Das eingepresste Lager ist kaputt (starker Widerstand und laute Geräusche beim Drehen), aber mir ist nicht ganz klar wie man das Lager da rausholen kann, da der Übergang/die Verbindung zwischen der Nabe und dem Lager sehr glatt ist (keine Fläche um z.B. einen flachen Schraubenzieher anzusetzen und das Lager damit herauszuschlagen).
Bulky-Engineering744 on
Falls es hilft, hier ist die schematische Darstellung des Aufbaus aus dem Handbuch: [https://i.imgur.com/RRrdoZn.png](https://i.imgur.com/RRrdoZn.png)
Nictrical on
Mit einem Innenlagerabzieher. Die klemmen sich dann in das Lager und man kann es heraus ziehen.
Für seltene Anwendung reicht vielleicht ein billiger Abzieher von Amazon, aber die Qualität ist erfahrungsgemäß sehr schlecht. Sonst kannst du in einer nahegelegenen Selbsthilfewerkstatt mal danach fragen.
Ultimate_disaster on
Wenn innen keine Kante ist dann hast Du keine Chance mit einem Innenabzieher und das sieht schlecht aus wegen der Hülse.
Durchpressen scheint mir auch nicht möglich zu sein.
andrebartels1977 on
Von der Rückseite her. Im Schema ist eine Stützhülse eingezeichnet, die zwischen den beiden Lagern sitzt. Die kannst Du etwas aus der Mitte herausdrücken, damit sie wie ein Halbmond sitzt. Dann brauchst Du einen Hartholz oder Kupfer Dübel, den Du durch das gute Lager hindurch auf diese Hülse setzt. Du schlägst (dosiert!) rückseitig auf den inneren Ring des kaputten Lagers. Dann drehst Du die Hülse 1/3 bis 1/2 Umdrehung weiter und gibst wieder einen dosierten Schlag. Du willst diese Hülse nicht zerschlagen, und sie ist wahrscheinlich nicht sehr stabil, also sei vorsichtig. Du wirst etliche Schläge brauchen, habe Geduld. Und wenn sich gar nichts rührt, kannst Du den Nabenkörper ruhig mit kochendem Wasser übergießen, das Aluminium dehnt sich stärker aus als der Stahl und lässt das Lager dann los. Die Speichen dabei nicht zu sehr erhitzen, das könnte Dir einen Achter einbringen. Wenn Du einen Streifen von einem alten Handtuch um den Nabenkörper wickelst, dann bleibt das heiße Wasser länger da dran und die Ausdehnung ist stärker. Einen Heißluftföhn oder gar eine Lötlampe würde ich in der Nähe der Speichen lieber nicht verwenden, weil die sehr dünn sind und sich deswegen sehr schnell erhitzen. Da ist die Gefahr eines Achters oder gar einer versehentlich ausgeglühten Speiche zu groß. Und die Aluminiumlegierung des Nabenflansches könnte das auch übelnehmen. Was anderes: Was ist das für ein glitzerner Kram da überall drauf? Ist das Silbergleit, für Holzbearbeitungsmaschinen? Das Zeug hätte dort nämlich überhaupt gar nichts verloren. Da gehört Maschinenfett in die Lager und in den Freilauf ein wenig (!) Getriebeöl, 85W90 oder sowas. Allerdings kommen solche Lager heutzutage mit einer Lebenszeitschmierung im perfekten Fett, da reicht etwas Öl als Korrosionsschutz.
Vexing-Devil on
Es gibt nen extra Werkzeugset von dt swiss, kostet um die 100 meine ich.
Brauchst wohl auch demnächst, die Lager von einem Laufrad haben viel Spiel bekommen. Also wenn du Erfolg hast, höre gerne von dem 😉
zulu3304 on
Mir wäre es denn Aufwand nicht wert und würde die Nabe ersetzen. Das Umspeichen dauert ca 2-3 h
Wenn du das Lager tatsächlich raus bekommst: Das ist ein genormtes standard Industrielager. Bezeichnung “6902-2RS” steht auf der Dichtscheibe. Das bekommst du günstiger im Internet als im Fahrradshop.
Ein Lager mit der Bezeichnung “6902-**2Z**” hat Labyrinth-Dichtungen anstelle schleifender Gummidichtungen und läuft leichtgängiger.
Just my 2 cent
ass_eater12 on
Durch Ausschlagen mit einem Dorn von der Nicht-Antriebsseite her.
Kontrolliert und mit Kraft, dann geht’s und das Lager ist danach wahrscheinlich unbrauchbar.
8 Comments
Das eingepresste Lager ist kaputt (starker Widerstand und laute Geräusche beim Drehen), aber mir ist nicht ganz klar wie man das Lager da rausholen kann, da der Übergang/die Verbindung zwischen der Nabe und dem Lager sehr glatt ist (keine Fläche um z.B. einen flachen Schraubenzieher anzusetzen und das Lager damit herauszuschlagen).
Falls es hilft, hier ist die schematische Darstellung des Aufbaus aus dem Handbuch: [https://i.imgur.com/RRrdoZn.png](https://i.imgur.com/RRrdoZn.png)
Mit einem Innenlagerabzieher. Die klemmen sich dann in das Lager und man kann es heraus ziehen.
Für seltene Anwendung reicht vielleicht ein billiger Abzieher von Amazon, aber die Qualität ist erfahrungsgemäß sehr schlecht. Sonst kannst du in einer nahegelegenen Selbsthilfewerkstatt mal danach fragen.
Wenn innen keine Kante ist dann hast Du keine Chance mit einem Innenabzieher und das sieht schlecht aus wegen der Hülse.
Durchpressen scheint mir auch nicht möglich zu sein.
Von der Rückseite her. Im Schema ist eine Stützhülse eingezeichnet, die zwischen den beiden Lagern sitzt. Die kannst Du etwas aus der Mitte herausdrücken, damit sie wie ein Halbmond sitzt. Dann brauchst Du einen Hartholz oder Kupfer Dübel, den Du durch das gute Lager hindurch auf diese Hülse setzt. Du schlägst (dosiert!) rückseitig auf den inneren Ring des kaputten Lagers. Dann drehst Du die Hülse 1/3 bis 1/2 Umdrehung weiter und gibst wieder einen dosierten Schlag. Du willst diese Hülse nicht zerschlagen, und sie ist wahrscheinlich nicht sehr stabil, also sei vorsichtig. Du wirst etliche Schläge brauchen, habe Geduld. Und wenn sich gar nichts rührt, kannst Du den Nabenkörper ruhig mit kochendem Wasser übergießen, das Aluminium dehnt sich stärker aus als der Stahl und lässt das Lager dann los. Die Speichen dabei nicht zu sehr erhitzen, das könnte Dir einen Achter einbringen. Wenn Du einen Streifen von einem alten Handtuch um den Nabenkörper wickelst, dann bleibt das heiße Wasser länger da dran und die Ausdehnung ist stärker. Einen Heißluftföhn oder gar eine Lötlampe würde ich in der Nähe der Speichen lieber nicht verwenden, weil die sehr dünn sind und sich deswegen sehr schnell erhitzen. Da ist die Gefahr eines Achters oder gar einer versehentlich ausgeglühten Speiche zu groß. Und die Aluminiumlegierung des Nabenflansches könnte das auch übelnehmen. Was anderes: Was ist das für ein glitzerner Kram da überall drauf? Ist das Silbergleit, für Holzbearbeitungsmaschinen? Das Zeug hätte dort nämlich überhaupt gar nichts verloren. Da gehört Maschinenfett in die Lager und in den Freilauf ein wenig (!) Getriebeöl, 85W90 oder sowas. Allerdings kommen solche Lager heutzutage mit einer Lebenszeitschmierung im perfekten Fett, da reicht etwas Öl als Korrosionsschutz.
Es gibt nen extra Werkzeugset von dt swiss, kostet um die 100 meine ich.
Brauchst wohl auch demnächst, die Lager von einem Laufrad haben viel Spiel bekommen. Also wenn du Erfolg hast, höre gerne von dem 😉
Mir wäre es denn Aufwand nicht wert und würde die Nabe ersetzen. Das Umspeichen dauert ca 2-3 h
Wenn du das Lager tatsächlich raus bekommst: Das ist ein genormtes standard Industrielager. Bezeichnung “6902-2RS” steht auf der Dichtscheibe. Das bekommst du günstiger im Internet als im Fahrradshop.
Ein Lager mit der Bezeichnung “6902-**2Z**” hat Labyrinth-Dichtungen anstelle schleifender Gummidichtungen und läuft leichtgängiger.
Just my 2 cent
Durch Ausschlagen mit einem Dorn von der Nicht-Antriebsseite her.
Kontrolliert und mit Kraft, dann geht’s und das Lager ist danach wahrscheinlich unbrauchbar.