
Hallo zusammen. Ich habe mein erstes Fahrrad mit Gangschaltung. Die Jahre zuvor fuhr ich immer mein BMX.
Meine Frau hat versucht mir die Gangschaltung zu erklären, aber eine Sache verstehe ich noch nicht.
Auf der linken Seite habe ich einen Microshift Schalter mit 3 Nummern. 1 ist leicht, 2 Mittel und 3 schwer – check ich.
Aber was ist mit den Strichen dazwischen?
Meine Frau, deren MTB Gangschaltung klassisch ist mit so Hebeln, sagte, dass es nur drei Stufen hat. Egal ob da noch Striche dazwischen sind.
Aber wenn ich schalte höre ich dennoch das knacken. Passiert da was oder ist es so gemacht, dass ich „nicht zu schnell“ die Gänge wechsel?
Total verwirrend und neu für mich.
( kann btw auch kein Auto fahren. Also so richtig vorstellen fällt mir einfach schwer)
Danke Euch🙏🏻
by Ilikedogsandskate
5 Comments
Es gibt 3 Postitionen, in denen der Hebel einrasten kann. Die Striche sind nur aufgemalt. Wenn man weiter dreht als bis zum “Klick” aber nicht bis zum nächsten Gang und es dort nicht klickt, dann wird sich Griff und der schaltzug in eingebautem Zustand bis zur letzten Markierung zurückdrehen. In jeder von den 3 stufen ist der Schaltzug (das Drahtseil) unterschiedlich weit ausgefahren. Das zieht am Umwerfer und führt dazu dass die Kette auf ein anderes Zahnrad springt. Dazu müssen die Klickpositionen im Schaltgriff aber genau zum Umwerfer passen. Wenn das nicht übereinstimmt, kann man bei manchen schaltgriffen mit einer Schraube irgendwo die Klickrasterung (Indexierung) abstellen. Dann kann man jede Position des Umwerfers über den Griff einstellen, muss aber nach Gefühl schalten. Ob das aber mit dem speziellen Modell hier geht, keine Ahnung
Hoi!
Es gibt durchaus Schaltungen, die den Umwerfer (die Schaltungskomponente, die an deinen Kurbeln die Kette über die 3 Kettenblätter steuert) in Mini-Schritten statt 3 festen Positionen bewegen; gibt z.b. auch eine Shimano Tourney die das so macht.
Das erkennst du aber leicht, wenn du mal durchschaltest und dabei deinen Umwerfer beobachtest.
/edit: Noch als Zusatz, selbst wenn du eine solche Schaltung hast, hat deine Frau auch nicht Unrecht. Die “Schwierigkeit” erhöht/verringert sich erst, wenn der Umwerfer die Kette tatsächlich auf’s nächste Kettenblatt schiebt.
Bevor es Schaltstufen gab, wurden sogenannte Friktionsschaltungen verwendet, bei denen der Fahrer den Hebel einfach soweit bewegt, bis die Kette auf dem richtigen Gang sitzt. Durch Reibung (friction) blieb der Hebel an seinem Platz. Microshift ist irgendwie eine Mischform aus beiden Welten. Du hast eine Vielzahl von kleinen Schaltstufen und lässt den Hebel oder Drehgriff dann einfach auf der Position, in dem die Kette auf dem richtigen Gang sitzt. Das System ist mit (fast) jedem Hersteller und System kompatibel, weil die speziellen Übersetzungen zwischen Schalthebel und Schaltwerk, die bei modernen Schaltungen für den direkten Sprung auf den nächsten Gang festgelegt sind, durch die Zwischenschritte bei Microshift unerheblich werden.
Hallo zusammen!
Vielen vielen Dank für Eure Antworten.
Ihr habt es mir mega gut erklärt 🙏🏻❤️🙌🏻
>Aber was ist mit den Strichen dazwischen?
Bei meiner Drehgriff-Schaltung kann es passieren, dass die Kette am Umwerfer schleift, wenn ich, zum Beispiel, vorne im mittleren Gang bin und hintem im größten oder kleinsten Gang. Die Schaltung (mit den drei Nummern) hat so Zwischenschritte, mit denen man das korrigieren kann. Man hört es knacken, der Drehgriff rastet ein, der Umwerfer bewegt sich auch, aber die Schaltung schaltet nicht. Dafür schleift die Kette nicht mehr.
Vermutlich sollen die Stiche das andeuten. Rastet der Drehgriff den bei jedem Strich ein?
>Meine Frau, deren MTB Gangschaltung klassisch ist mit so Hebeln, sagte, dass es nur drei Stufen hat. Egal ob da noch Striche dazwischen sind.
Ich denke dieses oben beschriebene Problem gibt es bei Schaltungen mit Hebel nicht. Vermutlich schiebt der Hebel die Kette immer ganz genau den richtigen Abstand aufs nächste Ritzel, damit geschaltet wird, aber der Umwerfer wird dann beim loslassen des Hebels etwas zurückgestellt.