mit rein, inwieweit die Hersteller irgendwelche obskuren nicht-standardmäßigen Komponenten/Schrauben/… verbauen.
https://de.ifixit.com/News/101675/bike-manufacturers-are-making-bikes-less-repairable Fasst die Problematik ganz gut zusammen. Deswegen hier mal die Frage: Welche Hersteller sind im allgemeinen am wenigsten van Moof?^^
by dihmer
3 Comments
Ich würde mal eine Bike kitchen/self help workshop suchen und gucken ob du das Fahrrad selbst reparieren kannst. Dann lohnt sich echt viel noch. Was ist denn das Problem?
Ansonsten kann man außerhalb von so voll integrierten Headsets/Lenker Dingern meiner Erfahrung noch echt viel reparieren, ist halt teilweise nicht trivial weil Fahrräder grundsätzlich viel Spezialwerkzeug erfordern. Finde den Artikel jetzt nicht sooo gut, Fahrräder waren noch nie standardisiert. Insbesondere bei Tretlagern gibt es echt wahnsinnig viele alte Varianten, die halt alle nen eigenen Abzieher brauchen. Ganz zu schweigen von unterschiedl. Gewindestandards.
Ist das nicht ein allgemeines Problem?
Früher konntest du ein Auto kaufen und wusstest genau, dass du ohne großen Aufwand das Radio tauschen kannst. DIN-Schacht olè. Heute eben nicht mehr.
Handys, Fernseher, Notebooks, … Die Liste ist verdammt lang.
Eine kaputte Gabel oder was am Rahmen wären sehr wahrscheinlich in 15 Jahren für die derzeit gängigen Commuter/Urbanbikes usw. wohl der Sargnagel fürs Bike. Zu sehr gehen Linien und Design in eins durch.
Die restlichen Anbau-/Teile sollten vermutlich alle wohl noch in irgendeiner Form austauschbar sein.
Kann dir keinen Hersteller nennen, allerdings wird an vielen Stellen nach wie vor ausschließlich mit Standard-Maßen gearbeitet. Was ich wohl gehört habe ist, dass Canyon(???) einen eher unüblichen Gabelschaft hat. Rennräder mit D-Shaped Sattelrohl kochen wohl auch alle ihr eigenes Süppchen. Habe ich leider auch erst erfahren, nachdem ich mein Rose XLite gekauft habe 😀