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  1. Siegtal pur ist ein autofreier Sonntag, der sich bisher auf 100 km von fast der Quelle des Flusses Sieg bei Siegen bis fast zur Mündung in den Rhein bei Bonn erstreckte. Eine der größten Veranstaltungen dieser Art in Deutschland. Es ist immer äußerst stark besucht. Für viele war die Befahrung der Siegener Stadtautobahn HTS mit dem Rad, Inlinern oder zu Fuß ein Highlight.

    > Der Kreis Siegen-Wittgenstein wird sich aus finanziellen Gründen in diesem Jahr nicht an der Fahrrad-Großveranstaltung “Siegtal pur” beteiligen. In den vergangenen Jahren nahmen Zehntausende teil.

    Der Kreis hat nun entschlossen den Rotstift beim Tourismusverband anzusetzen.

    > Grund für die Absage seien die Sparbeschlüsse des Kreistags. Der hatte unter anderem den Etat des Touristkverbands um die Hälfte gekürzt.

    > Daniel Letocha, neuer Geschäftsführer des Touristikverbands Siegen-Wittgenstein, bedauert die Absage.

    > Doch aufgrund der Budgetkürzungen sieht er keine andere Möglichkeit, als die Veranstaltung von Siegen-Wittgensteiner Seite aus zu canceln. Um 500.000 Euro hatte der Kreistag seinen Etat gekürzt. 90.000 Euro hätte er für Siegtal Pur aufbringen müssen. Jetzt hofft Daniel Letocha, dass der Kreis Siegen-Wittgenstein zumindest im kommenden Jahr wieder bei Siegtal Pur dabei sein wird.

    Die FDP findet das natürlich gar nicht so schlimm (sind ja schließlich keine Autofahrer betroffen, nur die lästigen Radfahrer).

    > FDP-Fraktionschef Guido Müller dagegen hält die Veranstaltung nicht für zwingend notwendig. Zwar sei er selbst früher gern mitgefahren, für ihn seien die Kürzungen aber der richtige Weg: “Auch wenn es manchmal weh tut, Sparen gefällt keinem, irgendwo müssen wir ansetzen.”

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