In Deutschland wäre es wahrscheinlich bei 2000€ Geldstrafe und fertig!
LongjumpingPay904 on
Weil hier Autofahrer Fußgänger “übersehen” /s
Born-European2 on
Weil Car Brain. Ganz einfach.
FlyThink7908 on
Zu schnell unterwegs und dann noch am Handy…
Weak_Sky_753 on
Weil in DE Autos den Stellenwert einer Knarre in den USA haben.
GimletSC2 on
Das ist doch quatsch was ihr hier schreibt. Eine einfache ChatGPT recherche ergibt das sehr wohl harte strafen für Verkehrsunfälle mit todesfolge vergeben werden. Entscheidend für das Strafmaß ist der Tatbestand.
Rechercheergebnis:
In Deutschland richtet sich das Strafmaß für Verkehrsunfälle mit Todesfolge im Wesentlichen danach, ob dem Verursacher Fahrlässigkeit oder Vorsatz vorgeworfen wird. Die wichtigsten gesetzlichen Grundlagen dafür sind:
⸻
1. Fahrlässige Tötung (§ 222 StGB)
• Tatbestand: Jemand verursacht durch Fahrlässigkeit den Tod eines anderen Menschen.
• Strafrahmen:
• Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder
• Geldstrafe.
Typisches Beispiel:
• Ein Autofahrer übersieht beim Abbiegen einen Fußgänger bei Grün und tötet ihn. Es lag kein vorsätzliches Verhalten, sondern ein momentanes Fehlverhalten vor.
Rechtsprechung:
• Häufig wird bei fahrlässiger Tötung eine Bewährungsstrafe verhängt (z. B. 1 Jahr auf Bewährung) und zusätzlich eine Fahrerlaubnissperre ausgesprochen.
• Urteil Beispiel:
• OLG Hamm, 2016: 1 Jahr 6 Monate auf Bewährung + 1 Jahr Fahrverbot für einen tödlichen Unfall durch Handybenutzung am Steuer.
⸻
2. Gefährdung des Straßenverkehrs mit Todesfolge (§ 315c StGB)
• Tatbestand: Wer im Straßenverkehr grob verkehrswidrig und rücksichtslos handelt (z.B. starkes Trunkenheitsfahren, stark überhöhte Geschwindigkeit) und dabei eine Todesfolge verursacht.
• Strafrahmen:
• Freiheitsstrafe von 1 bis 10 Jahren,
• in minder schweren Fällen: 6 Monate bis 5 Jahre.
Typisches Beispiel:
• Trunkenheitsfahrt mit 1,8 Promille, die zu einem tödlichen Unfall führt.
Rechtsprechung:
• In schwerwiegenden Fällen oft unbedingte Freiheitsstrafe.
• Urteil Beispiel:
• LG Nürnberg-Fürth, 2019: 3 Jahre 6 Monate Freiheitsstrafe für einen Unfallverursacher mit Alkohol und stark überhöhter Geschwindigkeit.
⸻
3. Tötung durch Vorsatz (z.B. bedingter Vorsatz: § 212 StGB – Totschlag)
• Tatbestand: Wenn ein Täter einen tödlichen Unfall billigend in Kauf nimmt (“Mir egal, wenn dabei jemand stirbt”).
• Strafrahmen:
• Freiheitsstrafe nicht unter 5 Jahren (bei Totschlag),
• ggf. sogar Mordmerkmale möglich (§ 211 StGB).
Typisches Beispiel:
• Gezieltes Rasen durch eine Fußgängerzone in Kauf nehmend, dass Menschen sterben könnten.
Rechtsprechung:
• Solche Fälle gelten als extrem und führen zu langen Haftstrafen.
• Urteil Beispiel:
• “Berliner Ku’damm-Raser-Fall”, BGH 2017: Ursprünglich wegen Mordes verurteilt (lebenslange Freiheitsstrafe), weil die Täter bei einem illegalen Straßenrennen den Tod eines Unbeteiligten billigend in Kauf genommen hatten.
⸻
4. Zusatzfolgen
Neben der Strafe selbst können folgende Maßnahmen verhängt werden:
• Entziehung der Fahrerlaubnis (§ 69 StGB)
• Sperre für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis (mindestens 6 Monate bis 5 Jahre)
• Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche der Hinterbliebenen im Zivilrecht.
Saarbremer on
Frei nach random deutscher Staatsanwaltschaft: Am Erreichen eines Reiseziels ohne zwischenzeitlich zu versterben besteht kein öffentliches Interesse.
Und mit Blick auf natenom ganz klar: Kein /s
Single_Blueberry on
Was gibt es nicht?
> Nach Veto des BGH verurteilte das LG Hannover zwei Raser im zweiten Durchgang wegen Mordes. Eine Polin muss dafür lebenslänglich hinter Gitter, ein Deutscher 4 Jahre.
Also wenn du jemanden in einer Bushaltestelle überfährst, wirste glaub auch hierzulande verknackt. Das Opfer war ja nicht auf der Straße. Also das ist dermaßen grob fahrlässig, der würd ich auch ordentlich was aufbrummen.
KeinWegwerfi on
Weil die regierenden Parteien nicht mehr lange regieren, wenn sie anfangen rentner einzusperren.
tjhc_ on
Gibt es bei uns auch, [z.B. hier](https://www.tagesschau.de/inland/regional/badenwuerttemberg/swr-urteil-rechtskraeftig-wollhaus-raser-wegen-mordes-verurteilt-100.html). 9 Jahre Haft ist aber auch schon eine Hausnummer. Das kann auch gut und gerne das ganze Leben runinieren und wird nicht leichtfertig verhängt – Sinn ist es ja nicht, das Opfer zu rächen. In anderen Lebensbereichen, z.B. bei der Brandverhütung, sieht das auch nicht anders aus. Selbst wenn jemand leichtfertig den Herd anlässt und dadurch Menschen sterben, müsste derjenige nicht automatisch jahrelang ins Gefängnis.
Wichtiger fände ich es, allgemein Verkehrsverstöße öfter zu ahnden.
11 Comments
In Deutschland wäre es wahrscheinlich bei 2000€ Geldstrafe und fertig!
Weil hier Autofahrer Fußgänger “übersehen” /s
Weil Car Brain. Ganz einfach.
Zu schnell unterwegs und dann noch am Handy…
Weil in DE Autos den Stellenwert einer Knarre in den USA haben.
Das ist doch quatsch was ihr hier schreibt. Eine einfache ChatGPT recherche ergibt das sehr wohl harte strafen für Verkehrsunfälle mit todesfolge vergeben werden. Entscheidend für das Strafmaß ist der Tatbestand.
Rechercheergebnis:
In Deutschland richtet sich das Strafmaß für Verkehrsunfälle mit Todesfolge im Wesentlichen danach, ob dem Verursacher Fahrlässigkeit oder Vorsatz vorgeworfen wird. Die wichtigsten gesetzlichen Grundlagen dafür sind:
⸻
1. Fahrlässige Tötung (§ 222 StGB)
• Tatbestand: Jemand verursacht durch Fahrlässigkeit den Tod eines anderen Menschen.
• Strafrahmen:
• Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder
• Geldstrafe.
Typisches Beispiel:
• Ein Autofahrer übersieht beim Abbiegen einen Fußgänger bei Grün und tötet ihn. Es lag kein vorsätzliches Verhalten, sondern ein momentanes Fehlverhalten vor.
Rechtsprechung:
• Häufig wird bei fahrlässiger Tötung eine Bewährungsstrafe verhängt (z. B. 1 Jahr auf Bewährung) und zusätzlich eine Fahrerlaubnissperre ausgesprochen.
• Urteil Beispiel:
• OLG Hamm, 2016: 1 Jahr 6 Monate auf Bewährung + 1 Jahr Fahrverbot für einen tödlichen Unfall durch Handybenutzung am Steuer.
⸻
2. Gefährdung des Straßenverkehrs mit Todesfolge (§ 315c StGB)
• Tatbestand: Wer im Straßenverkehr grob verkehrswidrig und rücksichtslos handelt (z.B. starkes Trunkenheitsfahren, stark überhöhte Geschwindigkeit) und dabei eine Todesfolge verursacht.
• Strafrahmen:
• Freiheitsstrafe von 1 bis 10 Jahren,
• in minder schweren Fällen: 6 Monate bis 5 Jahre.
Typisches Beispiel:
• Trunkenheitsfahrt mit 1,8 Promille, die zu einem tödlichen Unfall führt.
Rechtsprechung:
• In schwerwiegenden Fällen oft unbedingte Freiheitsstrafe.
• Urteil Beispiel:
• LG Nürnberg-Fürth, 2019: 3 Jahre 6 Monate Freiheitsstrafe für einen Unfallverursacher mit Alkohol und stark überhöhter Geschwindigkeit.
⸻
3. Tötung durch Vorsatz (z.B. bedingter Vorsatz: § 212 StGB – Totschlag)
• Tatbestand: Wenn ein Täter einen tödlichen Unfall billigend in Kauf nimmt (“Mir egal, wenn dabei jemand stirbt”).
• Strafrahmen:
• Freiheitsstrafe nicht unter 5 Jahren (bei Totschlag),
• ggf. sogar Mordmerkmale möglich (§ 211 StGB).
Typisches Beispiel:
• Gezieltes Rasen durch eine Fußgängerzone in Kauf nehmend, dass Menschen sterben könnten.
Rechtsprechung:
• Solche Fälle gelten als extrem und führen zu langen Haftstrafen.
• Urteil Beispiel:
• “Berliner Ku’damm-Raser-Fall”, BGH 2017: Ursprünglich wegen Mordes verurteilt (lebenslange Freiheitsstrafe), weil die Täter bei einem illegalen Straßenrennen den Tod eines Unbeteiligten billigend in Kauf genommen hatten.
⸻
4. Zusatzfolgen
Neben der Strafe selbst können folgende Maßnahmen verhängt werden:
• Entziehung der Fahrerlaubnis (§ 69 StGB)
• Sperre für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis (mindestens 6 Monate bis 5 Jahre)
• Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche der Hinterbliebenen im Zivilrecht.
Frei nach random deutscher Staatsanwaltschaft: Am Erreichen eines Reiseziels ohne zwischenzeitlich zu versterben besteht kein öffentliches Interesse.
Und mit Blick auf natenom ganz klar: Kein /s
Was gibt es nicht?
> Nach Veto des BGH verurteilte das LG Hannover zwei Raser im zweiten Durchgang wegen Mordes. Eine Polin muss dafür lebenslänglich hinter Gitter, ein Deutscher 4 Jahre.
https://rsw.beck.de/aktuell/daily/meldung/detail/bgh-4str48724-illegales-autorennen-verurteilung-mord-rechtskraft
Also wenn du jemanden in einer Bushaltestelle überfährst, wirste glaub auch hierzulande verknackt. Das Opfer war ja nicht auf der Straße. Also das ist dermaßen grob fahrlässig, der würd ich auch ordentlich was aufbrummen.
Weil die regierenden Parteien nicht mehr lange regieren, wenn sie anfangen rentner einzusperren.
Gibt es bei uns auch, [z.B. hier](https://www.tagesschau.de/inland/regional/badenwuerttemberg/swr-urteil-rechtskraeftig-wollhaus-raser-wegen-mordes-verurteilt-100.html). 9 Jahre Haft ist aber auch schon eine Hausnummer. Das kann auch gut und gerne das ganze Leben runinieren und wird nicht leichtfertig verhängt – Sinn ist es ja nicht, das Opfer zu rächen. In anderen Lebensbereichen, z.B. bei der Brandverhütung, sieht das auch nicht anders aus. Selbst wenn jemand leichtfertig den Herd anlässt und dadurch Menschen sterben, müsste derjenige nicht automatisch jahrelang ins Gefängnis.
Wichtiger fände ich es, allgemein Verkehrsverstöße öfter zu ahnden.