Mann, mit meiner Einfachschaltung komme ich hier gar nicht den steilen Anstieg hoch. Das haben wir in letzter Zeit häufiger gehört. Aber stimmt das überhaupt? Das Ganze bezieht sich auf die Kettenblätter vorne. One by, also einfach, ihr habt nur ein Kettenblatt vorne. Oder two by, ihr habt zwei Kettenblätter vorne. Bei der Zweifachschaltung habt ihr natürlich mehr Gänge, aber bringt das überhaupt ein Vorteil am Berg?
Nicht unbedingt, denn es kommt einzig und allein auf das Übersetzungsverhältnis an. In dem Fall am One B haben wir hier vorne 40 Zähne und hinten das größte Ritzel hatte 46, also 40 Z 46. Hier neben mir steht noch ein anderes Rad mit einer Tubi. Da sehen wir auch hier vorne noch mal zwei Kettenblätter, ein kleines und ein großes. Das kleinste hat 30 Zähne und hinten die Kassette ist auch deutlich kleiner und das größte Ritzel an der Kassette hat 34, also 30 z 34. Das kann man jetzt ganz lustig ausrechnen. Oder ihr schaut einfach bei 99 Spokes, da kann man das Ganze nämlich vergleichen. Was ist die langsamste Geschwindigkeit und was die schnellste.
Das ist der Beweis. Mit diesem Ball kann man nicht einfacher die Berge hochfahren, aber was mache ich jetzt, wenn es mir trotzdem zu steil ist? Wenn ihr eine zweifach Schaltung habt, dann besteht die Möglichkeit, dass ihr einfach die Kassette tauscht und zwar mit einem größeren größten Ritzel. Hierbei gilt’s vor allem zu beachten, dass das Schaltwerk auch auf die Kassette ausgelegt ist. Es gibt aber auch noch ein paar Tricks mehr dazu in der Caption. Wenn ihr aber eine Einfachschaltung habt, dann könnt ihr nämlich das Kettenglatt hier vorne einfach tauschen und zwar gegen eines, was weniger Zähne hat. Das haben wir auch schon mal gemacht beim Bikepacken mit einem, das 34 statt 40 hat. Damit wird die ganze Übersetzung einfacher, aber ihr seid damit auch nicht mehr so schnell. Aber ganz im Ernst, beim Bikepacken ist es sowieso egal, oder? Ja. Und warum fahren wir jetzt eigentlich einfach? Was für Vorteile hat das? So
die einfache Wartung und dass da einfach nicht so viel kaputt gehen kann. Genau. Und außerdem ist auch ein bisschen minimalistischer, weil ihr nur ein Schalthebel auf einer Seite habt. Aber natürlich haben auch zweifachungen ihre Berechtigung. Was sind da so die Vorteile?
Die Gänge sind feiner abgestuft. Das heißt, ihr habt einfach eine konstantere Trittfrequenz
und wenn ihr viel Straße fahren wollt, dann ist das schon von Vorteil oder auch mit Gruppen Pelleton fahren wollt. Wenn man die beiden GRX Schaltungen vergleicht, dann könnt ihr mit der zweifach einfach in höheren Geschwindigkeiten noch besser fahren.
Gerade beim Bikepacken sind uns höhere Wattwerte und Geschwindigkeit eher unwichtig
und die Behauptung, dass eine Zweifachschaltung am Berg immer besser ist, ist schlichtweg falsch. Aber ihr könnt ja mal in die Kommentare schreiben, mit was für einer Schaltung einfach oder zweifach ihr unterwegs seid. Und dann wünschen wir euch viel Spaß beim Graveln. Yeah.
8 Comments
Sehr schön erklärt!
Top zusammengefasst! Ich fahre 34-42 one by und hatte damit bei der Alpenüberquerung keine Probleme, ich floate bergab aber auch lieber, als zu treten 😉
Gut erklärt, ich fahre SRAM Force 40 vorne uns hinten XX1 10-52, da klappt auch beim bikepacking jeder Berg
2 Fach
Super erklärt,
Mein Sohn und ich fahren Downhill und haben ebenfalls eine 1fach Schaltung.
Es dreht sich aus unserer Sicht immer nur um die Persönliche Fitness!
Liebe Grüße 👋
Umwerfen is Mist…
One by????? Was ein Schwachsinn! Sprecht so, dass man es versteht.
Ich bin bisher immer Mountainbikes mit einer Dreifach-Schaltung vorne gefahren. Bei dem umstieg auf gravel war ich sehr skeptisch mit nur einer 1×12 Schaltung. Die Bedenken haben sich schnell gelegt und ich habe nie etwas vermisst. So hat man einfach 12 Unterschiedliche Übersetzungen, während man beim MTB zwar z.B. 24 Gänge hat, von denen sich aber einige eh überschneiden.