Zusammenfassung des Artikels:
In Hamburg-Wilstorf ist heute Nachmittag ein 11-jähriger Junge getötet worden, nachdem ihn ein Lkw-Fahrer mit seinem Fahrzeug beim Abbiegen überrollt hat. Der Junge war mit dem Fahrrad unterwegs, als der Lkw aus dem Freudenthalweg in die Winsener Straße einbog. Er erlitt so schwere Kopfverletzungen, dass er noch an der Unfallstelle starb.

Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um einen Abbiegeunfall, vermutlich wurde das Kind im toten Winkel übersehen. Wiederbelebungsversuche von Passanten und Rettungskräften blieben erfolglos. Die Winsener Straße war nach dem Unfall gesperrt, das Kriseninterventionsteam betreute Zeuginnen und Zeugen.

Hier noch ein Bericht aus dem Hamburg Journal

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Es wird Zeit, dass Abbiegeassistenzsysteme oder Kamerasysteme auch für Bestandfahrzeuge verpflichtend werden, um diese vermeidbaren Tode zu stoppen. Doch die Förderrichtlinie ist am 31.12.2025 ausgelaufen und der Einbau von Abbiegeassistenzsystemen wird durch das BMV nicht mehr unterstützt. Laut BMV wurden 39.191 Abbiegeassistenten bewilligt und eingebaut. Zum Überblick: Am 01.01.2025 lag der Fahrzeugbestand von Lastkraftwagen in Deutschland bei 3.827.663. Also muss man noch Jahre hoffen, dass sich die Fahrzeugführenden zumindest an § 9 Abs. 6 StVO halten und mit Schrittgeschwindigkeit abbiegen sowie § 1 StVO. Doch selbst das ist anscheinend zu viel verlangt. Mein Beileid gilt der Familie und Angehörigen des Kindes. Danke allen Helfenden vor Ort in dieser schweren Situation, die versucht haben den Jungen zu reanimieren.

by LepraZebra

9 Comments

  1. LKWs haben sechs Spiegel! wenn der Fahrer richtig schaut, gibt es keine Totenwinkel! Aber warum sollte man richtig schauen und aufpassen, wenn ein 40-Tonnen-LKW mit 20 km/h einfach abbiegen kann?!!!! /s

  2. Ultimate_disaster on

    “Tote Winkel” und “übersehen”. 2 Wörter die garantiert nicht zutreffen.

    Nicht richtig hingeschaut und/oder die Spiegel nicht richtig eingestellt und damit einen jungen Menschen grob fahrlässig getötet der die Fahrlässigkeit des LKW Fahrers eben nicht ausgleicht wie viele Erwachsene.

    Vermutlich auch nicht mit der geforderten Schrittgeschwindigkeit abgebogen.

    Auch eine Folge davon, das Vorfahrtsverletzungen beim Abbiegen ohne Unfall eigentlich nie zu den vorgesehenen Sanktionen führen. (in der Regel 1 Monat Fahrverbot)

  3. Immerhin findet man nach kurzer Recherche keinen Artikel wo die Schuld auf den fehlenden Helm geschoben wird.

  4. Previous_Maize2507 on

    Das Tragische ist die ewige Wiederholung.

    Man könnte meinen, das LKW-Fahrer ein Bewusstsein geschaffen bekommen für die Notwendigkeit der Spiegel, Sorgfaltspflicht, Schrittgeschwindigkeit. Mir ist klar, dass man nicht alles gut sieht vom Führerhaus aus. Eben **deswegen** muss man ja langsam tun und mehr Absichern.

    Es muss immer und immer wieder passieren.

  5. War der LKW ohne Mensch am Steuer abgestellt oder wieso hat der von alleine gehandelt? 

  6. AaronRutherfort on

    ich verstehe es nicht, warum man nicht ein paar hundert € in die hand nimmt und außen auf der höhe wo die radfahrer oder fußgänger nicht zu übersehen sind einfach mal einen kameraspiegel installiert und den bildschirm an die a-säule rechts dran? was ist daran so schwer? mit weitwinkel und gib ihm! nein, man muss ja überall die teueren assistenten verbauen die so oder so nur wenig bringen, dann aber doch gerne die sticker auf den lkw dran dass omg wie viele angeblich blinde flecken es sind!

  7. EvidenceGlad9361 on

    Ich höre immer nur das Gepöbel gegen Eltern die Kinder zur Schule bringen – aber keine Berichte, die dazu auffordern Stadtplaner, Straßenbauer, Politiker und Autofahrer zur Verantwortung zu ziehen, wenn sie unsere Kinder umbringen.

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