
Moin zusammen,
ich war heute in einem Fahrrad-Geschäft für eine aktuelle Beratung bzgl. Gravelbike. Der Shop hatte ziemlich umfangreich Cannondale im Sortiment und dementsprechend war das Thema Nr. 1 im Gespräch. Bin es auch gefahren und es war soweit super. Allerdings habe ich durch viel Recherche immer ROSE oder Canyon im Kopf – beide sind schwer Probe zu fahren.
Ich bin das Cannondale TOPSTONE – SRAM Apex 1 – 2024 gefahren.
Jetzt die dumme Frage: Sobald man sich mehr mit dem Thema beschäftigt kann es schnell passieren so einen Kauf zu bereuen und sich zu fragen warum es doch nicht das "so oft erwähnte" Rose, CANYON o.ä. geworden ist. Wie steht das neueste Cannondale da? Ist es anerkannt?
Es soll definitiv ein Gravel werden. Für das Cannondale sprechen die vielen Möglichkeiten Cases zu befestigen.
Gerne her mit eurem Feedback!
EDIT: Fahrrad wurde heute geshoppt und ein paar Stunden später abgeholt:
https://ibb.co/mT5TTkq
Cannondale TOPSTONE 1 mit Shimano Schaltung mit 2×11.
Danke für das unglaubliche Feedback!!!!
by PhilKarl04
18 Comments
Außerdem bin ich unsicher in der Übersetzung. Reicht die SRAM Apex 1×11 für den täglichen sowie Roadtrips aus? Ist 1×11 wirklich “oldschool”?
Das obligatorische am Ende musst du selbst entscheiden.
Denn es ist total egal was jetzt up-to-date und “competetiv Blabla” ist, denn am Ende macht das einen so kleinen Unterschied, dass du es nur im direkten Vergleich merkst, was der Unterschied ist.
Wichtig ist, dass du das neue Rad magst und dich darauf wohl fühlst, naklar man will immer das Beste fürs Geld haben, aber bis man das Beste gefunden hast, ist schon die neue Generation draußen und du darfst nochmal suchen.
Canyon usw. kann man natürlich nicht probefahren, es sei denn du wohnst in Hamburg oder so (da hab ich glaub mal nen Store gesehen der die verkauft) wo es die im Laden gibt. Vielleicht kennst du jemanden (Nachbar/Rennrad Verein vielleicht mal Besuchen/ weiter Freundeskreis ) der soeins hat und kannst mal den fragen ob du ne Runde drehen kannst
Ich meine bei Rose und Canyon bezahlt man weniger für den Namen als bei Cannondale, aber damit kenne ich mich absolut nicht aus.
Fahre das Rose Backroad AL mit Apex 1×11 (44er Kettenblatt vorne und 11-44 hinten). Ich wohne in der Nähe von Ulm und bin bisher jeden Hügel hoch gekommen. Klar, ab 10-12% Steigung wäre ein Gang mehr schön. Aber geht schon. Ich fahr aber auch nicht mit 3 vollgepackten Taschen rum.
Über die Apex kann ich nicht klagen. Schaltet gut.
Das bessere ist immer der Feind des Guten. Mit ner höherwertigeren hast du u.U. eine bessere Schaltperformance (wenn das dein erstes Rad ist, kannst du das aber eh nicht vergleichen), und (etwas) weniger Gewicht. Dafür kosten bei den höherwertigeren Schaltgruppen u.U. die Verschleißteile mehr (Kassette, Kette).
Wenn du Interesse hast findest du Videos vom mir auf Youtube. Einfach nach CrampInTheCalf suchen.
Bei Diskussionen auf reddit geht es fast immer um Versandhändler, wenn du das willst, dann musst du halt so eins kaufen. Da kriegst du auf jeden Fall sehr gute Komponenten für’s Geld, das ist hier für viele das einzige was zählt. Aber zaubern können auch Versandhändler nicht, auch die müssen bei günstigen Rädern Abstriche machen. Und ganz ehrlich, gerade wenn du Anfänger bist macht sowieso fast nichts davon einen Unterschied, kauf was dir gefällt und lass dich nicht von irgendwelchen Internetdiskussionen verunsichern.
Fahre selbst ein Topstone 5 Carbon aus 2022 und bin super happy mit dem Fahrrad. Durch die Hinterradfederung ist das tatsächlich einen Schnuff komfortabler, als mein Rose Rennrad.
Meine Frau fährt auch ein Cannondale und ist auch happy. Falls die Frage war, ob man Cannondale kaufen kann, dann würde ich mit „ja“ antworten.
Ich hab mich letztes Jahr nach Testfahrten von fünf Bikes für ein Topstone 2 (GRX 400 2×10) entschieden. Ich hab mich auf dem Rad einfach wohlgefühlt weil sich das sehr ruhig und sicher angefühlt hat, im Vergleich dazu war z.B. ein Trek das ich selbst auf Asphalt zwingen musste einfach nur gradeaus zu fahren, fand ich sehr unangenehm. Rose oder Canyon habe ich aber nicht getestet.
Von der Geometrie her bin ich mit dem Bike absolut zufrieden, besonders nach einem Bikefit. Cannondale hat das ja selber als Werbung, das Ding zieht einfach sehr sicher seine Bahn auch auf hoppeligem Untergrund. Ich sag immer das ich auf nem Waldweg ganz entspannt freihändig ein Foto schießen oder einen Riegel essen kann ohne das ich irgendwie Angst habe das mir das Vorderrad auf einmal wegklappt. Auch bei Vollgas kann ich mich aufs treten konzentrieren und hab nicht das Gefühl das ich mit dem Bike kämpfen muss. Also um auf klassischem Gravel oder im Wald Kilometer zu schrubben ist das Ding echt super. Wenns in der Gruppe dann mal auf eher technische Single Trails geht dann bin ich allerdings nicht der schnellste weil das Bike halt nicht so “agil” ist wie andere, aber das finde ich nicht schlimm.
Das ist das positive, das negative war speziell bei dem Topstone 2 das Cannondale da an zwei Stellen echt Scheiß verbaut hat, die vordere Kurbel war nicht Shimano sondern FSA (plus Lager von denen), die Kurbel hatte generell Probleme beim Schalten und zwei Lager haben sich nach jeweils 700km mit Knacken gemeldet und mussten getauscht werden. Ich hab das dann gegen original Shimano Kurbel und Lager ausgetauscht, seitdem keine Probleme. Achso, und die Kette war irgendwas billiges von KMC, der Unterschied zu einer originalen Shimano Kette war wirklich krass.
Das andere waren die Laufräder. Die verbauten Vittoria Reifen fand ich total scheiße und hab die dann recht schnell ausgetauscht. Die Laufräder selbst sind sehr schwer und der Freilauf hinten läßt sich nicht austauschen, der war bei mir nach knapp 2000km hinüber. Cannondale empfiehlt bei Problemen eine neue Nabe einspeichen zu lassen, was ich eine Frechheit finde. Ich bin dann die Flucht nach vorn angetreten und hab mir einen Carbon Laufradsatz gegönnt, knapp 1kg weniger rotierende Masse ist schon ein krasser Unterschied, außerdem hab ich jetzt vernünftige Newmen Naben.
Jetzt ist das Bike perfekt, ich bin aber etwas angefressen das ich noch so viel Kohle reinstecken musste.
Aber (!) das scheint bei dem TS 1 Apex nicht so zu sein. Ich kann zu SRAM nix sagen, hab ich keine Erfahrung mit, aber wenigstens hat Cannondale da wohl alles original verbaut. Andere Laufräder als bei dem Topstone 2 sind auch drauf, ich würde hoffen die sind besser als die WTB ST i23 bei meinem.
Edit: Ach, ich hab seitdem auch zwei Mechaniker (aus zwei verschiedenen Läden) gehabt die meinten das Topstone wäre für sie der beste Gravelrahmen, der eine hat wohl auch ein billig geschossenes Topstone 4 zu Hause das er sich grade mit Komponenten neu aufbaut.
Am wichtigsten ist, dass das Rad gut zu dir passt, d.h. ob die Geometrie zu deinem Körperbau, Trainingszustand und Einsatzzweck passt. Welche Marke draufsteht, ist zwar für Fragen wie die Verfügbarkeit von Service wichtig, aber nicht das wichtigste Kriterium.
Wenn du ein Rad lokal findest, das dir passt, gefällt und verfügbar ist, dann nimm es. Die direkten Unterschiede in einigermaßen hochwertigen Ausstattung sind, sofern sie nicht funktional sind, kaum wahrnehmbar.
Ich hab ein Rose Backroad und bin auch zufrieden damit. Hab es aber vorher im Store in der Nähe Probegefahren( in Posthausen, ist glaub ich auch von Hamburg der nächste)
Einfach in den Laden gehen um mal zu probieren kann man aber vergessen. Online vorher Termin machen für Probefahrt, Reparatur, Service etc. mit teilweise 2-3 Monaten Vorlauf.
Ohne Probefahrt würde ich kein Bike kaufen. Also wenn dein Händler in der Nähe was passendes hat, dann würde ich das nehmen.
Ich habe mich für ein Canyon 8 Grizl 1by entschieden und bin damit sehr zufrieden. Habe es aber in HH Probe gefahren und hatte sehr gute Erfahrungen mit dem Rad Race Store. Wurde da ehrlich und vernünftig beraten. Auch für die Größe war das sehr praktisch. Am Wochenende würde ich da aber nicht hin, weil zu voll.
Wenn ich den Store als Ansprechpartner hier nicht hätte, wüsste ich nicht, ob ich dann einen D2C gemacht hätte ..
Auch bei mir gab es ein wenig Probleme beim Aufbau, weil die Anleitung alt und unvollständig war. Wenn man aber technisch ein wenig was kann und bereit ist Tutorials zu schauen, kriegt man das gut hin. Bei mir war aber z.B. keine Transportsicherung in den Bremsen, entsprechend musste ich die Bremsbacken ausbauen, Kolben zurückdrücken usw. usw. (was ich vorher gar nicht kannte).
Ich kann dir auch kurz von meiner Erfahrung mit meinem Topstone aus 2020 noch mit 105er 2*11 berichten:
Bin grundsätzlich sehr happy mit dem Rad. Es war mein Einstieg ins schnelle Radfahren und ich fahre damit zum Großteil auf Asphalt. Es ist mMn dort und natürlich auch offroad sehr schnell und gleichzeitig komfortabel unterwegs. Auf Asphalt bin ich im Schnitt vielleicht 2 km/h langsamer als mit meinem reinen Rennrad.
Ich habe sehr schnell nach dem Kauf die Laufräder und Mäntel gewechselt – bin jetzt auf Hunt und Panaracer Gravelking 38 slicks unterwegs.
Hierbei kommt dann allerdings ein auch ein Nachteil des Topstone zum Tragen: das Hinterrad hat ja einen 6mm Offset im Rahmen, damit die Speichen des Laufrads auf beiden Seiten den gleichen Winkel haben. Das ist wieder so ein Canondale Sonderweg. Wenn du also neue Laufräder haben willst, müssen diese immer angepasst werden.
Ein weitere Punkt der mE für Cannondale spricht: hier in Hamburg sieht man so verdammt viele Canyon und Rose, da ist Cannondale schon eine kleine Spur besonderer
Noch kurz zur King Pin Federung: Bin kein riesen Fan aber im Road Einsatz ist sie auch kein großes Hindernis und schluckt wh keine 50 watt 🤷♂️ – also für mich eher besser haben als brauchen
Rose und Canyon betreiben aggressives Influencer-Marketing und das spricht halt viele Menschen an, speziell im online-Kontext wie insta und Reddit. Da muss man nicht drauf reinfallen. Ich halte ein Cannondale für stilvoll. Und der Hersteller baut sehr gute Räder. Wenn’s passt, nimm es doch.
Ich bin letztes Jahr auch bei einem gebrauchten Cannondale Topstone 2 gelandet. Ob GRX400 besser oder schlechter als Apex ist, kann ich persönlich nicht sagen, weil mir da die Erfahrung fehlt.
Ausschlaggebend war aber bei mir vor allem aber auch das zugelassene Systemgewicht. Gerade da du die Befestigungspunkte ansprichst, scheint Bikepacking auch für dich ein Thema zu sein. Ich bin selbst nicht der leichteste und mit Gepäck komme ich da sonst über die Grenzen.
Das Rose Backroad hat nur max. 100 kg Systemgewicht, das Canyon Grizl ist bei max. 120 kg. Das Cannondale Topstone Aloy dagegen bei max. 150 kg. Eine Alternative mit auch max. 150 kg wäre noch das Giant Revolt gewesen.
Ich hab das Cannondale Topstone 1 (2021). Grund war damals, dass es verfügbar war (während Covid). Ist n gutes Gravel, hab damit auch letztens meinen Kumpel auf seinem Rose Gravel im Gelände stehen lassen.
Im Nachhinein ist es eigentlich ziemlich egal, welches Gravel du dir kaufst. Die Unterschiede sind oft marginal, das wichtigste ist, dass es Bock macht zu fahren (da hilft auch ein geiles Design) und du es tatsächlich nutzt.
Die Rahmen werden bei den allermeisten Herstellern in Auftrag extern gefertigt. Dann kommt eine Schaltung von SRAM oder Shimano dran und weitere Standardteile und so weiter.
Die wahren Unterschiede für den Kunden liegen in Montage, Service/Beratung und Testbarkeit.
Manche Hersteller investieren mehr in Marketing/influencer, ist mir persönlich eher egal.
Ich wohne in Hamburg und habe mich aufgrund der oben genannten Unterschieden für ein Stevens Bike entschieden und bin happy. Ansonsten wie immer Geschmackssache
Als in Hamburg wohnender konnte ich sofort mehrere Canyons testfahren in meiner Größe, das war definitiv n wichtiger Entscheidungsgrund und ein Arbeitskollege hatte das Vorgängerrad und war begeistert nach ner 6-wöchigen Tour und da ich genau das vorhatte, ist es bei mir ein Canyon Grizl Al 7 geworden und hab jetzt mehrere Länder in Europa damit durchfahren und noch kein Problem(was aber eh n Glücksspiel sein kann bei Rädern unabhängig von der Marke)
Aber ich wär am Ende sicher auch mit nem anderen vergleichbaren Rad zufrieden, die Optik war halt auch noch n Bonus neben dem Geschäft um die Ecke.
Mir wurde dort 2 mal for free sofort die Schaltung perfekt eingestellt und einmal alles nachgezogen nach erster Tour.
Naja wird halt immer voller der Laden, weil Canyon krass beliebt wurde in den letzten 1-2 Jahren und auch so hörte ich gewisse Radrennen gewann, was natürlich Hype erzeugt 🙂
Also wenn es um Preis/Leistung geht bin ich am Ende immer bei Cube gelandet. Hier sind nicht nur die Gruppen sondern auch die Laufräder, Sattelstützen und die oft unterschätzten Lenker bei ähnlichen Preisen deutlich hochwertiger und ergonomischer.
Ich fahre seit 3 Jahren das CrossRace C:62 und bin mega happy. Die Newman Laufräder und Komponenten sind top, für ähnliche Ausstattungen hätte ich bei Canyon und co 1.000€ mehr zahlen müssen, von Marken wie Specialized und Cannondale die die Brand noch mit auf die Rechnung schreiben ganz zu schweigen.
>sich zu fragen warum es doch nicht das “so oft erwähnte” Rose, CANYON o.ä. geworden ist. Wie steht das neueste Cannondale da? Ist es anerkannt?
Verstehe ich nicht. Cannondale ist eine altbekannte Marke die seit Jahrzehnten sehr viele Innovationen in die Branche gebracht hat.
ROSE und Canyon sind eher billige Direktanbieter die stark auf Social Media Marketing und Influencer setzen.
UPDATE:
Fahrrad wurde heute geshoppt und ein paar Stunden später abgeholt:
https://ibb.co/mT5TTkq
Cannondale TOPSTONE 1 mit Shimano Schaltung mit 2×11.
Danke für das unglaubliche Feedback!!!!