Vor einer halben Stunde bin ich in Augsburg losgefahren. In 23 Stunden und 30 Minuten wäre ich gerne am Gadase mit eine Pizza und ein Aparol. 24 Stunden Gad Challenge. Let’s go. Und das ist mein Setup. Rennrad relativ leicht packt starke Lichter. Juhu Berge 50 km unterwegs. Strahlender Sonnenschein. Eine Mischung aus Rücken und Gegenwind. Ja, kann mich eigentlich nicht beschweren. Als nächstes kommt dann Bart Tölz, der Silensteinspeicher, der Asee und dann sind wir auch schon in Österreich. Möglicherweise ist das letzte Tageslicht, die letzten Sonnenstrahlen. Die Nacht beginnt. Reifel, der Kigo Nummer 1 Friedhöfe, halb Friedhof, halb Bautstelle. Das Wasser kam nicht nur aus dem Brunnen, sondern auch vom Himmel. Und am Anfang dachte ich, ich kann die Schauer einfach abwarten, aber es schien eine lange kalte Nacht zu werden. Oh Leute, das habe ich mir nur rausgesucht, bis ich dann auf einmal diesen Kollegen begegnet bin. Rat mal, wo die alle hin wollen. Na klar, zum Gadasee. Was macht man sonst Freitagabend, wenn es regnet um 1 Uhr nachts? Wir waren dann noch in Innsbruck zusammen Pommes essen, sind dem Brenner entspannt hochgerollt und auf der Startstraße wieder runter. 250 km hatte ich schon geschafft und mir war nicht mehr kalt. [Musik] Hell wie crazy. Südtirol bekannt fürs gute Wetter hat überhaupt nicht abgeliefert. Aber dann ist so verrückt. Ich bin gestern Abend gestern Nachmittag um 3:30 Uhr losgefahren und jetzt bin ich einfach im Terminer hoch. Ist das nicht komplett so real? Diese Pause habe ich sowas von gebraucht und einfach unfassbar schön, wie herzlich empfangen wurde. Einmal noch die Flaschen aufgefüllt mit Elektrolyten und dann ging es auch schon wieder raus in den Regen. Und da stehen sie, 400 km auf dem Tacho. So viel stand da noch nie. Und jetzt sind nur noch 20 km bis zum wunderschönen Badee. Gaderse, nicht Badesee. Ja, herrlich, herrlich. Ja, Hater würden sagen, es ist Fake, aber es kam halt genau dann die Sonne raus. Was für eine Belohnung nach diesen Strapazen. Das Motto der Tour Keep going hat auf jeden Fall funktioniert. That’s it. Geschafft. Trotz 8 Stunden Dauerregen, wir sind oben über die Kuppe gefahren und hier einfach Sonnenschein. Meine Augen sind ein bisschen müde. Ich gehe jetzt erstmal pennen und schreibt doch unten mal, ob ihr auch Bock auf so eine Tour hättet. Ah.

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37 Comments

  1. Hat ein guter Kumpel zu Ostern dieses Jahr auch gemacht, allerdings von Thüringen 🫣 ist die Nacht durchgefahren und rückwärt mit PKW

  2. Glückwunsch zur Leistung. Ich fahr persönlich nicht gern im Regen und hätte bei der Erkenntnis, dass es länger regnet abgebrochen und wär das ganze dann bei schönem Wetter zb. eine Woche später gefahren. Aber jeder wie er mag. Dafür das Du’s durchgezogen hast, viel Respekt.

  3. Nö, würde ich nicht so machen. Aber nicht weil ich es nicht will, sondern weil ich es (noch) nicht kann. Nach 90km bin ich leer. Daher Hut ab für diese sportliche Leistung. Aber ich glaube ohne Begleitcamper würde ich es dann doch nicht machen. Gerade im Regen würde ich mich dann lieber in den Camper verkrümeln und im warmen und trockenen den Regentropfen zuhören. Warmduscher halt. 😀

  4. Das hättest du auch auf einem Hometrainer haben können. Aber dann hättest du natürlich kein narzisstisches Video machen können. Das ist doch der eigentliche Grund, warum du hirnlos durch die Landschaft rast, oder?

  5. Hach sehr geil. Das würde ich ja auch gerne machen, mit tut nur schon nach 50km alles weh 😅.
    Aber super cool mitten in der Nacht auf Gleichgesinnte zu treffen, wie geil.

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