Arles – auf den Spuren von Vincent van Gogh und den Römern
In diesem Video nehme ich euch mit auf eine Stippvisite durch Arles: Zwischen Antike und Mittelalter, van Gogh und lebendiger Provence. Eine Stadt, die überrascht – und die man so schnell nicht vergisst.
Arles – eine Stadt, die untrennbar mit Vincent van Gogh verbunden ist und doch weit mehr zu bieten hat, als man zunächst erwartet. Viele kennen den Namen nur aus der tragischen Geschichte des Künstlers: Hier malte er einige seiner berühmtesten Werke, hier zerbrach die Freundschaft zu Paul Gauguin, hier verlor er sein Ohr. Doch Arles ist viel mehr als nur Schauplatz einer Künstlerbiografie – und genau das habe ich bei meinem Besuch entdeckt.
Begleitet mich auf einem Rundgang durch diese geschichtsträchtige Stadt am Ufer der Rhône. Schon beim Eintritt durch die alten Stadttore entfaltet Arles seinen mittelalterlichen Charme – und schnell stößt man auf monumentale Relikte der Antike: das mächtige römische Amphitheater, einst Schauplatz blutiger Spiele und heute Bühne für Stierkämpfe und Konzerte. Gleich daneben das römische Theater, dessen Überreste noch immer von der Pracht der Kaiserzeit zeugen.
Im Herzen der Stadt öffnet sich der Place de la République mit Rathaus, Kathedrale Saint-Trophime und einem Obelisken aus römischer Zeit. Von dort geht es durch enge Gassen bis zum Place du Forum, wo das berühmte Café van Gogh steht – ein Ort, der auf Leinwand unsterblich wurde, im Alltag aber seine Spuren der Vergänglichkeit trägt.
Von der Kirche Notre Dame de la Major blickt man weit über die Dächer der Stadt bis zum Kloster Montmajour.
Und natürlich ist van Gogh allgegenwärtig – auch wenn Arles selbst keines seiner Gemälde besitzt. Die Stadt ringt bis heute mit seinem Erbe, doch seine Zeit hier prägte die Kunstgeschichte für immer.
Inhalt:
00:00 Intro
00:54 Van Gogh in Arles
02:35 An der Rhone
02:56 Stadttor
03:14 Arena / Amphitheater
04:57 Römisches Theater
05:28 Place de la République
05:51 Obelisk
06:15 Kathedrale Saint Trophime
07:19 Gassen der Altstadt
07:44 Place de Forum
07:58 Café van Gogh
09:00 Impressionen
09:36 Notre Dame de la Major
10:11 Aussichtspunkt L´Hauture
10:26 Kloster Montmajour
Quellenangabe:
Fotos und Videos: Eigene, wenn nicht anders vermerkt.
Musik und Soundeffekte aus YouTube Audio-Mediathek: „A Starry Message – Dan Lebo Lebowitz, Tone Seeker“, „Deck The Halls – The Soundlings“, „Fountain Water Bubbling“
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Willkommen zu einer weiteren Etappe meiner Reise durch die Provence. Diesmal führt sie uns in eine Stadt, die eng mit dem Schicksal Vincent van Goch verbunden ist nach Al. Der Ort liegt an der Ruhen etwa 90 km nordwestlich von Marseille und hat etwa 51 000 Einwohner. Und ich muss sagen, dieser Ort war eine Überraschung für mich, denn meine Vorstellung über Al stammt aus der Geschichte und Fangch. So ist dies der Ort, wo er sich ein Ohr abschnitt und den er in vielen seiner Gemälden skizzierte. Aber der Ort ist so ganz anders, als ich ihn mir vorstellte. Begleitet mich also auf dieser Stittvisite und lasst euch überraschen. Nun, wir müssen wohl mit Fangch anfangen. Fango Goch lebte von 188 bis 1889 in Al. Er wohnte zunächst im Hotel Carell, mietete sich später ein kleines Haus, das als das gelbe Haus von A bekannt wurde. Seine Vorstellung war, dort eine Künstlerkolonie zu errichten und der erste Maler, der dort einzog, war Paul Gon. Die beiden zerstritten sich jedoch rasch und Gogan zog nach 8 Wochen wieder aus. Dies führte bei Fangch kurz gesagt zu Depressionen und vielleicht auch Warnvorstellungen. Und die Situation eskalierte so weit, dass er sich schließlich selbst ein Ohr abschnitt. Er wurde gefunden, ins Krankenhaus gebracht und anschließend hat er sich selbst in eine psychiatrische Klinik in St. Remie in der Nähe von Al eingewiesen. Dort lebte er über ein Jahr und konzentrierte sich sehr stark auf seine Malerei. Im Mai 1890 verließ er die Klinik und kehrte zu seinem Bruder nach Paris zurück. Bereits zwei Monate später, im Juli 1890 starb Vincent durch eigene Hand an einer Pistolenkugel. [Musik] Tja, mit dieser Geschichte und seinen Bildern im Kopf bin ich nach Al gekommen und das habe ich vorgefunden. Wir starteten unsere Stippvisite außerhalb der Stadtmauer von Ahl am Ufer der Rohn. Hier stand wohl auch Vincent van Goch und verewigte diese Brücke. [Musik] ging schließlich durch dieses Stadttor und Al begrüßte uns mit seinem mittelalterlichen Charm. [Musik] In der Ferne tauchte schließlich das römische Amphiater auf. Abort um 90 nach Christus. [Musik] Es hat einen elliptischen Grundriss von 140 z 103 m und bietet auf zwei Geschossen Platz für ca. 25 000 Personen. Gegen Ende des sechsten Jahrhunderts wurde die Arena zu einem befestigten Siedlungsbau umgewandelt mit letztlich etwa 200 Häusern. Dieses hatte man im Mittelalter auch noch zur Festung umgebaut, wovon drei der vier Vierextürme zeugen. Zum 1826 entschied man sich, die Wohnbebauung schrittweise zurückzunehmen und 1844 lag die Arena schließlich wieder frei. Seitdem dient das Gebäude als Sterkampfarena oder für Theater und musikalische Aufführungen. Auch von Goch hat das Treiben in der Arena inspiriert. [Musik] Nebenan steht das römische Theater, das unter Kaiser Augustus um 25 vor Christus errichtet wurde. stehen noch zwei korintische Säulen, die unteren 33 Sitzreihen und ein Turm, an dem man die Höhe der ursprünglichen Arkaden erkennen kann. [Musik] Der Pla Republik ist quasi das Herz der Stadt. [Musik] Ihre zwei Herzkammern, das Rathaus für die weltliche Macht und die Kathedrale für die Geistliche. In der Mitte steht der 15 m hohe Obelisk aus Granit. [Musik] Er wurde auf dem Zirkus Maximus der Stadt gefunden und steht seit 1676 an diesem Platz. Die Kathedrale ist dem heiligen Trophimus gewidmet, der die Provence christianisiert haben soll und um 250 nach Christus der erste Bischof von Al wurde. Erbaut zwischen 1100 und 1150 im romanischen Stil und erweitert zwischen 1445 und 1465 mit gotischen Elementen. [Musik] Allerdings ließ man um 1870 alles entfernen, was die ursprünglich romanische Kirche verfremdete. Dadurch erhielt der Innenraum sein heutiges Aussehen. [Musik] Es geht weiter durch die verwinkelten Gassen der Altstadt. [Musik] [Musik] Und schließlich erreichten wir den Plaste Forum. Hier finden wir eine weitere Spur Fangchs und zwar das heute als Café von Goch bekannte Gebäude, dessen Terrasse den Maler zu diesem Bild inspirierte. [Musik] Es war bei meinem Besuch allerdings ziemlich heruntergekommen und sah so aus. Man muss überhaupt sagen, dass die damalige Bourgeoisie von Al den schwierigen Charakter von Goch quasi aus der Stadt getrieben hat. Insofern besitzt Ahl auch kein einziges seiner Gemälde. Das von ihm bewohnte gelbe Haus wurde im Zweiten Weltkrieg bei einem Bombenangriff zerstört und auch nicht wieder aufgebaut. Man versucht zwar heute Orte aus seinen Gemählten touristisch aufzubereiten, allerdings mit wenig Erfolg. Einzig die Fangoch Foundation bemüht sich um eine geschichtliche Aufbereitung des heute berühmt gewordenen Malers Vincent Fangch. Aber nun genug davon. Nach einem kurzen Lunch erkundeten wir weiter die Stadt. [Musik] Hier ein paar Impression. [Musik] [Musik] [Musik] Oberhalb der Arena stoßen wir auf die Kirche Notredam de Laor aus dem 12. Jahrhundert. Die Marienkirche verdankt ihren Namen übrigens ihre Lage auf dem höchsten Punkt des Hügels Lautür. [Musik] Und von hier hat man einen fantastischen Ausblick auf Al [Musik] und das in der Ferne liegende ehemalige Benediktina Kloster Montmjur. [Musik] Und damit verabschieden wir uns aus Al. Ich hoffe, ich konnte euch die Stadt und das mit ihr verbundene Schicksal von Gox ein wenig näher bringen. Wenn ihr an weiteren Stippvisiten aus der Provence oder aus anderen Orten interessiert seid, abonniert gerne meinen Kanal und wenn euch dieses Video gefallen hat, lasst einen Daumen hoch da. Vielen Dank fürs Zuschauen und bis zum nächsten Mal. [Musik] เ