>”Viele Waren kaufen Sie nur ein, wenn Sie das Geschäft mit dem Auto erreichen können.” Zudem fielen Kunden weg, die ihren Einkauf zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit erledigt hätten – denn der Grüneburgweg ist nun in Teilen eine Einbahnstraße.
Immer wieder wird das Fahrrad als Sündenbock für den Niedergang des Einzelhandels in Innenstädten genannt. Ladenbesitzer:Innen und Kommunalpolitiker:Innen kritisieren Maßnahmen wie Fahrradstraßen oder den Rückbau von Parkplätzen zugunsten von Radwegen. Angeblich würden Radfahrende weniger kaufen, während Kund:Innen mit dem Auto mehr Umsatz brächten. Doch ein Blick in fahrradfreundliche Länder wie die Niederlande oder Dänemark zeigt das Gegenteil: Dort floriert der lokale Einzelhandel in lebendigen, autoarmen Innenstädten.
Die Schuld am Aussterben des Einzelhandels dem Fahrrad zuzuschieben, ist bequem, aber unsinnig. Tatsächlich leiden Städte unter jahrelanger Fehlplanung, Konkurrenz aus dem Onlinehandel und Mietenwahnsinn, nicht unter Sanktionen gegen Autos zugunsten zu Fahrrädern.
[Studien zeigen](https://www.aktivmobil-bw.de/fileadmin/user_upload/4_Daten_und_Fakten/ECF_Beispiele_fu__r_Rad_und_einkaufen.pdf): Wer mit dem Rad kommt, gibt zwar vielleicht pro Besuch weniger aus, kauft dafür aber öfter ein. In Amsterdam oder Kopenhagen beweist man längst, dass lebenswerte, ~~rad~~menschenfreundliche Städte und ein gesunder Einzelhandel sich nicht ausschließen im Gegenteil.
Wo würdet ihr lieber euren Einkauf tätigen, in einer ruhigen Fußgängerzone/Fahrradstraße mit Sitzmöglichkeiten und anderen Attraktionen oder eine (Haupt)Straße, umgeben von Lärm und Abgasen?
Also ist vielleicht nicht der Radfahrende das Problem, sondern das momentane Konzept mancher Einzelhändler?
shuzz_de on
Ich finde die Argumentation, dass man auf “die Wirtschaft” und “die Pendler” Rücksicht nehmen müsse so widerlich.
Was ist denn mit den Anwohnern? Sind die komplett egal?
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>”Viele Waren kaufen Sie nur ein, wenn Sie das Geschäft mit dem Auto erreichen können.” Zudem fielen Kunden weg, die ihren Einkauf zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit erledigt hätten – denn der Grüneburgweg ist nun in Teilen eine Einbahnstraße.
Immer wieder wird das Fahrrad als Sündenbock für den Niedergang des Einzelhandels in Innenstädten genannt. Ladenbesitzer:Innen und Kommunalpolitiker:Innen kritisieren Maßnahmen wie Fahrradstraßen oder den Rückbau von Parkplätzen zugunsten von Radwegen. Angeblich würden Radfahrende weniger kaufen, während Kund:Innen mit dem Auto mehr Umsatz brächten. Doch ein Blick in fahrradfreundliche Länder wie die Niederlande oder Dänemark zeigt das Gegenteil: Dort floriert der lokale Einzelhandel in lebendigen, autoarmen Innenstädten.
Die Schuld am Aussterben des Einzelhandels dem Fahrrad zuzuschieben, ist bequem, aber unsinnig. Tatsächlich leiden Städte unter jahrelanger Fehlplanung, Konkurrenz aus dem Onlinehandel und Mietenwahnsinn, nicht unter Sanktionen gegen Autos zugunsten zu Fahrrädern.
[Studien zeigen](https://www.aktivmobil-bw.de/fileadmin/user_upload/4_Daten_und_Fakten/ECF_Beispiele_fu__r_Rad_und_einkaufen.pdf): Wer mit dem Rad kommt, gibt zwar vielleicht pro Besuch weniger aus, kauft dafür aber öfter ein. In Amsterdam oder Kopenhagen beweist man längst, dass lebenswerte, ~~rad~~menschenfreundliche Städte und ein gesunder Einzelhandel sich nicht ausschließen im Gegenteil.
Wo würdet ihr lieber euren Einkauf tätigen, in einer ruhigen Fußgängerzone/Fahrradstraße mit Sitzmöglichkeiten und anderen Attraktionen oder eine (Haupt)Straße, umgeben von Lärm und Abgasen?
Also ist vielleicht nicht der Radfahrende das Problem, sondern das momentane Konzept mancher Einzelhändler?
Ich finde die Argumentation, dass man auf “die Wirtschaft” und “die Pendler” Rücksicht nehmen müsse so widerlich.
Was ist denn mit den Anwohnern? Sind die komplett egal?