(Alp-)Traumberuf Radprofi – kaum vergleichbar mit anderen Profisport-Leben. Verzicht, Erfolgsdruck, Risiko, Sturzängste, Existenzängste – physischer und psychischer Stress. Das Leben als Radprofi – ein für viele toxischer Mix.
Neben Rick Zabel erzählt Ex-Profi Dominic Klemme über seine Zeit als Radsportler, die er frühzeitig beenden musste und dann auch wollte. Er konnte einfach nicht mehr.
Hier gehts zur Playlist Tour de France 2024: https://www.youtube.com/playlist?list=PLPqdpObZSE_f8q3JyfzG2n-TONvMi5A60
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39 Comments
Habt ihr Erfahrung mit Belastung an der Grenze im Sport?
08:05 Er spricht von dem Belgier Wouter Weylandt.
Kanm die Podcastfolge von Rick Zabel mit Domenic sehr empfehlen🙏🏻
Jesus sollte an erster Stelle stehen und nicht Sport
Sehhr geil.. einfach offen und ehrlich von Klemme und Rick!
Guter Journalismus.
Vielen Dank an Dominic Klemme für seine Offenheit. Hat mich wirklich beeindruckt. Bei den vielen tollen Bildern der Tour oder dem Giro hat man nicht im Hinterkopf welchen Emotionalen Stress die Fahrer ausgesetzt sind.
Komplett den Bezug zur Realität verloren die Jungs. Befristet Arbeitsverträge ist auch in der normalen Arbeitswelt real. Und ansonsten, die Jungs haben im Durchschnitt nen 4-Stunden-Arbeitstag, müssen sich um nix kümmern und dürfen die Welt bereisen.
strampeln strampeln strampeln
Und dann hat man gesagt, Jan Ullrich war der Einzige…!
Tolle Folge. Gutes Thema was leider immer vom Bus hinten runterfällt. Darüber redet kaum jemand. Chapeau 👌
Radprofis sind Psychos, normale Menschen können das nicht auf Dauer
Die beste Folge bis jetzt, sehr Interessant, auch Dennis Klemme.
Jawohl Lipowitz 😊👍🇩🇪
Diese Folge ist super beeindruckend. Ich bin fast ein wenig sprachlos.
Die Angst beim Abfahren ist spätestens seit Gino Mäder enorm. Erst vor wenigen Tagen war ich für meinen Kanal am Großglockner auf den gleichen Straßen unterwegs, wo nur wenige Tage später am Samstag der Radprofi André Drege verunglückt ist.. Danke Rick für die ehrlichen Antworten! VG ein treuer PlanZ-Hörer
Großen Respekt an Dominic Klemme so ehrlich zu sein.
Mich würde noch interessieren wie die es geschafft hast ohne Schulabschluss ein Psychologiestudium zu bekommen ?
Ich sehe die Folge ein bisschen zu negativ gestaltet. Ja, sicherlich gewünscht so. Aber welcher Beruf hat nur seine Vorzüge? Die ganzen Entbehrungen, Voraussetzungen und der Druck…ja…man macht aber auch sein Hobby zum Beruf. Man muss nicht um 4, 5, 6 Uhr morgens raus, um Semmeln zu backen, ins Büro oder auf den Bau zu fahren. Bei jedem Job hat man seine Nachteile. Und bei jedem Job muss man aus seiner Komfortzone. Ich hätte alles gegeben, um mein Hobby zum Beruf zu machen – auch trotz der nicht gewünschten Herausforderungen dabei – und würde das auch für das gleiche Gehalt tun, das ich jetzt in meinem aktuellen Job erhalte. Warum? Weil es um Passion und Liebe zum Sport geht. Ich akzeptiere aber auch, was hier gesagt wird und warum sich aus dem Profisport zurückgezogen wurde. Dann war er aber auch einfach nicht dafür gemacht, sorry to say that!!!
Wenn man sich das mehrfach anhört… da blutet das Herz. Er hält an …. und… sagt: das wars – und zwar für immer. Das ist so hart ! So einen Moment in wo einer Situation, das haben nicht viele im Leben.
Tja Freunde… Das ist doch der ganze Punkt an der Sache. Das äußerste Risiko einzugehen. Die Entbehrlichkeit auszuhalten. Die größten Opfer bringen. Genau deswegen gucken wir doch überhaupt die TdF und sind so fasziniert von ihr. Wenn man das alles abschaffen würde und die Tour sanfter und egalitärer wäre, dann ginge die Essenz der Sache verloren. Der Sieg wäre dann auch weniger wert.
Danke für dieses Video! Total wichtiges Thema, gerade nach dem Drama in der Österreichradrundfahrt letzte Woche 😢! Warum kein Airbagrucksack bei Abfahrten? Etc. Ich bin reine Hobbyfahrerin und scheiss mich so schon an beim Bergabfahren, obwohl ich bremsen kann, wann immer ich will! Mentale Betreuung wär total wichtig! V.a. bei Extremsportlern. Danke für die offenen Worte! DAS ist Stärke und keine Schwäche!
Sehr wichtiges Video! und tolles Format!
Ein Riesen großes Dankeschön an euch, dass ihr dieses und auch andere Themen, wie die Erholung hier Beleuchtet. Ich bin selber Trainer im Radsport und es ist der absolute Wahnsinn, welcher Druck auf diesen Athleten lastet und wie sich auch Amateursportler teilweise ihr Leben in ihre Gesundheit zerstören, weil eine Wahn erliegen und alle Signale ihres Körpers und auch des sozialen Umfeldes ausblenden. Ich liebe diesen Sport aber traumhaft schön ist es nur, wenn man auch gesund und glücklich dabei ist!!! Sowas sollte viel mehr Gewichtung bekommen! Ihr seit Klasse!
Jawohl Ackermann 😊👍🇩🇪
Jawohl Lippert 😊👍🇩🇪
Jawohl Müller 😊👍🇩🇪
Danke an alle für diese Einblicke. Mir war immer schon klar das der Profisport an sich eine unglaubliche Herausforderung ist. Viele- vielleicht sogar die meisten- Zuschauer an der Strecke, im Stadion, in der Halle sehen nur das Geld das fliesst- oder eben auch nicht fliesst wenn du als Wasserträger unterwegs bist. Aber was das für die Athleten bedeutet in so einem System aktiv zu sein- davon können nur die Athkleten selbst erzählen. Solche Interviews sollte es mehr geben. Dann würden sich die Leute die an den Bergen den Fahrern ins Gesicht springen vielleicht mehr zurückhalten. Und deren Leistingen und den Menschen dahinter mehr Respekt zollen !
#richtigundwichtig
Sehr ehrlich, Respekt.
Als Freizeit-Ausdauersportler war es mir immer ein Rätsel , wie unglaublich viel Radsportler in Kauf nehmen, nur um bestenfalls Wasserträger zu sein.
Ein Leben ohne Profisport?
Straßenradrennsport auf allerhöchsten Niveau war schon immer und ist auch heute noch eine Gratwanderung zwischen höchstmöglicher Hingabe an den Sport einerseits und dem enormen Risiko, alles einschließlich dem eigenen Leben zu verlieren. Was man in diesem Zusammenhang auch immer berücksichtigen muss: Im klassischen Straßenradrennsport gibt es nur eine handvoll Fahrer, die um den Sieg fahren können. Die meisten Teilnehmer eines Radrennens fahren maximal mit und nicht wenige davon erreichen noch nicht einmal das Ziel, weil sie vorher abgehängt werden, stürzen oder wegen Materialdefekts das Rennen beenden müssen.
radsport ist die hölle, hat meine gesundheit und jugend ruiniert
…besonders erschreckend von Rick zu hören, dass es, zumindest in seinen Teams, keine psychologische Betreuung gab, und vielleicht bis heute nicht. Auch dieser tägliche Fragebogenfake. Willkommen im Reich des Controllings, dass am Ende alles erfasst – um nichts mehr zu wissen. Weil natürlich "die Erfassten" das System maximal korrumpieren, um überhaupt überleben zu können. Wow. Wirklich wow. Mir war nicht klar, wie nah das im Leistungssport an der Situation ist, die man auch im Unternehmens- und Organisationsbereich vorfindet. Der Weg von diesem ständigen Druck, den damit verbundenen ständigen Halbwahrheiten (Feedbackreports) und der drohenden sozialen Isolation (Dominic) in die Depression oder andere Krankheitsfelder (Essstörungen, ….) ist nicht weit für die Sportler. Megawichtiger Beitrag. Danke dafür.
Sehr interessant und vielen Dank an euch beide für die ehrlichen Antworten und mal die tieferen Einblicke in den Profisport was den Druck beziehungsweise die Entbehrung, die für jeden einzelnen auch dahinter stecken angeht. Gruß aus Kiel
Bin in der Jugend auch professionell gefahren, bis zur Juniorennationalmannschaft. War schon damals nicht mit Schule, gutem Abitur oder einem Studium vereinbar. Hab das ganze dann aber aufgegeben und Medizin studiert. Bin heute noch froh mich so entschieden zu haben. Jetzt fahr ich nur noch zum Spaß.
Furchtbares Sport! Schlimmer als Pro Boxing!
Was für ein beeindruckender Mann der Dominic Klemme. Toll dass er so einen offenen und ehrlichen Einblick in seine Laufbahn und Probleme gegeben hat. Absoluter Respekt und dass nicht zu letzt dass er diese Entscheidung für sich getroffen hat. 👏🏼👏🏼👏🏼👍🏼
Die Fahrer machen das Rennen. Wenn sich alle einig wären, würde das Risiko deutlich runter gehen.