Ein Beitrag aus dem Kultur-Magazin “Capriccio” fragt nach der Faszination Radsport.
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Tour de France, Giro D’Italia … es gibt kaum einen anspruchsvolleren Sport als das Rennradfahren. Peitschender Regen, Schmerzen, pure Erschöpfung. Wie hält man das aus, fragen wir den deutschen Radprofi Jörg Jaksche und Radsportfotograf Kristof Ramon. Und warum fasziniert es das Publikum so? Spurensuche in einem neuen Buch von Kristof Ramon: Kunst des Leidens – von der brutalen Schönheit des Radsports.
Autor: Maximilian Sippenauer

Aus der TV-Sendung vom 16.5.2024

Mehr Capriccio und die ganze Sendung: https://1.ard.de/capriccio-start

#radsport
#tourdefrance
#capriccio

[Musik] warum nur tut man sich das an Paris Rube eines der härtesten Straßenrennen der Welt 2021 schafft es von 174 Fahrern gerade einmal die Hälfte ins Ziel keine Menschen mehr urtümliche Wesen aus Schlamm und Schmerz geformt je besser du leiden kannst umso besser bist du auf dem Rad und wenn du nicht leiden kannst dann ist das nicht ein Sport totale Verausgabung für einen Wettkampf in dem man fast immer verliert der Fotograf Christoph Ramon begleitet seit einer Dekade Rennradfahrer auch in ihren schwächsten Momenten nach einer Bergankunft liegt John Degenkolb in seinem Hotel unfähig auch nur ein Wort zu sprechen wenn sie ins Ziel kommen und alles gegeben haben ohne Kraft für auch nur einen einzigen weiteren Meter einfach Tod wenn ich allein diesen Moment fotografiere dann erzählt mir das alles über die Schmerzen die sie auf sich genommen haben nur um das Rennen zu beenden toll ist es nicht aber es ist ja für alle gleich schlecht der eine kommt mit der Hitze oder mit der Kälte besser klar der aber es ist für jeden unangenehm Jörg jasche geborenen fürt Anfang der Nullerjahre einer der stärksten deutschen ratprofis und später Kronzeuge im Dopingskandal Radsport sagt er ist Schmerzmanagement in der Hitze verbrennen im Vollspeed über regennassen Asphalt und dann erst die Gebirgspässe temperatureinbrüche auf zwei hauchdünnen Reifen in kaum einem anderen Sport sind die Athleten so verletzlich wir waren an einem Pass und ich glaube es war der colel Madelin und da hat angefangen zu schneiden ich bin noch runtergefahren weil ich relativ weit vorne war und dann war mir kalt auch an den Händen dass ich nicht mehr bremsen konnte bin erfroren auf Rad mehr wen D WUs ich nicht was ich machen sollte und dann kam so ein französischer Elektriker mit so citr Kastenwagen aus den 60er Jahren den habe ich dann angehalten muss mich jetzt da irgendwie mit runternehmen ins Tal ich komme da nicht mer runter hat er hinten aufgemacht und dann saß ein Freund von mir Roman Stoffel saß schon hinten im Auto drin ganz erfrorenag mach Platz wir müssen uns jetzt zu zweit reinsetzen all die Strapazen für diesen Moment der Freiheit einfach losfahren eins werden mit dieser archaischen Maschine auf der der Mensch sich selbst ein Motor ist im Radfahren erfüllt er sich beinah der Traum des däalos vom Fliegen bis zum Sturz in den Bildern auch die Grausamkeit des Radsports dieef Tragik dass eine Unachtsamkeit alles zuichte machen kann das Martyrium ist Teil der Ikonographie Tour de France 2003 josoki ist Mitfavorit bis zu diesem momenti hatte sich die Hüfte gebrochen weil die Abfahrt war sehr schnell und der hat so ein Highsider gemacht im Endeffekt mit 70 kmh und diese Geschichte wieockis eigentlich dort seine Karriere kaputt gemacht hat ist genauso ein wichtiger großer Bestandteil an den sich die Leute erinnern Tour de Swiss 2023 Gino Meder stürzt bei einer zielabfahrt in ein Bachbett er erliegt kurz darauf sein [Musik] Verletzungen ich war einer der wenigen die bei dem Unfall dabei waren als mder letztes Jahr in der Schweiz gestorben ist in Switzerland ja super es war [Musik] schrecklich also manchmal bin ich an Orten wo ich nicht sein will da bin ich dann kein Fotograf mehr sondern einfach nur [Musik] Mensch und dann wohnt dem Schmerz auch manchmal komig inne Tony Martin zeitfahrgenie entwickelt eine Methode um mit der rathhose weniger hin und her zu rutschen wie fragt sich Ramon im Ziel konnte er so im Sattel kleben moment mal was ist das mit seiner Hose und da sehe ich dass er schmirkelpier auf seinen Sitz geklebt hatte und nach 50 km war seine rathhose bis zum Hintern durchgeschmörgelt nach dem Foto haben das alle gemacht Rennradfahren ist unmöglich ohne eine gewisse Lust am Schmerz am freiwilligen Überschreiten der physischen Grenzen durch selbstbelügen nur noch dieser eine Anstieg [Musik] [Musik]

42 Comments

  1. Ich kann mich allen gemachten Kommentaren nur anschließen. Das ist die Essenz der Radsports. Und der Ausblick? Das Morgen? das drückt der letzte Satz aus, wie nicht anderes: "…nur noch dieser eine Anstieg." Ein Beitrag wie ein Gedicht. Danke BR, danke Autoren, danke allen, die mitgearbeitet haben.

  2. Rennradfahrer sind total lieb! Ich weiß das seit über 45 Jahren. Und die quälen sich,weil die da mit Leib und Seele dran hängen. Mallorca im Frühjahr ist immer ein Erlebnis,so viele liebe Menschen dort kennenzulernen!

  3. Kaum ein anderer Sport ist so hart und so voller Passion – Fahrer stürzen bei 50/ 60 kmh oder mehr und stehen auf und fahren weiter…gern eine umfangreichere Doku/ Reportage.

  4. So ein Stück weit fühl ich es selbst.
    Wenn die kompletten Oberschenkel krampfen und der Heimweg noch 70km lang, Einfach den Schmerz wegtretten und weiter fahren.
    Das interessante ist in meinem schmerzverzerrten Gesicht schleicht sich immer wieder ein glückliches grinsen ein 😊
    Ich liebe es auf dem Radl zu sitzen und zu fahren.
    Ob Rennrad oder Mountainbike

  5. Gute Beschreibung was radfahren ausmacht. Den schmerz spüren alle, egal ob Profi, Amateur oder Hobbyfahrer. Der Unterschied ist halt das Tempo und die Leidensfähigkeit.

  6. Radfahren ist eine Sucht – eine schöne Sucht. Man kann diesen wunderbaren Sport bis ins hohe Alter genießen. Ich bereue keinen einzigen Schweißtropfen. Es ist kein Sport für Weicheier.

  7. Jeder Hobby radler der versucht an seine Grenzen zu gehen kann das nachfüllen das ist unabhängig vom Rad sondern das Gefühl einfach zu Fahren zu gleiten vorbei an wälder sehen dörfer Städte …

  8. Man kann den ÖRR ja oftmals berechtigterweise kritisieren, aber hier muss man einmal ein ganz großes Lob aussprechen. Was für ein fabelhafter und leidenschaftlich gestalteter Beitrag.

  9. Man erlebt in so einem Rennen nichts, was nicht mit einem Kärcher und Waschlappen wieder in Ordnung zu bringen wäre. Der süße Schmerz in den Schenkeln treibt einen voran. In meiner Jugend fuhr ich ein paar Jahre Rennen und seitdem kann ich nicht einfach so Radfahren. Ich muss immer am Anschlag sein. Das ist eine tolle Sache.

  10. Es ist der ewige Kampf. Der Kampf gegen andere, doch vorallem der Kampf mit sich selbst. Aber all der Schmerz, das Leid, die Last, fällt ab sobald man sein Ziel erreicht. Ich bin leidenschaftlicher Radfahrer und dieses Video spricht mir aus dem Herz. Sehr gut zusammengefasst!!
    Ich besitze seit 2 Jahren ein Premiumfahrrad geleast von deutsche Dienstrad und es wird gefühlt von Jahr zu Jahr ein intensiveres Hobby. Auch wenn ich die ganz großen Etappen nicht hinbekomme wird mein Streckenverlauf jährlich länger und anspruchsvoller. Es ist einfach Liebe

  11. Wer quälen sich Menschen durchs Studium? Durch die Lehre, durch die Diät? Durch den Verkehrsstau? Durch den Ikea Store? Durch tiefsinnige TV Dokus?

  12. Es ist ein Natur verbundener Sport mit frischer Luft und Bewegung. Dann kommt das Training zu jeder Tageszeit möglich. Aber da fängt es an mit unachtsamen Autofahrern, Fußgänger, Radfahrer usw. Dazu das Wetter, die Material-Fehler, angeschlagene Gesundheit. Und vieles mehr. Aber dann die Freude an der Rennmaschine. Putzen, einstellen, pflegen, aufhübschen. Tolle Bekleidung. Tolle und weniger tolle Radrennen. – Aber dann vor den Rennen stellst Du Dir vor wie Du vielleicht gewinnst. Dann warst nur 4. 7. 10. 25. Oder bist sogar raus geflogen. Okay, dann mehr und besser trainieren und dann klappt es 😆🤗🙈🤣😂 Und das über viele Jahre, oder sogar Jahrzehnte 🙌🙌🙌

  13. 00:08 Da wird ein falsches Bild vermittelt. Natürlich würden es bei PR fast alle ins Ziel schaffen. Viele Helfer haben aber ihre Arbeit erledigt. Es würde wenig Sinn machen, 40 Minuten nach dem Sieger das Rennen zu beenden.

  14. Das bringt es auf den Punkt. Ich fahre schon mein ganzes Leben lang Fahrrad, habe aber erst kürzlich mit dem Rennrad angefangen. Es ist wie eine Sucht. Beim fahren gibt es viele unangenehme Momente, aber man ist sehr stolz auf sich, wenn man weiterfährt und durchhält. Eigentlich vergleiche ich mich auch nicht mit anderen, sondern nur mit mir selbst. Gestern hatte ich einen 25er Schnitt, heute schaffe ich 26. Rennrad fahren ist Meditation und absolute Entspannung für mich. Ich höre gerne Musik, aber eigentlich gibt es nur mein Rennrad und mich. Auch schön ist aber das Grüßen der Rennradfahrer unter sich.

  15. Der Gefahr ausgesetzt zu sein, bricht Fesseln des Alltags auf. Löst Angst und Stress. Man fühlt sich frei. Natürlich ist aber das Maß entscheidend. Profiradler gehen weitaus höhere Risiken ein, um dem heiligen Gral näher zu kommen. Ich hab mich gestern mit über 200 watt Durchschnitt über 3h auf meinem Gravel über mein Maximum getreten. Und was soll ich sagen, ich fühle mich rundum wohl heute. Für mich steht der Vergleich mit mir selbst viel höher als der Vergleich mit anderen. Aber das ist für jeden individuell.

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