
Ich möchte auf dem Weg zur Arbeit das Fahrrad mehr nutzen.
Aktuell nehme ich ein Stahl-Gravel-Rad mit Gepäckträger und Schutzblechen. Das nutze ich so 1-2 mal die Woche. Meisten ehr nur 1x die Woche.
Die Strecke ist 2x25km pro Tag. Wobei 20km feinster niedersächsischer Heide-Schotter sind.
Ohne Federung vorne nervt das schon mal.
Oft nehme ich auch ehr das Auto, weil ich abends nicht so k.o. sein möchte und noch etwas Zeit mit den Kindern verbringen kann.
Jetzt überlege ich seit einigen Wochen auf ein E-Bike zu wechseln um einfach öfter auf dem Rad zu sitzen und nicht so kaputt zu sein.
Auf Grund der Strecke soll es ein E-SUV-Bike (ich hasse diese Bezeichnung) werden.
Gibt es Leute die auch gewechselt sind? Oder vielleicht sogar den Kauf bereut haben? In der engeren Auswahl ist ein Canyon Pathlite ON SUV.
by Slightly-Above-Avg1
5 Comments
Ich lese mal mit. Exakt die selbe Problematik bei mir und auch der gleiche Gedankengang.
Gewechselt bin ich nicht, aber ich fahre gelegentlich ein E-SUV. Sonst fahre ich im hügeligen Saarland Trekkingbike (Autoersatz, oft auch mit Kinderhänger) und Gravelbike. Im Urlaub nehme ich lieber das Gravel mit, wenn ich da Einkaufen gehe, nehme ich das E-SUV der Frau mit Korb. Mich nervt es das bei 25 der Motor aufhört, wäre auf Dauer nichts., ist für mich ne zu langsame Reisegeschwindigkeit. Berghoch, besonders mit Kinderhänger ist aber so nen Rad schon angenehm.
Wenn du oft fährst, wirst du fitter, auch mit E-Bike. Es kann sein, dass dir dann auch mit E-Bike anfängst schneller zu werden als der Motor darf. Dann wird dein Gravel wieder interessant. Mit steigender Fitness wird man auch nicht mehr so müde davon. Also wenn du motiviert bist, spar dir das Geld erstmal und fahr ne Zeit lang. Kaufen kannst du immer noch!
“Die Strecke ist 2x25km pro Tag. Wobei 20km feinster niedersächsischer Heide-Schotter sind. Ohne Federung vorne nervt das schon mal.”
Bist du am maximalen Reifendruck? Das klingt ja eher nach angenehmen Untergrund, bei dem ich keinen Grund für breite Reifen oder Federung sehe. Oder bin ich einfach zu abgestumpft?
Habe mir vor 3 Jahren dafür ein e-bike aber Trekking geholt. Meine Strecke ist auch Schotter/Split aber verdichtet. Fahre mit dem auch auf gröberem Untergrund im Harz. Wüsste nicht warum man so einen Kauf bereuen sollte, ich meine es entspricht ja genau deinen Anforderungen (Bio bike zu anstrengend wenig komfortabel). Gerade bei Wind, Wetter und unterschiedlicher Tagesform ist das E-Bike wirklich Klasse. Bei mir war es der ausschlaggebende Punkt den inneren Schweinehund zu überwinden und möglichst immer mit dem Rad zu pendeln. Mittlerweile habe ich noch nen Alu Gravel Bike dazu gekauft und fahre eher damit und das E-Bike für die Berge
Ich habe so ziemlich genau das Gegenteil gemacht. Zuerst Ebike, dann kam das Gravel hinzu, dann würde das Ebike verkauft.
Wegen der Kondition ging es bei mir immer bergauf sodass ich für die Fahrten, von denen ich früher noch geglaubt habe ein ebike zu benötigen, jetzt das Gravel ohne Probleme langt.
Das Fahrgefühl ist natürlich n bisschen anders, ein eSUV pflügt über die holprigen Straßen weg, das Gravel gibt da sehr viel mehr durch. Das Gewicht wird der Knackpunkt sein, du wirst wahrscheinlich eher nicht ohne Motor fahren wollen und wirst dann immer ein Auge auf den Akkustand haben. Für 50km sollten alle Akkugrößen reichen, es kommt dann halt darauf an wie oft du laden möchtest.
Du kannst dir auch überlegen, einfach ganz in Richtung Komfort zu gehen und dir die Tiefeinsteigervariante zu holen. Preislich ist es noch ganz ok und die Leistung wird für alles reichen. Schaltung bzw. Schaltqualität kann dir egal sein, du wirst dich wahrscheinlich eher am schweren Ende der Kassette wiederfinden.
Wenn du Platz hast und das Geld hast, sehe ich keinen Grund sich nicht eins zu holen. Ich bin mir nicht sicher, ob die Maxxis Crossmark Reifen einen nennenswerten Pannenschutz über der Karkasse hinaus haben. Du kannst dir Schwalbe Marathon Reifen montieren da Pannen unterwegs aufgrund des Gewichts eher mühsam sind.
Ich habe genau anders herum gewechselt. Von E-Bike (Touring) auf Gravel. Ist nur marginal langsamer, machte aber mehr Spaß. Die Strecke war mit deiner vergleichbar, vielleicht etwas bergiger.
Was viel für den Komfort gebracht hat: weichere und breitere Reifen (45er/50er Schwalbe Marathon 365), eine gefederte Sattelstütze oder eine Carbonstütze, gute Radlerhose, gepolsterte Handschuhe.
Um nicht so kaputt zu sein, habe ich versucht, so wenig wie möglich mitzunehmen und ein paar Teile durch leichtere ersetzt, z.B. TPU Schläuche statt Butyl.