Es geht es hinauf zum Mont Ventoux, dem Giganten der Provence. Am Ort einer ihrer größten Erfolgs gewährt Clara Koppenburg maximal tiefe und bewegende Einblicke in ihr Leben als Radprofi. Vom Traum- zum Albtraumberuf. Von der Weltspitze in die Essstörung. Der Gewichtswahn im modernen Radsport und die einschneidenden Konsequenzen. Wie blickt sie heute auf alle das?
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0:00 Intro
0:31 Am Mont Ventoux im Morgengrauen
1:41 Bewegende Geschichte
3:51 Dämonen im Kopf
6:48 Weg aus der Essstörung
11:23 Genuss Radfahren
#sportschau #tourdefrance #DeineTour #ARDTour #TDF
35 Comments
Ist der Mont Ventoux für euch das Highlight der diesjährigen Tour de France Femmes?
Respekt vor dieser nicht nur für Profis so schwierigen Entscheidung, langfristig sch selber, Glück und Gesundheit wichtiger zu nehmen als Erfolg in den Bergetappen. Schade, dass hier nur von Essstörungen und Magersucht gesprochen wird, und RED-S und Cédrine Kerbaol und Demi Vollerink gar nicht erwähnt werden. Es gibt inzwischen ein medizinisch durchdachtes Konzept, dass über den BMI hinausgeht, verschiedene Körperfunktionen überwacht, und die Schäden an der Knochenmineraldichte misst. Die Lizenz sollte nur noch bekommen, wer genug isst um Leistung zu erbringen, ohne Raubbau an den eigenen Knochen zu betreiben.
Andere Sportler loben, aber selbst nichts von sich erzählen, …
Hammer Mädel , tolle Doku 👍
Ganz starkes Interview und mega Radfahrerin❤
Das schlimme ist, dass man mit so niedrigem Gewicht halt wirklich erfolgreich ist!
…..ws für eine tolle Frau!
Super cool und ehrlich. Großen Respekt!
Wenn es so schlimm ist, dann lasst die Rennrad-Fahrerei doch bleiben. Millionen von Autofahren würden es begrüßen 👍
Sport kann auch kaputt machen.
Ich finde das ja auch traurig. Aber wir müssen auch gucken, dass wir mal wieder nach vorne kommen in Deutschland und uns nicht nur fürs Mitfühlen und den Durchschnitt beklatschen.
Wenn ich keine Periode mehr habe, habe ich es geschafft. Dann bin ich eine richtige Sportlerin.
Das ist krank. Das ist einfach krank.
Wie unfassbar im Tunnel des Profisports muss man sein, um solche Gedanken zu haben? Gibt es da keinen Partner, keine Freunde außerhalb des Profizirkus, die da mal ein Machtwort sprechen? Es ist ja nicht so, dass man im Frauenradsport nach drei Jahren finanziell ausgesorgt hat und sich die körperliche Selbstverstümmelung „lohnt“.
Starke Doku
Sie fliegt zwar nicht mehr den Berg rauf, aber der Berg gehört ihr. Sie darf schauen, wie schön er ist, die frische Luft genießen und nach der Fahrt sich über einen Kaiserschmarren freuen, oder was auch immer. Was für eine bewegende Geschichte. Ich bin auch langsam am Berg, einfach, weil ich ein Mamil bin und erst seit 8 Monaten Radfahre. Aber mir gehört der Berg, ich erfreue mich an ihm und fahre so, dass das Fahren richtig gesund ist für mich und keine Qual.
Nur Props und Respekt und Liebe!
Es gehört wirklich viel Mut dazu, aus einem System wie dem Profi Leistungssport auszusteigen. Großen Respekt vor dieser starken Frau.
– Ich hab schon viel darüber nachgedacht , wie der Radsport in etwas vernünftigeres und gesünderes Fahrwasser zurückfinden kann, Doping , die vielen Stürze und halt auch der massive psychische Druck sind ja eigentlich wirklich nichts, was man einfach nur ignorieren sollte.
Viel eingefallen ist mir aber nicht um aus dem Teufelkreis rauszukommen, wo es um so viel Geld und Prestige geht ist es halt schwierig ein gesundes Maß im Auge zu behalten.
Trotzdem gefällt mir heute das Brevet fahren besser als die Tour de France, und extrem genug ist Paris Brest Paris ja im Grunde auch schon.
Danke für die offenen Worte
ist ja nicht nur Radsport… Sven Hannawald im Skispringen
Hülkenberg war im F1 auch über dem Mindestgewicht der Rennwagen. Und wollte auch abnehmen.
Super Reportage und Klaras Beitrag und Offenheit sind unglaublich wichtig. Selbst im Amateur-/hobbyradsport sieht man viel zu viele Männer und Frauen mit ungesundem Körperfettanteil.
Ich verstehe es bei den Profis schon nicht, aber bei den Hobbysportlern und Amateuren noch weniger. Gesundheit ist das Wichtigste.
Und ja, es macht am Berg einen Unterschied, aber gerade im Hobbybereich kommt auch mit gesundem 12-20% KFA als Mann den Ventoux solide hoch, selbst vor ner Woche noch gefahren. 😉 Toller Berg.
Brutal. Meine Unterarme sind muskulöser als deine Schenkel
wenn man bei 13:24 direkt anhält sieht sie wie Aligatoah in weiblich aus 😀
Abgesehen davon: guter Beitrag!
Ich finde, das ist kein Sport, sondern Verbrechen
Riesen Respekt, starke Frau 💪
Rücklicht fehlt 😛
stark !!
M E G A ❤ ❤
Stark, so offen das zu erzählen, glaube davon sind viele betroffen und trauen sich nicht, was auch verständlich ist wenn man für den Sport lebt und soviel investiert hat.. Aber kein Mensch ist eine Maschine irgendwann geht es nicht mehr..
sehr coole Doku-Reihe, danke dass Ihr so viel Leidenschaft und viele Perspektiven da reingesteckt habt. Hat sich gelohnt. Man merkt, da steckt Liebe drin!
Ich mache ja nun auch seit Mitte April 2026 Radsport aber noch auf einem MTB und will auf ein Rennrad umsteigen… Im Januar 2026 wog ich 80 kg, heute halte ich mein Gewicht von 75 kg bis 77 kg. Ich bin ein dünner Typ und 186 cm groß. Ich schaue nicht auf Wattwerte oder sonstiges. Ich schaue auf mich- was ich will. Ich ernähre mich wie gehabt und ich trainiere wann ich es will, nicht wann ich es muss. Meine Ziele sind klar, ob ich die jetzt in 2 Monaten erreiche (also Fahrziele, Orte etc.) oder in 6 Monaten. Mein Motto: "Ich bin zwar kein Profi- aber ich bin Pro!" Ich bin frei! Diese absolute Freiheit: Einfach rollen lassen, Strecke machen und den Kopf freibekommen – ganz ohne Leistungsdruck oder starre Trainingspläne. Mein Rad- meine Regeln, Ich fahre für mich. Nicht für die Waage, nicht für den Markt.
fande es einen guten Beitrag, allerdings schaffen es nicht alle aus eigener Kraft aus einer Essstörung (der Beitrag hat nicht drüber gesprochen ob Clara auch therapeutische Hilfe hatte kann natürlich sein nicht desto troz), finde des hätte thematisiert müssen. Magersüchte können unbehandelt in den Tod führen. Außerdem weiß ich nicht was ich davon halten soll, wenn man viele Bilder zeigt wo sie krass dünn ist. Kann bei einigen, v. a. Leuten die von einer Essstörung betroffen sind bzw. Gefahr laufen wirklich ins negative führen. Finde da hätte vielleicht eins gereicht… Clara crazy Frau, you go!
Vielen lieben herzlichen tausend Dank für diese Offenheit!!! Ich war selbst betroffen…und komme schwer daraus (obwohl ich nur Amateur bin!) und habe auch keine Kraft mehr…
Ich wünsche dir/ihnen von Herzen alles Gute und Liebe für die Zukunft😊
Stark und bewegend
Liebe Clara, du bist super stark, dass du den Weg aus der Magersucht herausgefunden hast, und das obwohl deine Zeiten erstmal schlechter geworden sind. Ich habe auch viele Jahre mit Magersucht gekämpft und war da auch leistungsfähiger- aber wir wären mit unserer Leistungsfähigkeit nicht alt geworden. Nun haben wir ein Leben vor uns. Alles Gute für dich und deine Zukunft! ❤
Danke für den Beitrag! Deine Leistung, dich nicht von dieser scheiß Krankheit kaputt machen zu lassen ist 100 mal wertvoller als diese blöden sportlichen Leistungen!
Es ist so viel wichtiger, dass Sport für die Gesundheit da ist als dass er uns einfach nur zerstört. Natürlich muss da ne Herausforderung mit drin sein. Aber diese dumme Idee, dass man sich selbst kaputt machen müsse, um besser zu sein richtet so viel Schaden an. auch schon in meinem Umfeld. Da gibt es Trainer, junge Sportlerinnen immer weiter fertig machen, damit sie weiter abnehmen. Und damit richten sie so viel Schaden an. Nur, um am Ende dieses Blöde Preisgeld und Prestige einzufahren.
Ich finde, du kannst richtig stolz sein, entschieden zu haben, dass du dich davon nicht länger zermahlen lässt.
Rücklicht??