
Eine neue Bundesstraße wird gebaut, mit einem durchgehendem Wirtschaftsweg, der sich an die existierenden Radwege der Region anschließt, aber anstatt den Radweg/Wirtschaftsweg komplett durchzubinden, fehlen natürlich die letzten 300m, und man darf einen angenehmen Umweg von 1,5km in Kauf nehmen, anstatt einfach die beiden Radwege zu verbinden, ich Frage mich echt was die bei der Verkehrsplanung saufen
by Rouven-Dillinger
10 Comments
>ich Frage mich echt was die bei der Verkehrsplanung saufen
Ich kenne einen Radweg der dringend saniert werden muss – also wirklich gefährliche Schlaglöcher hat – und den würden gern auch alle sanieren, aber leider ist er 0.7m statt 75cm breit und daher IST es ja garkein Radweg! Also kann man den auch nicht sanieren.
Sei nett zu Deinem Bürgermeister. Der regt sich selbst täglich über so zeug auf.
Meistens, hört an diesen Stellen die Zuständigkeit vom Land auf und das der Gemeinde beginnt oder Ähnliches.
Und der andere zuständige hat entweder das Geld nicht, oder die Genehmigungen nicht, oder ist einfach allgemein noch nicht fertig mit der Planung.
Das beste ist , wenn dann sowas kommt, wie man will beobachten wieviel eine Strecke genutzt wird.
Naja offensichtlich recht wenig, wenn sie nicht vernünftig bis zu Ende gebaut worde.
Ist doch recht einfach. Der Teil der dir fehlt ist
1. keine Bundesstraße
2. nicht Teil des Projekts
3. braucht ggf. keinen Radweg, weil andere Bedingungen herrschen (erlaubte Höchstgeschwindigkeit, Verkehrsaufkommen)
Aber drittens ist eigentlich nicht relevant für den Bund. Geht den ja nichts an ob die Gemeinde da nen Radweg baut.
Wo Autos fahren kannst auch du fahren. Wenn die keinen Umweg nehmen, warum du?
Das ist in Deutschland extrem typisch und mir nirgendwo anders so extrem aufgefallen. Grundsätzlich hören Radwege entlang überregionalen Straßen fast immer an irgendeiner Einmündung einer anderen Straße auf, ab dort muss man dann auf der Straße fahren. Ist auch immer so eine 90 Grad Einmündung wie hier gezeigt, da wird einfach zwischen den Projekten und verschiedenen Aufgabenträgern niemals weitergedacht.
Das Ende vom Lied: es nutzt kaum jemand den neuen Radweg, da man diese ausschließlich über eine andere große Straße mit 80+ Tempolimit und blinden Kurven erreicht.
Reddit so: similiar to r/GravitraxTracks
Schaue bei dir nach der nächsten Stadtrats Sitzung zu den Thema und siehe hin und stell fragen, noch besser ist schreibe politischen Parteien in deinem Bezirk an und Frage direkt die Abgeordneten.
Ich habe damit schon paar Sachen in meiner Stadt zum besseren bewirken können.
Der Kampf ist mühsam, aber Städte sind für Menschen nicht in erster Linie für Autos.
Eine Stadt soll dazu einladen mehr miteinander und viel Auto Verkehr baut Hindernisse.
Die Stadtrats Sitzungen kannst du online einsehen und wenn du nichts findest schreibe Mitglieder des Stadtrates an wann diese sind.
Hier wäre mal Zeit für eine neue Vorschrift (manchmal braucht man halt Bürokratie), nämlich es müssen verpflichtend Radwege bei allen Straßenneubauten erreichtet werde – Ausnahmen sind nur mit Zustimmung des ADFC erlaubt.
Die Planer fahren selbst nicht Rad. Ganz anderes Beispiel: bei mir in der Firma gab es unter keinen Umständen eine E-Autos Ladelösung für die Tiefgarage. Ging nicht, wollte man nicht, war zu teuer. Bis sich einer der Oberen ein E-Auto zugelegt hat. Einen Monat später gab es eine Menge Ladeboxen.
Das ist übrigens auch ein Grund, warum ich teure Rennräder für (unfitte, ältere, reiche) Männer mit all dem Gehabe sehr gerne mag: es fördert Fahrradinfrastruktur für alle, wenn der OB ein bekennender Rennradfahrer ist…
Augustiner.