Naja, für EBike ist eine Helmpflicht jetzt analog zu Mopeds irgendwie gar nicht so abwegig, von der Allgemeinen Sinnlosig-/-haftigkeit mal ganz abgesehen.
Letsgetlost13 on
Da könnte man ja am Ende gleich unterstellen, dass jeder, der vor die Tür geht, an den eigenen Verletzungen Mitschuld trägt. Sonst wär man ja zuhaus geblieben.
Aber: So oft wie wir hier über plattgemachte Radfahrer diskutieren und darüber, wie irre die ganzen Carbrains unterwegs sind, wundere ich mich auch echt über jeden, der ohne Helm fährt. Ja, die Irren und Rücksichtslosen und Egomanen sind da draußen und bewegen bis zu 40 Tonnen Blech durch die Gegend – da mache ichs ihnen doch nicht noch leichter, mich umzubringen, indem ich auch noch den Helm weglasse?
Mig369 on
Ich konnte bis zum Schluss nicht rauslesen, ob es nun wirklich um E-Bikes geht oder um Pedelecs.
Willing-Bowl-675 on
Völlig falsche Herangehensweise, da der Helm immer erst in zweiter Instanz greift.
Ja eine Verletzung hätte mit einem Helm wahrscheinlich (aber nicht absolut sicher) verhindert werden können – aber es ist gesichert, dass die Verletzung auf jeden Fall hätte verhindert werden können wenn man den Radfahrenden nicht über den Haufen gefahren hätte.
Vor allem nimmt so etwas die Leichtigkeit aus dem Radfahren. Wenn ich abends nochmal das E-Bike rausnehme um eine gemütliche Spazierrunde mit Hund im Wald vor der Tür mit ausschließlich weichen Böden zu drehen müsste ich dann nach österreichischem Modell trotzdem ein Helm aufsetzen damit bei einem Zusammenstoß mit einem Förster oder Holzdieb nicht eine Teilschuld an mir hängen bleibt.
Ja ein Helm ist sinnvoll und besonders in geteilten Verkehrsräumen eine Lebensversicherung. Dennoch sollte man wegen eines fehlenden Helmes nicht anfangen die Verantwortung für achtloses Fahren mit einem PKW wegen solchen Lappalien auf den Radfahrenden abzuwälzen.
cheapcheap1 on
Ausnahmsweise ist die Überschrift deutlich weniger krass als der Text. Jedes Detail ist schlimmer als das letzte.
1. Statt das Verletzungsrisiko zu bewerten, haben sie einfach eine Umfrage gemacht, wer Helm trägt.
2. Diese Umfrage ist nicht einsehbar und kommt zu deutlich anderen Ergebnissen als andere Umfragen. Mit den Zahlen gängiger Umfragen statt dieser windigen eigenen Umfrage dürfte man nicht von Sorglosigkeit ausgehen, was das gesamte Urteil kippen würde.
3. Im konkreten Fall wurde der Radler !auf dem Fahrradweg! von einem !gegen die Einbahn fahrenden Kfz! umgefahren.
4. Es lag gar keine Kopfverletzung vor, sondern das Gebiss war teuer. Der Helm war im konkreten Fall irrelevant!
Was da an Rechtsbeugung in dieses Urteil eingeflossen ist, um zu diesem ideologisch motivierten Urteil zu kommen, ist absolut zum heulen. Da hat ein bildlesender, fahrradhassender Richter unironisch das “aber hatte der vom LKW überrolte Radler einen Helm auf?”-Meme geurteilt. Diese Posse ist dermassen abwegig, dass ich mir wirklich rechtliche Konsequenzen für den Richter wünsche. Wer so dermassen parteiisch seine Privatmeinung gegen jede Vernunft durchurteilt hat im Richterstand nichts verloren.
Oreelz on
Also konnte man am Verhalten des Radlers keine teilschuld feststellen weswegen man sich eine Hintertür gesucht hat?
Das öffnet so viele Tore, auf offener Straße von hinten weggebolzt, tja pech gehabt, pedalreflektorfläche zu klein und wer keine gelbe warnweste trägt will es ja eigentlich.
Gilberts_Dad on
Bitte auch nur ein einziges Argument wieso wir das so machen wenn es in den Niederlanden ohne Helmpflicht funktioniert. Ich warte.
Far_Squirrel_6148 on
Was ist mit shoulder pads und Knie-/Ellenbogenschonern?
8 Comments
Naja, für EBike ist eine Helmpflicht jetzt analog zu Mopeds irgendwie gar nicht so abwegig, von der Allgemeinen Sinnlosig-/-haftigkeit mal ganz abgesehen.
Da könnte man ja am Ende gleich unterstellen, dass jeder, der vor die Tür geht, an den eigenen Verletzungen Mitschuld trägt. Sonst wär man ja zuhaus geblieben.
Aber: So oft wie wir hier über plattgemachte Radfahrer diskutieren und darüber, wie irre die ganzen Carbrains unterwegs sind, wundere ich mich auch echt über jeden, der ohne Helm fährt. Ja, die Irren und Rücksichtslosen und Egomanen sind da draußen und bewegen bis zu 40 Tonnen Blech durch die Gegend – da mache ichs ihnen doch nicht noch leichter, mich umzubringen, indem ich auch noch den Helm weglasse?
Ich konnte bis zum Schluss nicht rauslesen, ob es nun wirklich um E-Bikes geht oder um Pedelecs.
Völlig falsche Herangehensweise, da der Helm immer erst in zweiter Instanz greift.
Ja eine Verletzung hätte mit einem Helm wahrscheinlich (aber nicht absolut sicher) verhindert werden können – aber es ist gesichert, dass die Verletzung auf jeden Fall hätte verhindert werden können wenn man den Radfahrenden nicht über den Haufen gefahren hätte.
Vor allem nimmt so etwas die Leichtigkeit aus dem Radfahren. Wenn ich abends nochmal das E-Bike rausnehme um eine gemütliche Spazierrunde mit Hund im Wald vor der Tür mit ausschließlich weichen Böden zu drehen müsste ich dann nach österreichischem Modell trotzdem ein Helm aufsetzen damit bei einem Zusammenstoß mit einem Förster oder Holzdieb nicht eine Teilschuld an mir hängen bleibt.
Ja ein Helm ist sinnvoll und besonders in geteilten Verkehrsräumen eine Lebensversicherung. Dennoch sollte man wegen eines fehlenden Helmes nicht anfangen die Verantwortung für achtloses Fahren mit einem PKW wegen solchen Lappalien auf den Radfahrenden abzuwälzen.
Ausnahmsweise ist die Überschrift deutlich weniger krass als der Text. Jedes Detail ist schlimmer als das letzte.
1. Statt das Verletzungsrisiko zu bewerten, haben sie einfach eine Umfrage gemacht, wer Helm trägt.
2. Diese Umfrage ist nicht einsehbar und kommt zu deutlich anderen Ergebnissen als andere Umfragen. Mit den Zahlen gängiger Umfragen statt dieser windigen eigenen Umfrage dürfte man nicht von Sorglosigkeit ausgehen, was das gesamte Urteil kippen würde.
3. Im konkreten Fall wurde der Radler !auf dem Fahrradweg! von einem !gegen die Einbahn fahrenden Kfz! umgefahren.
4. Es lag gar keine Kopfverletzung vor, sondern das Gebiss war teuer. Der Helm war im konkreten Fall irrelevant!
Was da an Rechtsbeugung in dieses Urteil eingeflossen ist, um zu diesem ideologisch motivierten Urteil zu kommen, ist absolut zum heulen. Da hat ein bildlesender, fahrradhassender Richter unironisch das “aber hatte der vom LKW überrolte Radler einen Helm auf?”-Meme geurteilt. Diese Posse ist dermassen abwegig, dass ich mir wirklich rechtliche Konsequenzen für den Richter wünsche. Wer so dermassen parteiisch seine Privatmeinung gegen jede Vernunft durchurteilt hat im Richterstand nichts verloren.
Also konnte man am Verhalten des Radlers keine teilschuld feststellen weswegen man sich eine Hintertür gesucht hat?
Das öffnet so viele Tore, auf offener Straße von hinten weggebolzt, tja pech gehabt, pedalreflektorfläche zu klein und wer keine gelbe warnweste trägt will es ja eigentlich.
Bitte auch nur ein einziges Argument wieso wir das so machen wenn es in den Niederlanden ohne Helmpflicht funktioniert. Ich warte.
Was ist mit shoulder pads und Knie-/Ellenbogenschonern?