Ich hätte eine Frage zum Artikel. Im Interview geht es auch ums Linksabbiegen:
>**Von Stülpnagel:** Nehmen Sie eine große Ampelkreuzung, an der Sie als Radfahrer links abbiegen wollen. […] Oder Sie ziehen gleich am Anfang über drei Spuren auf die Linksabbiegerspur – was bei einem benutzungspflichtigen Radweg, der mit einem blauen Schild markiert ist, verboten wäre.
Ist die Aussage korrekt? Da Herr von Stülpnagel sich professionell mit Verkehr beschäftigt, sollte dem so sein. Ich dachte aber immer, dass es erlaubt wäre auf die Linksabbiegerspur zu wechseln, da der Radweg nicht dorthin führt, wo man hin möchte. Bin über Aufklärung sehr dankbar.
DoubleOwl7777 on
das problem ist das die Infrastruktur einfach kacke designed ist, dadurch geraten beide seiten in konflikt.
Human-Assistant-9132 on
Den Eindruck bekommt man mmn weil auf beiden Seiten die Arschlöcher am lauesten schreien.
Die Mehrheit der Radfahrer fahren auch selbst Auto und kennen die Situation von beiden Seiten.
Radfahrer die auf kein Auto angewiesen sind, verachten Autos weil sie in vielerlei Hinsicht den kürzeren ziehen (Stellplätze, Ausbau der Radwege etc.).
Autofahrer die noch nie Rad gefahren sind glauben Autos sind die einzigen mit Anrecht auf Nutzung der Straßen, das sind gefühlt verdammt viele.
MalinaGold on
Die treffende Kernaussage
>*Erst mal sollte man versuchen, dem anderen nicht immer Absicht zu unterstellen.*
Als Fahrradfahrerin fallen mir Fahrradfahrer deutlich negativer auf. Als Autofahrerin fallen mir Autofahrer deutlich negativer auf.
Ich werde wechselnd vom Fahrradfahrer zum Fußgänger oder fahre für einige Meter in die falsche Richtung, einfach nur um nicht auf 2-3 Autospuren zu fahren. Über Rot fahre ich nie. Ich mache freiwillig kurz Platz oder steige ab, wenn ich bergauf nur 10km/h schaffe und hinter mir im Auto jemand hinterherschleichen muss. Genauso gebe ich als Autofahrer dem Fahrradfahrer Vorfahrt/Lass ihn über die Straße, wenn es sich sowieso staut und nur Schrittempo funktioniert
Schlechte Infrastruktur schafft Konflikte und die meisten handeln ohne Rücksicht bzw. engstirnig. Nur eine Prise davon würde die Situation für alle entspannter machen.
alexs77 on
Um auf die Frage eine andere Antwort zu geben: weil Autos dazu verleiten, dass der Insasse sich wie ein Elch verhält. Er (meist) ist gegenüber dem Menschen mit Fahrrad im Vorteil, da er der Stärkere ist. Er kann sich auch hinter Glas, Metall und Plastik verstecken. Dadurch wird er nicht mehr als Mensch wahrgenommen — darum sind ja gefährlich aussehende (und seiende) Autos bei manchen so beliebt.
Autos entmenschlichen und so verhalten sich dann auch deren Betreiber.
RunImpressive3504 on
Hab irgendwo gelesen das die Fahrradfahrer die Freiheit haben die Autofahrer gerne hätten.
VargasShezar on
Weil Deutschland Autoland ist, da haben Radfahrer nix zu suchen! /s
8 Comments
Alternativlink: [https://archive.ph/I7pXA](https://archive.ph/I7pXA)
Ich hätte eine Frage zum Artikel. Im Interview geht es auch ums Linksabbiegen:
>**Von Stülpnagel:** Nehmen Sie eine große Ampelkreuzung, an der Sie als Radfahrer links abbiegen wollen. […] Oder Sie ziehen gleich am Anfang über drei Spuren auf die Linksabbiegerspur – was bei einem benutzungspflichtigen Radweg, der mit einem blauen Schild markiert ist, verboten wäre.
Ist die Aussage korrekt? Da Herr von Stülpnagel sich professionell mit Verkehr beschäftigt, sollte dem so sein. Ich dachte aber immer, dass es erlaubt wäre auf die Linksabbiegerspur zu wechseln, da der Radweg nicht dorthin führt, wo man hin möchte. Bin über Aufklärung sehr dankbar.
das problem ist das die Infrastruktur einfach kacke designed ist, dadurch geraten beide seiten in konflikt.
Den Eindruck bekommt man mmn weil auf beiden Seiten die Arschlöcher am lauesten schreien.
Die Mehrheit der Radfahrer fahren auch selbst Auto und kennen die Situation von beiden Seiten.
Radfahrer die auf kein Auto angewiesen sind, verachten Autos weil sie in vielerlei Hinsicht den kürzeren ziehen (Stellplätze, Ausbau der Radwege etc.).
Autofahrer die noch nie Rad gefahren sind glauben Autos sind die einzigen mit Anrecht auf Nutzung der Straßen, das sind gefühlt verdammt viele.
Die treffende Kernaussage
>*Erst mal sollte man versuchen, dem anderen nicht immer Absicht zu unterstellen.*
Als Fahrradfahrerin fallen mir Fahrradfahrer deutlich negativer auf. Als Autofahrerin fallen mir Autofahrer deutlich negativer auf.
Ich werde wechselnd vom Fahrradfahrer zum Fußgänger oder fahre für einige Meter in die falsche Richtung, einfach nur um nicht auf 2-3 Autospuren zu fahren. Über Rot fahre ich nie. Ich mache freiwillig kurz Platz oder steige ab, wenn ich bergauf nur 10km/h schaffe und hinter mir im Auto jemand hinterherschleichen muss. Genauso gebe ich als Autofahrer dem Fahrradfahrer Vorfahrt/Lass ihn über die Straße, wenn es sich sowieso staut und nur Schrittempo funktioniert
Schlechte Infrastruktur schafft Konflikte und die meisten handeln ohne Rücksicht bzw. engstirnig. Nur eine Prise davon würde die Situation für alle entspannter machen.
Um auf die Frage eine andere Antwort zu geben: weil Autos dazu verleiten, dass der Insasse sich wie ein Elch verhält. Er (meist) ist gegenüber dem Menschen mit Fahrrad im Vorteil, da er der Stärkere ist. Er kann sich auch hinter Glas, Metall und Plastik verstecken. Dadurch wird er nicht mehr als Mensch wahrgenommen — darum sind ja gefährlich aussehende (und seiende) Autos bei manchen so beliebt.
Autos entmenschlichen und so verhalten sich dann auch deren Betreiber.
Hab irgendwo gelesen das die Fahrradfahrer die Freiheit haben die Autofahrer gerne hätten.
Weil Deutschland Autoland ist, da haben Radfahrer nix zu suchen! /s