
https://www.bz-berlin.de/polizei/autofahrer-reisst-mann-vom-rad-prozess
Eine Strafenauf Bewährung (macht sein Leben weiter wie bisher) und 2 k Schmerzensgeld sind ein fettes LOL, dafür dass der Typ den RF mit Absicht zu Boden gezerrt und schwer verletzt hat. 10 Monate Arbeitsunfähigkeit…
by Alternative_Loan_936
6 Comments
Schöffen?
Und bei aller oft berechtigten Empörung über die Justiz im Hinblick auf Autofahrer. Ich finde das ist tatsächlich mal ein Urteil, das in die richtige Richtung geht. Man schaue sich an was die Staatsanwaltschaft beantragt hat.
Wenn ich das richtig verstehe, ist der Kerl jetzt für 3,5 Jahre selber Radfahrer. Das ist für den Kerl doch die Höchststrafe
Dafuq?! Was ist das für ne lächerliche Strafe? Der Typ sollte lebenslang den Lappen verlieren. Und 2k Schmerzensgeld für u.a. Einblutungen im Lungenflügel und 7 Tage Klinik Aufenthalt? Ich kotz im Strahl.
Also tatsächlich hatte die Staatsanwältin 1 Jahr und 4 Monate gefordert und die Schöffen sind mit den 2 Jahren weit über diese Forderung hinweg gegangen.
Ich nehme auch mal an, dass es einen gewaltigen Unterschied gemacht hat, dass der Autofahrer ausgestiegen ist und das Auto damit gar nicht mehr Teil des tatsächlichen Geschehens war. Auch ohne Reue kann man dem Mann nicht nachweisen, dass eine so schwere Verletzung überhaupt seine Absicht gewesen ist und er war Ersttäter.
Das Schmerzensgeld im Prozess ist ja tatsächlich eher symbolisch, aber Schmerzensgeld ist eine zivilrechtliche Frage und da dürfte auf den Mann einiges zukommen:
Einmal Schmerzensgeld für die dokumentierten Verletzungen, dann Schadensersatz für den entgangenen Verdienst, Geld, falls er Hilfen im Haushalt benötigt hat und zuletzt auch noch Zukunftsschaden, wenn er irgendwelche Sachen jetzt nicht mehr machen kann.
Das könnte schon ziemlich teuer werden, zumindest für deutsche Verhältnisse.
Nun, eigentlich ist der Titel hier komplett daneben.
Denn die letztendlich verhängte Strafe geht ja deutlich über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus.
Leider ist das immer wieder der Ausgangspunkt für derartig lasche Strafen.
Und dass der Lappen nur für weitere 18 Monate über die Strafe hinaus weg ist, ist der eigentliche Skandal.
Wer sich nicht beherrschen kann, und jemanden derart schwer verletzt, sollte selbst mit einem Lappen nach MPU max. noch Citroen Ami, Renault Twizzy und Co fahren dürfen, bis er sich nochmals für zwei Jahre bewährt hat (also keine weiteren Vergehen).
> Und obwohl Ersttäter, schenkte ihm das Schöffengericht ordentlich ein: zwei Jahre auf Bewährung, weitere 18 Monate Pappe weg und 2000 Euro Schmerzensgeld an das Opfer. Der Staatsanwältin hätten 1 Jahr und 4 Monate auf Bewährung gereicht – neben dem Schmerzensgeld. Die Verteidigung wollte Freispruch.
Lausige Staatsanwaltschaft und wieso bitte war die Anklage nicht auf versuchten Mord?