





Hey Leute,
ich brauche mal eure Ingenieur- und Bastel-Skills. Ich hab ein altes Lastenrad (ziemlich runtergerockt) und habe damit testweise schon Getränke verkauft. Hab mir aus Laminat einen improvisierten Deckel gebastelt und vier große Styroporboxen reingestellt – hat erstaunlich gut funktioniert und kam mega an.
Jetzt will ich das Ding aber richtig umbauen und suche Tipps/Erfahrungen:
• Wie baue ich die Box so, dass ich möglichst viel Stauraum für Getränke habe?
• Hat jemand schon mal eine Kühlbox oder Isolierung fest eingebaut?
• Ideen für klappbare Theken oder smarten Stauraum?
• Und ganz wichtig: Gibt’s eine Möglichkeit, da irgendwie einen E-Motor nachzurüsten, damit ich beim Strampeln Unterstützung habe? (Mit Getränken wird das Teil echt schwer 😅)
Wichtig ist mir wirklich nur: viel Platz für Getränke und dass es halbwegs praktikabel bleibt.
Hat hier jemand Erfahrung mit sowas oder sogar Bilder von eigenen Umbauten? 🙌
by ActualDistance1967
2 Comments
Zum E-Umbau kann ich dir was sagen, baue selber E-Cruiser und Lastenräder… Leider ist dieses Bike so ziemlich ungünstig zum Umbau. Heckmotor geht nicht wegen Nabenschaltung.
Mittelmotor wird wegen dem Rahmen so nicht passen, der müsste modifiziert werden. Ich würde das machen, bin da inzwischen schmerzbefreit..muss man unten ein bisschen was wegschneiden und dann stabilisieren. Oder das obere Rohr am Tretlager rausschneiden und überkopf wieder einschweißen.
Bevor du dein Vorhaben weiterverfolgst und wir über den konkreten Umbau des Rades sprechen, sollten wir zunächst die organisatorischen und rechtlichen Grundlagen sprechen. Dazu gehört in erster Linie die Frage, ob du dein Gewerbe bereits offiziell angemeldet oder um den Verkauf von Getränken erweitert hast, das ist die Voraussetzung, um überhaupt starten zu können. Außerdem spielt es eine große Rolle, in welcher Form du die Getränke anbietest: Verkaufst du sie ausschließlich verschlossen in Flaschen oder planst du auch einen Ausschank? Für den Ausschank benötigst du zwingend eine Schanklizenz vom Ordnungsamt. Wenn du alkoholische Getränke verkaufst, musst du zusätzlich die Jugendschutzbestimmungen einhalten, also Alterskontrollen durchführen und den entsprechenden Aushang gut sichtbar anbringen.
Auch der Ort des Verkaufs ist entscheidend. Verkaufst du auf der Straße, bei Festen oder an wechselnden Plätzen, kann dafür eine Reisegewerbekarte erforderlich sein. Unabhängig davon müssen die Preise klar und nachvollziehbar ausgezeichnet werden und falls du keine gastronomische Ausbildung hast, kann es sein, dass du einen Nachweis bei der IHK erbringen musst, bevor dir eine Ausschankerlaubnis erteilt wird.
In der jetzigen Form erfüllt dein Rad die grundlegenden Anforderungen an einen Lebensmittelverkaufsstand nicht. Ein improvisierter Aufbau wirkt nicht nur wenig vertrauenerweckend auf Kundinnen und Kunden, sondern würde auch beim Gesundheitsamt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu vielen Beanstandungen führen. Für den Verkauf von offenen Getränken wird mindestens erwartet, dass alle Oberflächen glatt, nicht offenporig und leicht abwaschbar sind, dass eine zuverlässige Kühlung vorhanden ist und dass der gesamte Aufbau einen hygienischen, professionellen Eindruck macht.
Mein Rat wäre deshalb: Kläre zunächst die rechtliche Basis, also Gewerbeanmeldung, Genehmigungen und gegebenenfalls notwendige Schulungen und entscheide vorab, ob du das Rad so umbauen kannst, dass es die hygienischen und technischen Anforderungen tatsächlich erfüllt. Dabei solltest du dir ehrlich die Frage stellen, ob du das handwerklich und finanziell umsetzen kannst. Es ist besser, diese Punkte vorab zu bedenken, als später viel Zeit und Geld in ein Konzept zu stecken, das so nicht genehmigungsfähig ist.