Hi! An meinem alten Jugendfahrrad mit hohem emotionalen Wert für mich, stellt sich mittlerweile leider immer bei mittelstarker Belastung durch Trittkraft auf die Kette das Hinterrad quer und blockiert vorne am Rahmen.

Egal wie fest ich die Radspanner feszurre, es hilft leider nichts. Beim nächsten Tritt stellt sich das Rad wieder quer und die Achse verrutscht im hinteren, horizontalen Ausfallende.

Jetzt habe ich ein wenig recherchiert, was ich machen könnte.

Eine Möglichkeit auf die ich gestoßen bin wäre ein spezieller Kettenspanner (Surly Hurdy Gurdy: https://rad-spannerei.de/produkt/surly-hurdy-gurdy-kettenspanner/). Und würde der hier überhaupt passen?

Denkt ihr sowas würde helfen die Achse zu fixieren? Oder habe ich einen Denkfehler, bzw. gibt es vlt sogar noch eine bessere Lösung?

Würde mich mega freuen, das Rad wieder fahren zu können, bin aber maximal Hobbyschrauber und freu mich über Input!

by donmaucho

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3 Comments

  1. Unabhängig von dem verlinkten Produkt (welches ich nicht kenne und nicht beurteilen kann):

    Eine Nabenachse *muss* in einem Ausfallende sicher halten wenn sie richtig geklemmt ist. Wenn das nicht passiert, hat das Klemmelement (hier: Schnellspanner) einen Defekt:

    – Am Rahmen kann es außer in extremen Sonderfällen nicht liegen, da der Rahmen nix anderes tut als 2 mehr oder weniger parallele Flächen zur Klemmung bereitzustellen. Selbst wenn die Flächen *nicht* perfekt parallel sein sollten (was so oder so wahrscheinlich ist), wird die aufgebrachte Kraft dazu führen dass der Rahmen sich hinreichend parallel biegt.

    – An der Nabe kann es auch nicht liegen, weil die Hohlachse der Nabe nichts anderes tun muss als physisch in das Ausfallende zu passen und ein Loch zur Verfügung zu stellen, wo der Schnellspanner durchpasst.

    Es bleibt also logisch nur der Schnellspanner als Ursache. Und das ist sogar sehr wahrscheinlich, und kommt oft vor. Gerade günstige Spanner (wonach deiner aussieht: blanke Alukappen, kein Stahl, nix aufwendiges) nutzen sich im Gebrauch ab. Der Klemmechanismus verschleißt (wenn integrierter Hebel vorhanden), die Auflageflächen verschleißen und haben weniger Biss; das Gewinde selbst kann auch etwas verschleißen und mehr Vorspannung benötigen, um ein Losdrehen bei der Fahrt zuverlässig zu verhindern.

    Es gibt bei Schnellspannern enorme Qualitätsunterschiede. Schlechte klemmen kaum selbst wenn man sie brutal anklemmt, gute klemmen evtl sogar so gut, dass man den Hebel mit geringer Handkraft wieder lösen kann (also gar nicht fest anklemmen braucht).

    Fazit: kauf dir einen neuen, guten Schnellspanner. Das kostet deutlich weniger als das verlinkte Teil, und außerdem gibst du damit der Komponente, die dafür gedacht ist, ihre eigentliche Aufgabe zurück. Einen kaputten Schnellspanner zu kompensieren indem du eine weitere, unübliche Komponente einbaust halte ich für den falschen Weg.

  2. Es gibt geriffelte U-Scheiben, oder früher gab es Spanner. Werden an den offenen Enden arretiert und haben ein Stück 6er Gewindestange, die in U-Scheiben übergehen. Damit kann man wunderbar spannen, und es hält. Leider ist dein Rahmen genau zur falschen Seite geöffnet, so entfällt die zweite Lösung.

  3. Coffeekangaroo on

    Es könnte auch am Schnellspanner liegen.
    Ich habe erst heute in r/Bikewrench davon gelesen, siehe hier: https://www.reddit.com/r/bikewrench/s/iFPEMVuqOw
    Vielleicht erweiters du deine Bilder in eines auf dem auch das andere Ausfallende, bzw. die andere Seite des Schnellspanners zu sehen ist.
    Ich bin mir nicht sicher ob der Kettenspanner von Surly, den du verlinkt hast, bei deinem Rad passt, ich glaube aber nicht.

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