An einer stark von Radfahrenden frequentierten Stelle im Münchner Süden sollen Bodenschwellen angebracht werden, um die Radelnden zu verlangsamen. Direkt vor der Alm sind 10 km/h erlaubt, damit der Sepp nach 2 Maß im Biergarten sicher zum Auto auf der anderen Straßenseite kommt.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/oberhaching-bodenschwellen-radfahrer-kugleralm-rennrad-li.3263959

Bei all der berechtigten Kritik an den großen Gruppenausfahrten, die in 3 Reihen nebeneinander fahren und die Straßenbreite im Perlacher Forst fast vollständig einnehmen, ist das Tempo vor der Kugler Alm kein objektives Problem, wie auch die Polizei bestätigt. Die Stelle ist unfallmäßig unauffällig. Rechts vor links gibt's dort auch nicht wie in Artikel behauptet, erst auf der anderen Seite der Brücke.

Hier ist die Stelle:

https://maps.app.goo.gl/8jhLkacTYuQ9VPuCA

by accurate-noodle

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15 Comments

  1. TheGoalkeeper on

    Find ich voll ok. Nur lächerlich, weil man zwar endlich bemerkt, dass Farbmarkierungen nix bringen, aber “harte Maßnahmen” natürlich nur gegen Radfahrer ausprobiert werden und niemals gegen Autos.

    “Es ist ein Pilotprojekt, so etwas gibt es laut Bürgermeister Stefan Schelle (CSU) bisher nur auf Mallorca.” Ahhahahahahaha

  2. Ok-Roof8172 on

    Ich bin hin- und hergerissen, neige aber zu der Schwelle oder ähnlicher Zwangsverlangsamung. Ich fahre dort öfters selbst mit dem Rad und das ist schon speziell, mit welcher Verbissenheit da vielfach durchgehenkert wird. Als (ausnahmsweise mal) Autofahrer habe ich mal versucht auf dem Parkplatz der Kugler Alm einzuparken, ich habe es nicht ohne 3 Anpöbeleien durchrasender Radler geschafft. Wie gesagt, dort sind 10 km/h erlaubt und dort befindet sich ein Parkplatz, da kann man schon auch etwas Rücksicht und mitdenken erwarten, aber oweh, das schlägt sich alles im Strava nieder! Übrigens: ich trinke kein Bier, wollte erst noch in den Biergarten und heisse auch gar nicht Sepp.

  3. ZwoelfPfennich on

    Ich kenne diese schwellen zu Hauf aus dem Ausland, v.a. Frankreich. Seit jeher wünsche ich mir das in Deutschland aber für den Autoverkehr z.b. in 30er Zonen. Jetzt wird es gemacht aber für Fahrräder. Irgendwie absurd.

  4. ArminiusGermanicus on

    Wie sieht denn eine Bodenwelle aus, die Radler auf 10 km/h verlangsamt? Leichtes Anheben des Vorderrads und schon ist man da drüber ohne groß abbremsen zu müssen. Und wenn es wirklich eine Kante ist wie eine Bordsteinkante, da geht auch ein Bunnyhop.

  5. flaucherkiesel on

    Über die Bodenschwellen hüpfen einigermaßen geübte Radler*innen gekonnt drüber. Dazu braucht man dann aber eine gewisse Geschwindigkeit jenseits von 10km/h…
    Seit rund vier Jahrzehnten fahre ich da regelmäßig vorbei, und den Schnitt versauen mir immer wieder ausschließlich die paar Aus- und Einparkenden.
    Das sind dort so um die 30 Parkplätze. Vielleicht sollte man die einfach abschaffen (bis auf ein paar für eingeschränkte Personen)…
    Ein größeres Problem sind meiner Meinung nach die zwei Handvoll Anwohner*innen Richtung Nussbaum-Ranch, die auf der Straße zu ihren Häuschen entlangbrettern und parken wie die Wahnsinnigen.
    Wieviel Tausend Radler*innen kommen da an einem schönen Sonntag auf einer öffentlichen Straße vorbei? Na dann, alles klar!

  6. Bodenschwellen helfen doch nur gegen ungefederte Räder oder? Wäre mir neu, dass man mit Federung dafür bremsen muss.

  7. Ich kenne die Stelle sehr gut, das Problem an der Stelle ist dass da halt wirklich durchgehend ganze Rennradgruppen mit sehr hohem Tempo durchrasen, während ganz oft die Leute ihre Autos dort parken um dann zu dem Biergarten auf der anderen Seite zu kommen und sich dort häufig alte Menschen und Kinder auch aufhalten und ggf. nicht checken dass da die Rennrad-Boys gerade ihre Bestzeiten pushen.

  8. Radweg über Parkplatz führen… Ist jetzt auch nicht der Weisheit letzter Schluss.

  9. healty_sceptic on

    Normal. Kosten für den Sicherheitsgewinn lastet man nicht den sich regelwidrig verhaltenden Verursachern auf, sondern den sich regelkonform verhaltenden Gefährdeten.

  10. healty_sceptic on

    Man könnte natürlich fragen, warum man dort dann keinen FGÜ markiert, wenn es dort soviel querenden Fußverkehr gibt. Oder aber den Abschnitt als vbB deklariert. Der berichteten Verkehrszusammensetzung nach dürfte dann dort aber wohl eher eine Fahrradstraße geboten sein.

  11. “Oder die Autofahrer, die sich im Ort an Tempo 30 halten und dann von den Radlern überholt werden.”

    Das ist aber, wie in allen Orten, nicht die Mehrheit der Autofahrer. Wenn ich beim Pendeln ohne Rennrad mit knapp 30 durch fahre überholt mich wirklich jedes Kfz, inklusive der öffentlichen Bussen (und das aufgrund der beengten Verhältnisse meist zu knapp). Aber klar, die Radfahrer sind das Problem, alles außer Autos passt nicht ins Weltbild der CSU.

  12. healty_sceptic on

    “Erst am Samstag habe ich es wieder live erlebt. Dort über die Straße zu gehen, ist eine echte Herausforderung”

    § 25 Abs. 3 StVO:

    “Wer zu Fuß geht, hat Fahrbahnen unter Beachtung des Fahrzeugverkehrs zügig auf kurzem Weg quer zur Fahrtrichtung zu überschreiten. Wenn die Verkehrsdichte, Fahrgeschwindigkeit, Sichtverhältnisse oder der Verkehrsablauf es erfordern, ist eine Fahrbahn nur an Kreuzungen oder Einmündungen, an Lichtzeichenanlagen innerhalb von Markierungen, an Fußgängerquerungshilfen oder auf Fußgängerüberwegen (Zeichen 293) zu überschreiten. Wird die Fahrbahn an Kreuzungen oder Einmündungen überschritten, sind dort vorhandene Fußgängerüberwege oder Markierungen an Lichtzeichenanlagen stets zu benutzen.”

  13. chosenoname on

    Ich kenne die Strecke nicht, aber warum werden an so einem Ort mal wieder alle Verkehrsteilnehmer unabhängig von ihren Bedürfnissen zusammen gebracht?

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