
Ich hatte mich hier über eine meiner Meinung sehr gefährliche Stelle für Radfahrende in München beschwert, es geht um eine lange geteilte Spur ohne Radwege.
(Bilder sind hier: https://imgur.com/a/N15PWCf)
Ich hatte am 31.07.25 Feedback auf der Meldeplattform der Stadt eingereicht und heute tatsächlich eine Antwort erhalten, die bis auf den letzten Satz sogar ganz positiv ist:
Planungen zur Umgestaltung der Untermenzinger Straße sind im Abschnitt vom Knoten Allacher Straße bis zur Einmündung Berta-Hummel-Straße vom Mobilitätsreferat schon ausgeführt worden. Dabei ist auch schon eine Entscheidung für eine Vorzugsvariante getroffen worden.
In diesem Abschnitt sollen beidseitig bauliche Radwege entstehen. Außerdem werden die Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut, sowie neue Querungshilfen geschaffen. Auch der Knoten Allacher Straße ist Teil des Planungsumgriffs und wird zeitgemäß umgestaltet.
Zudem wird, wenn ein Beschluss gefasst worden ist, das Projekt dem Baureferat übergeben, um die Entwurfs- und Ausführungsplanung für das Projekt aufzunehmen und den Ausbau der Untermenzinger Straße voranzutreiben. Also wird es dann immer noch etwas mit der Umsetzung vor Ort dauern.
Aufgrund der aktuellen Haushaltslage kann jedoch keine Aussage zur Umsetzung gegeben werden.
Meine Meldung hat jetzt keinen Ausschlag gegeben, aber fand es ganz cool, dass tatsächlich geantwortet wird und wir auch wissen, dass etwas geplant ist, was über Farbe auf der Fahrbahn hinausgeht.
Wenn in 2, 3 oder 10 Jahren mal was gebaut sein sollte, gebe ich vielleicht ein Update!
by Whitebread100
1 Comment
Ich hab vorletztes Wochenende mit dem Stadtrat aus meinem Bezirk eine kleine Radtour durch den Münchner Osten gemacht, wo wir uns angeschaut haben, was in der letzten Legislaturperiode alles passiert ist an Verbesserungen der Fahrradinfrastruktur, was geplant ist, und warum manche Sachen so schwierig sind oder am Ende doch nur suboptimal ausgeführt werden. Obwohl die Grünen die stärkste Fraktion im Stadtrat sind, muss echt um jeden Meter Radweg verbissen gekämpft werden, weil die SPD leider auch extrem von Carbrains verseucht ist. Selbst wenn es einen Beschluss gibt, dauert es dann oft sehr lange, bis es umgesetzt wird, oder es stellt sich raus, dass irgendwelche Vorschriften dem ganzen im Wege stehen. Absurderweise verhindert der Radentscheid manchmal pragmatische Verbesserungen, bspw. wenn man die Mindestbreite des Radwegs von 2,30m aufgrund irgendwelcher Begebenheiten nicht hinbekommt oder nur mit prohibitive Kostenaufwand, stellt sich das Baureferat auf den Standpunkt, dass man dann lieber gar nichts macht.
Im März stehen wieder Kommunalwahlen an und ich kann jedem nur dringend raten, Kandidat:innen von Parteien zu wählen, die es mit der Mobilitätswende ernst meinen. Wenn die CSU zusammen mit der SPD regiert, dann wird da nichts mehr vorwärts gehen.