
Moin zusammen,
ich habe mich für den 1. Mai beim Radrennen Eschborn–Frankfurt (103 km / 1.300 hm) angemeldet. Es wird mein erstes „richtiges“ Rennen. Rennrad fahre ich zwar schon seit ein paar Jahren, bisher aber eher entspannt und ohne strukturiertes Training.
Über den Winter war ich hauptsächlich joggen (ca. 10–20 km pro Woche), eine Rolle oder Zwift habe ich leider nicht
Jetzt meine Fragen an euch:
- Was wäre ein realistischer Trainingsplan, damit ich die 103 km solide ins Ziel bringe?
Wie oft pro Woche fahren? Eher lange Grundlagenfahrten oder auch Intervalle einbauen?
(Screenshot anbei von heutiger Fahrt, damit man mein Trainingsstand einordnen kann)
- Worauf sollte man bei einem Jedermann-Rennen besonders achten?
Startblocks, Ernährung, Pacing, Gruppenfahren etc. – gibt es typische Anfängerfehler, die ich vermeiden sollte?
Freue mich über jeden Tipp und Erfahrungsbericht.
Danke euch schon mal!
by Fantastic-Handle6885
1 Comment
Ich bin letztes Jahr das erste Mal mit gefahren (und dieses Jahr wieder angemeldet). Der Anstieg zum Feldberg ist schon lang und geht ganz schön auf den Schnitt, das holt man bei der Abfahrt nicht mehr rein.
Also Grundlagenausdauer ist wichtig, einfach möglichst viel fahren, nicht unbedingt schnell. Ich habe es immerhin geschafft, den Winter über im Schnitt mehr als einmal die Woche zur Arbeit zu fahren, habe am Samstag bei der ersten etwas langen Fahrt an Samstag aber gemerkt, dass Geschwindigkeit (Kraft) und mittelfristige Ausdauer noch da sind, aber die Ausdauer nach 50km dann schon spürbar schlechter war.
Mindestens jede Woche also einmal ca 100km am Stück, habe ich mir vorgenommen.
Durch den relativ großen Anteil des Anstiegs am Streckenprofil ist geringeres Körpergewicht sicher auch sehr hilfreich.
Ansonsten: durch die Zahl der Teilnehmer hat man praktisch immer Windschatten. Das Fahren in der Gruppe mit wenig Abstand sollte man also auch unbedingt üben. Vor allem auch die übliche Kommunikation mit Handzeichen. Man will ja nicht nur schnell, sondern auch sicher ankommen.
Und nicht überpacen, nur weil man ein gutes Hinterrad erwischt hat. Ziehen lassen, das nächste Hinterrad ist nicht weit weg
Bei der 103km Runde ist auch der Mammolshainer Stich dabei. Der ist kurz, hat aber über 20%. Auch das sollte man trainieren. Am besten auch Mal den Berg selbst vorher fahren, denn vor und nach dem steilen Stück geht es auch ordentlich bergauf, nur nicht ganz so steil. Das kann einen ganz schön fertig machen, zu Mal der Berg ja erst bei über 90km ansteht.
Und auch die Abfahrt vom Feldberg ist lang. Vorher die Bremsen überprüfen und im Zweifel Beläge tauschen und einfahren.
Letztes Jahr war die erste Verpflegungsstation deutlich schneller als die erste, da als Boxengasse aufgebaut. Die zweite war auf einem Parkplatz, also Umweg. Wenn ich das richtig sehe, ist die dieses Jahr aber wo anders wegen Baustelle.
Aber wenn man eine auslässt, spart man Zeit. Die erste ist auch so weit oben, das man guten Gewissen 2 Flaschen auffüllen kann.