
Hey Leute,
ich fahre seit etwas über zwei Jahren ein [Brennabor t28e](https://brennabor.bike/en/modell/brennabor-t-28e/). Jährliche komme ich auf etwa 3.000km (hauptsächlich pendeln, nur Straßen und Fahrradwege, absolut plattes Land).
Mein Problem: Die Kette. Ich kann quasi dabei zugucken wie sie länger wird, bis sie wieder bei der kleinsten Unebenheit vom Rad springt und ich mit schwarzen Händen auf der Arbeit ankomme.
Da ich Buchhalter mit zwei linken Händen bin: ab in die Werkstatt.
Die nehmen ein Glied raus, oder machen eine neue Kette drauf. Angeblich schon die extra extra stabile Kette. So richtig erklären können sie sich das auch nicht. Dann wird vielleicht nochmal das Blatt / Ritzel gewechselt.
Aber wenn ich so viel fahre, und das mit hoher Unterstützung, dann würde die Kette sich eben schnell langziehen und dann wieder abspringen, zuletzt auch wegen meines Gewichtes (etwa 110kg auf 2m) und wegen meines festen Tritts.
Erstmal geht´s dann wieder, aber spätestens nach drei Monaten, sogar schonmal nach nur einem Monat, stehe ich vor dem gleichen Problem.
Hab das Gefühl ich hab 2.500,- Euro ausgegeben für ein Fahrrad das nicht so recht zum fahren da ist. Rückblickend hätte ich wohl eines mit Riemenantrieb nehmen sollen. Hab jetzt aber auch wenig Lust wieder tausende Euro auszugeben.
Ich war auch schon in anderen Werkstätten…jede erzählt was anderes…seit Corona hätte die Qualität nachgelassen, die andere Werkstatt hätte keine Ahnung usw.
Komme da irgendwie nicht weiter.
Ist das…normal? Muss ich damit Leben? Kann jemand super haltbare Ketten empfehlen, die für das Rad passt? Dann muss ich wohl mal lernen selbst was am Rad zu machen, damit ich nicht mehr auf das Material der Werkstatt angewiesen bin.
Oder ist das alles aussichtslos und der Riemen ist die einzig sinnvolle Lösung?
Bei jeder fahrt denke ich nur an die scheiß Kette, fahre schon langsam an, nehme niedrigere Gänge, höre auf zu treten wenn ich eine Unebenheit kommen sehe. Spaß macht´s so nicht.
Allgemein kann ich für das Brennabor keine Werbung machen. Ich hatte schon 3 defekte Rücklichter. Die Halterungen der Schutzbleche verbiegen sich ständig und dann schleifts. Die Pedale haben sich nach zwei Jahren mehr oder weniger aufgelöst. Die Nabe musste schon komplett getauscht werden.
Ich weiß wer billig kauft kauft zwei mal. Hätte nicht gedacht das 2.500,- für ein Fahrrad billig ist.
Aber ich setze mal meine Hoffnung in eure Ideen.
by Proxi90
3 Comments
Entweder mit höher Kadenz fahren (80-90) oder eine vernünftige Kettenlehre kaufen, ein paar Werkzeuge und lernen die Kette selber zu wechseln. Das kann auch ein Buchhalter in 15 Minuten.
Mittelmotor halt. Da sind die Ketten oft einfach alle 1000 – 1500km fällig. Werf noch schlechte/keine Schmierung dabei und dann kommst du schnell an die Verschleisgrenze.
Zur Orientierung:
Bei meinem Lastenrad mit Mittelmotor ist die Kette ca. alle 2k km fällig. Dazwischen Spanne ich die ca. 2 mal nach. Ich pflege (reinige und Öle) die Kette ca. alle 200 km bis 500 km, je nach Bedarf, also nicht so super oft wie zB mit einer Kettenschaltung.
Persönlich finde ich es anstrengender in die Werkstatt zu fahren als eine Kette zu tauschen. Das dauert vielleicht 15 Minuten.
Kette ist sicherlich so ein Thema für sich und auch teure Ketten schneiden in Tests teilweise schlecht ab, warum auch immer. Da Ketten zwischen 10 und 30 Euro kosten würde ich mich einfach durchprobieren was lange hält.